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Mit spitzer Feder und humanistischem Anspruch: George Grosz in Stuttgart

George Grosz, Sonnenfinsternis, 1926

Die Staatsgalerie Stuttgart reflektiert ab dem Wochenende die sogenannten „Goldenen Zwanziger“ aus der Perspektive George Grosz’. Der sozialkritische Maler sah den Alltag und das Leiden der Menschen in der Weimarer Republik nicht durch die heutige rosarote Brille, sondern stellte den moralischen Zerfall der deutschen Bevölkerung nach dem Ersten Weltkrieg in aller Schonungslosigkeit dar. Kuratorin Sabine Rewald hatte die Schau „The Relentless Eye: George Grosz in Berlin“ ursprünglich für das Metropolitan Museum of Art in New York konzipiert, das Projekt musste jedoch pandemiebedingt abgesagt werden. Daher zeigt die Staatsgalerie Stuttgart nun unter dem nicht weniger griffigen Titel „Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre“ eine adaptierte Version des umfangreichen Parcours und ergänzte die rund 100 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken aus öffentlichen und privaten Sammlungen in Europa und den USA um Werke aus dem hauseigenen Bestand. Die Exponate entstanden vorwiegend in den Jahren zwischen 1917 und 1933 und verdeutlichen die damalige stilistische Entwicklung George Grosz’.

Seine Werke wurden in verschiedenen zeitgenössischen Kunstzeitschriften und politischen Magazinen publiziert und gewannen auf diese Weise schnell an Bekanntheit. Grosz’ satirische, überspitze Art wurde jedoch bereits zu seinen Lebzeiten ambivalent aufgenommen und brachte dem Künstler mehrere Klagen wegen „Angriffs auf die öffentliche Moral“ oder Gotteslästerung ein, gegenüber denen er sich vor Gericht verantworten musste. Insbesondere eine Zeichnung aus dem Bestand der Berliner Akademie der Künste von 1927, die den Gekreuzigten mit einer Gasmaske zeigt, war ein Stein des Anstoßes. Andererseits veranschaulichen heute gerade Arbeiten wie diese vor dem Hintergrund der Debatte um die Kunstfreiheit die Aktualität seines Schaffens. Deutlich wurde Grosz ebenfalls in seiner Serie „Ecce Homo“ von 1923, in der er mehrere Blätter dem Milieu der Prostitution widmete. Den Sittenverfall spiegelt dabei vor allem das zynische Werk „Schönheit, dich will ich preisen“, auf dem eine der Damen nur mit Hut, Fuchsstola und Strümpfen bekleidet ein Gläschen trinkt und sich dabei den lüsternen oder verurteilenden Blicken der Anwesenden aussetzt.

Die Ausstellung „Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre. George Grosz in Berlin“ läuft vom 18. November bis zum 26. Februar 2023. Die Staatsgalerie Stuttgart hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bliebt an Heiligabend und erstem Weihnachtstag. Der Eintritt beträgt regulär 11,50 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Begleitend zur Schau ist ein Katalog von Sabine Rewald im Hirmer Verlag für 38 Euro erschienen.

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 30-32
D-70173 Stuttgart
Telefon: +49 (0)711 – 470 400


17.11.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Veranstaltung vom:


18.11.2022, Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre - George Grosz in Berlin

Bei:


Staatsgalerie Stuttgart

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Grafik

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Malerei

Kunstsparte:


Zeichnung

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Verismus

Variabilder:

George Grosz, Schönheit, dich will ich preisen, 1919
George Grosz, Schönheit, dich will ich preisen, 1919

Variabilder:

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