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Chemnitz thematisiert tschechische Fotografie nach 1945

Vilém Reichmann, Bombardón, 1946

Aktuell blicken die Kunstsammlungen Chemnitz auf die Geschichte der tschechischen Fotografie der Nachkriegszeit. Die Schau „Zwischen Avantgarde und Repression“ konzentriert sich auf dem Zeitraum von 1948 und 1968 und auf die fünf Künstler Josef Sudek, Vilém Reichmann, Emila Medková, Jan Svoboda und Josef Koudelka, die zu den bedeutenden europäischen Fotografen ihrer Generation zählen. Die Exponate, bestückt mit Leihgaben aus dem Kunstgewerbemuseum Prag, der Mährischen Galerie Brünn und der Münchner Sammlung Sigert präsentieren die Hauptwerke der jeweiligen Kunstschaffenden im Zusammenhang ihrer Werkgruppen. Ausgewählte Zeitschriften und Fotobücher dieser Jahre vermitteln einen Eindruck vom zeitgenössischen Erscheinungsbild des Mediums.

Die Jahre nach dem sozialistischen Februarumsturz 1948 in der Tschechoslowakei waren durch drastische staatliche Repressionen und eine rigide, dem Gebot des Sozialistischen Realismus verpflichtete Kulturpolitik geprägt. Die folgende, vergleichsweise kurze Phase der Liberalisierung fand mit der Niederschlagung des Prager Frühlings im August 1968 ein jähes Ende. Ungeachtet der tiefgreifenden staatlichen Einflussnahme entwickelte sich eine künstlerische Blüte. So erlebte die offiziell negierte Tradition der Avantgardefotografie der Zwischenkriegszeit, insbesondere der Surrealismus, eine breite Fortsetzung. Typisch ist auch der rege Austausch zwischen Fotograf*innen und bildenden Künstler*innen. Die Fotokünstler Vilém Reichmann und Emila Medková sind in der surrealistischen Tradition der Zwischenkriegszeit zu verorten. Auf ihren Streifzügen durch Prag und Brünn entdeckten sie unter der Alltagswirklichkeit Zeugnisse einer traumhaften Dimension. Reichmanns Bild „Bombardón“ aus dem Zyklus „Verwundete Stadt“ von 1946 kombiniert an einer Häuserwand humorvoll eine Uhr, einen Vogelkäfig, in dem ein Zwerg haust, und eine Tuba.

Jan Svoboda indes gestaltete moderne, geometrisch abstrahierende Stillleben, wie es sein „Bild, das nicht wiederkehrt XXXV“ von 1972 illustriert. Josef Sudek verbindet die verschiedenen Facetten der tschechischen Fotografie: Sei es in den wie zufällig komponierten Stillleben oder in den magisch schwebenden Ansichten des Gartens des Architekten Otto Rothmayer. Sudeks 1959 abgelichtete „Späte Rosen“ begleitet eine herbstliche Melancholie der Vergänglichkeit in der vom Regen gezeichneten Fensterscheibe und der einsam auf der Fensterbank liegenden Muschel. Josef Koudelkas Dokumente der Niederschlagung des Prager Frühlings vergegenwärtigen die gesellschaftspolitischen Zusammenhänge dieser Jahre. Bei aller Unterschiedlichkeit finden sich dennoch Parallelen, die neben der herausragenden künstlerischen Qualität auf spezifische Merkmale der tschechischen Fotografie im Kontext der europäischen Nachkriegszeit schließen lassen.

Die Ausstellung „Zwischen Avantgarde und Repression. Tschechische Fotografie 1948-1968“ ist bis zum 26. Februar 2023 zu sehen. Die Kunstsammlungen Chemnitz sind dienstags sowie donnerstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr und mittwochs von 14 bis 19 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt zu Heiligabend und Silvester. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro; für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos.

Kunstsammlungen Chemnitz
Theaterplatz 1
D-09111 Chemnitz
Telefon: +49 (0)371 – 488 44 24


22.11.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


20.11.2022, Zwischen Avantgarde und Repression. Tschechische Fotografie 1948 – 1968

Bei:


Kunstsammlungen Chemnitz

Kunstsparte:


Fotografie

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Fotokunst

Stilrichtung:


Surrealismus

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