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Berlin erinnert an Grete Ring

Bela Balassa, Grete Ring und Max J. Friedländer bei einer Auktion, 1931

Heute ist Grete Ring kein geläufiger Name der Kunstwelt mehr. In der Moderne sah das anders aus. Die 1887 in Berlin geborene Ring war nicht nur Nichte von Max Liebermann, enge Freundin seiner Tochter Käthe und Patin seiner Enkelin Maria, sondern vor allem auch eine Kunsthistorikerin, Sammlerin und Kunsthändlerin, die zu den wichtigen Gestalten der Berliner Kunstszene zwischen den Weltkriegen gehörte. Seit dem Wochenende widmet ihr nun die Liebermann-Villa am Wannsee eine Ausstellung, die mit zentralen Stationen ihr Leben und ihre Tätigkeit beleuchtet und zugleich neue Perspektiven des Kunsthandels im frühen 20. Jahrhundert vorstellt. Dafür haben die Kuratorinnen Lucy Wasensteiner und Viktoria Bernadette Krieger etwa ihre beachtliche Sammlung französischer und deutscher Zeichnungen mit Leihgaben aus dem Ashmolean Museum in Oxford nach Berlin geholt.

Grete Ring war eine der ersten Frauen, die in Deutschland Kunstgeschichte studierten. Nach ihrer Promotion bei Heinrich Wölfflin im Jahr 1912 nahm sie eine erste Tätigkeit an der Alten Pinakothek in München auf. 1919 ging sie nach Berlin zurück und arbeitete an der Nationalgalerie, bevor sie 1921 in den Kunstsalon Cassirer, eine der führenden Kunstgalerien Berlins, eintrat. Nach dem Selbstmord von Paul Cassirer im Jahr 1926 übernahm sie zusammen mit ihrem Geschäftspartner Walter Feilchenfeldt die Leitung des Unternehmens. Große internationale Aufmerksamkeit erregte eine Ausstellung mit Werken Vincent van Goghs im Januar 1928, die von dem Kunsthändler Otto Wacker beliefert wurde. Ring und Feilchenfeldt erkannten, dass ein Teil der Bilder Fälschungen waren.

Wegen der zunehmenden Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime war Grete Ring gezwungen, Berlin 1938 zu verlassen. Im Londoner Exil konnte sie ihre Tätigkeit mit der Gründung einer Dependance des Kunstsalons Cassirer fortführen. Doch schon 1940 wurden ihre Galerieräume durch deutsche Luftangriffe zerstört. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre bedeutendste Publikation „A Century of French Painting 1400-1500“. Die Schau in der Liebermann-Villa präsentiert nun erstmals das Lebenswerk von Grete Ring, wirft dabei einen Blick auf das Netzwerk der Kunsthändlerin, die etwa mit Oskar Kokoschka eng vertraut war, und lässt ihre Sammlung mit Werken von Paul Cézanne, Pierre-Auguste Renoir, Caspar David Friedrich und Edgar Degas lebendig werden.

Die Ausstellung „Grete Ring. Kunsthändlerin der Moderne – Von Cézanne und Renoir bis Liebermann und Kokoschka“ ist bis zum 22. Januar 2024 zu sehen. Die Liebermann-Villa hat täglich außer dienstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Einlass beträgt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro; für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos. Der Ausstellungskatalog aus dem Sandstein Verlag kostet 34 Euro.

Liebermann-Villa
Colomierstraße 3
D-14109 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 80 58 59 00


02.10.2023

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


30.09.2023, Grete Ring: „unwiderstehlich […] von allen bewundert“

Bei:


Liebermann-Villa

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Variabilder:

Bela Balassa, Grete Ring und Max J. Friedländer bei einer Auktion, 1931
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