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Flatz versteigert seine Haut

Flatz, Something Wrong with Physical Sculpture no. 0, 1997

Bei seinen Aktionen war Wolfgang Flatz nie zimperlich. Der Künstler, Bildhauer, Bühnenbildner, Musiker und Poet hat schon häufiger extremen Köpereinsatz gezeigt, etwa als er 1979 in Stuttgart nackt als lebende Dartscheibe posierte und sich von den Zuschauern mit Pfeilen bewerfen ließ. Dem Sieger winkte ein Preisgeld von 500 Mark. Als der elfte Wurf aus dem Publikum traf und Flatz verwundete, war die Performance zu Ende. Doch jetzt geht der gebürtige Vorarlberger noch einen Schritt weiter und lässt die Tattoos auf seiner Haut gegen ein Höchstgebot versteigern. Im Vorfeld seiner Münchner Retrospektive in der Pinakothek der Moderne findet die Aktionsauktion „Die Haut zu Markte tragen“ in Zusammenarbeit mit Christie’s bis morgen Abend statt.

Interessenten können 13 einzelne Hautpartien mit Worten und Symbolen in unterschiedlichen Zeichen-Sprachen ersteigern, die sich Flatz seit 1975 stechen ließ: Deutsch, Englisch, Russisch, Japanisch, Altgriechisch, Latein, ein heraldisches Ornament sowie einen Barcode. Sie reichen von einem kleinen Motiv auf dem Finger bis zum Begriff „Physical Sculpture“, der den oberen Rücken des Künstlers bedeckt. Die Übergabe der physischen Kunstwerke erfolgt aber erst nach dem Tod des Künstlers. Somit folgt Flatz einer alten japanischen Tradition, die Tattoos posthum wie Kunstwerke behandelt. Dabei wird nach dem Ableben jedes einzelne Körperbild ausgeschnitten, präpariert und hinter Glas präsentiert. Solange muss sich der erfolgreiche Bieter mit Ganzkörperfotografien zufriedengeben, auf denen jeweils die Hautpartien als symbolische Statthalter markiert sind. Und da Flatz hundert Jahre alt werden will, kann das noch etwas dauern. Denn er ist jetzt 71. Wie in seinem gesamten Schaffen geht es Flatz auch bei dieser Aktion um die Kreativität, die Fragilität, aber auch die Abhängigkeit und Vergänglichkeit des Menschen. In einem letzten Akt überträgt er seine Haut und damit seine Existenz an die Kunst.

Voyeurismus und die direkte Gewaltbereitschaft des Publikums hat Flatz immer wieder provoziert. Das macht die Ausstellung in der Pinakothek der Moderne deutlich. Unter dem Titel „Flatz. Something Wrong with Physical Sculpture“ präsentiert Kurator Bernhart Schwenk Performances, Skulpturen, Fotografien und multimediale Rauminstallationen seit den späten 1970er Jahren, die für den bedingungslosen Körperbegriff des Wahlmünchners stehen, darunter auch die Aktion, die Flatz in der Silvesternacht 1990/91 im georgischen Tiflis durchführte. Dort ließ er sich kopfüber zwischen zwei Stahlplatten aufhängen, um wie ein Glockenklöppel pendelnd lautstark gegen das Metall zu prallen – ganze fünf Minuten lang, bis er bewusstlos wurde. Im Anschluss erklang der doppelt so lange Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß, zu dem ein festlich gekleidetes Paar tanzte.

Die Ausstellung „Flatz. Something Wrong with Physical Sculpture“ läuft vom 9. Februar bis zum 5. Mai. Die Pinakothek der Moderne hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 10 Euro, ermäßigt 7 Euro, am Sonntag 1 Euro. Für die Benefizauktion zugunsten der Pinakothek der Moderne sowie der Flatz Stiftung können bis zum 8. Februar 15 Uhr Telefongebote unter +49 (0)89 – 24 20 96 80 abgegeben werden. Sie wird dann live ab 19 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung durchgeführt. Der Eintritt zur Vernissage ist kostenlos.

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
D-80333 München
Telefon: +49 (0)89 – 23 805 360


07.02.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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09.02.2024, Flatz - Something wrong with physical sculpture

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Aktionskunst und Performance

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Bericht:


Flatz-Versteigerung kurzfristig abgesagt

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Flatz, Something Wrong with Physical Sculpture no. 0, 1997
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Flatz,
 Dandy, 2018
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