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Prix Meret Oppenheim vergeben

Prix Meret Oppenheim 2024 für Marianne Burkhalter und Christian Sumi

Die Träger und Trägerinnen des Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim stehen fest. Das Bundesamt für Kultur (BAK) in Bern ehrt mit der jeweils auf 40.000 Franken dotierten Auszeichnung in diesem Jahr Jacqueline Burckhardt, Marianne Burkhalter und Christian Sumi sowie Valérie Favre. Die 1947 im Basel geborene Burckhardt sei eine engagierte Gestalterin einer lebendigen Kunstvermittlung, ihre Karriere vielfältig. Als Restauratorin, Kunsthistorikerin, Kuratorin, Autorin, Herausgeberin und Veranstalterin habe sie sich erfolgreich für die internationale Positionierung der Schweizer Kunstszene und die Anerkennung der zeitgenössischen Kunst eingesetzt, heißt es in der Begründung. Zunächst studierte Jacqueline Burckhardt Kunstrestaurierung am Istituto centrale per il Restauro in Rom und anschließend Kunstgeschichte in Zürich, wo sie heute lebt.

1984 war sie Mitbegründerin der in Deutsch und Englisch erscheinenden Zeitschrift „Parkett“, einer der international erfolgreichsten Publikation zur zeitgenössischen Kunst weltweit, die in enger Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern entstand. In den 33 Jahren bis zur Einstellung 2017 traf Burckhardt hier mit den bedeutendsten Kunstschaffenden ihrer Generation zusammen. Daneben rief sie eine Performances-Reihe am Kunsthaus Zürich ins Leben, leitete für zehn Jahre die Sommerakademie am Zentrum Paul Klee in Bern, war 1996 Ko-Kuratorin der Ausstellung „Meret Oppenheim: Beyond the Teacup“ am Guggenheim Museum in New York, stand von 1998 bis 2006 der Eidgenössischen Kunstkommission vor, in der sie sich für die Einrichtung des Prix Meret Oppenheim einsetzte, arbeitete von 2010 bis 2018 als Vorstandsmitglied der Kunsthalle Bern oder gab ihr Wissen an der Universität Zürich und der Accademia di Architettura in Mendrisio weiter.

Für ihre Pionierleistungen im modernen Holzbau werden Marianne Burkhalter und Christian Sumi ausgezeichnet. Die 1947 in Thalwil geborene Burkhalter ist ausgebildete Bauzeichnerin und experimentierte in avantgardistischen Büros wie Superstudio in Florenz oder Studio Works in Los Angeles mit interdisziplinären Methoden, bevor sie an der Universität Princeton Baukunst studierte. Der 1950 in Biel geborene Sumi forschte in den 1980er Jahren am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zur Moderne, namentlich zu Otto Rudolf Salvisberg und Le Corbusier. 1984 gründeten sie ihr gemeinsames Büro Burkhalter Sumi, das bis 2020 bestand.

Mit ihrem Form- und Farbkonzept, das sie auf Holzelemente und Vorfabrikate anwenden, wurden sie rasch zu einer internationalen Bezugsgröße und nahmen von Anfang an Umweltfragen in ihre architektonische Praxis auf. Burkhalter und Sumi entwickelten neue Typen des Wohnungsbaus und nutzten in ihren Projekten schon früh das „Adaptive Reuse“, eine Wiederverwendungsstrategie, die heute beim Bauen immer häufiger eingesetzt wird. Ihr vielseitiges Schaffen umfasst zudem Unterrichts- und Forschungstätigkeiten, die Organisation von Ausstellungen und eine umfangreiche publizistische Arbeit.

Valérie Favre werde als „unkonventionelle Malerin“ geehrt, für die das Malen eine radikale Art sei, über die Welt nachzudenken, so das BAK. Ihre Arbeiten, die einer freien Figuration nahestehen, spiegeln die Vorstellungskraft der Künstlerin wider und sind von Bezügen zu Film, Theater, Literatur, Erzählungen und Kunstgeschichte geprägt. Das hat mit der Biografie der 1959 in Leubringen bei Biel geborenen Künstlerin zu tun. Denn Valérie Favre begann ihre Karriere beim Theater und Film in Genf und Paris, ehe sie sich Ende der 1980er Jahre autodidaktisch der Malerei zuwandte.

Während der damalige Kunstdiskurs von Konzeptkunst und Minimal Art geprägt war, schuf Favre überschwängliche, neoexpressive Kompositionen und machte sich rasch einen Namen als feministische Malerin. Sie arbeitete dabei häufig über mehrere Jahre gleichzeitig an verschiedenen Serien, etwa zwischen 2001 und 2012 an „Lapine Univers“, einer hybriden Gestalt mit langen Hasenohren, die gleichzeitig als Heldin und Antiheldin auftritt. Nur zwei Jahre zeitversetzt nahm sie die Tätigkeit an der Werkgruppe „Suicide“ auf, in der Favre das Thema Selbstmord ausgiebig variierte. 1998 zog Valérie Favre nach Berlin, wo sie seit 2006 an der Universität der Künste Malerei lehrt. Heute lebt und arbeitet sie in Neuenburg und Berlin.

Der Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim zeichnet seit 2001 herausragende Schweizer Persönlichkeiten aus, die in den Bereichen Kunst, Architektur, Kritik, Verlags- oder Ausstellungswesen tätig sind. Die Auszeichnungen werden zusammen mit den Schweizer Kunstpreisen im Rahmen der Ausstellung „Swiss Art Awards“ am 10. Juni bei der Art Basel vergeben.


09.02.2024

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Prix Meret Oppenheim 2024 für Marianne Burkhalter und Christian Sumi
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Valérie Favre
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Valérie Favre, Lapine Univers Columbia 4, 2006
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Valérie Favre, Bateau des Poètes, 2020
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Marianne Burkhalter und Christian Sumi, Wohnsiedlung Sunnige Hof,
 Zürich 2012
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Jacqueline Burckhardt, 1990
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