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Rudolf Koller im Kunsthaus Zürich

Ein bodenständiger Naturalist



Rudolf Koller, Kuh im Krautgarten, 1857

Rudolf Koller, Kuh im Krautgarten, 1857

Denkt man an Tier- und Landschaftsmaler, ist die Vorstellung des Standartmotivs "Röhrender Hirsch" nicht fern. Museale Weihen scheinen ausgeschlossen. Umso größer überrascht es, dass sich ausgerechnet das renommierte Züricher Kunsthaus einer solchen Künstlerfigur widmet. Verkannte Größe, neue Entdeckung oder wichtige lokale Erscheinung, mag man sich da fragen. Aber auch letztere haben im weiten Spektrum der Kunst ihre Berechtigung.



Der 1828 in Zürich geborene und 1905 ebenda verstorbene Rudolf Koller gilt als der bedeutendste Tiermaler der Schweiz des 19. Jahrhunderts. 1846/47 studierte der Metzgerssohn an der Düsseldorfer Kunstakademie. Hier lernte er seinen Landsmann, späteren Freund und Reisegefährten Arnold Böcklin kennen. Ein weiterer Mitschüler war Anselm Feuerbach, der Kollers Arbeiten bewunderte. Nach einem anschließenden Parisaufenthalt, den er zum Kopierzeichnen im Louvre nutzte, sowie weiteren Reisen kehrte der Künstler immer wieder in seine Heimatstadt zurück.

Die Genremalerei mit ihren lebensnahen, profanen Alltagsszenen ohne Überhöhungen war seine Welt. Die reine Landschaftsmalerei spielte in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts in seinem Werk eine starke Rolle. Am "Gletscher am Sustenpass" aus dem Jahr 1856 kann man beispielsweise anhand der Darstellung kompakter Eismassen, effektvoller Licht- und Schattenverteilung sowie gelungener Wolkenstudien die kompositorische Sorgfalt der im Freien gemalten Arbeit erkennen. Die Portraitmalerei blieb eher eine Ausnahme.

Voralpenlandschaften, Landwirtschaft und Tiere demonstrieren eine friedliche, intakte Welt. Der rauen Wirklichkeit des Landlebens hat sich der Künstlertourist nie gestellt. Als Tiermaler setzte sich Koller nicht nur mit der Gewichtung von Figur und Landschaft auseinander, sondern brachte auch zuweilen Humorvolles ins Bild. Die berühmte, aus dem Gemüse unschuldig blickende "Kuh im Krautgarten" von 1857/58, die auch das Ausstellungsplakat ziert, ermuntert zum Lächeln. In seinem bekanntesten Bild, der als Auftragsarbeit entstandenen "Gotthardpost" aus dem Jahr 1873, sind die tobenden, staubaufwirbelnden Postkutschenpferde samt schwankender Kutsche in ein dramatisches Geschehen eingebunden.

"Ein einfaches, wahres Bild" schwebte dem Künstler stets vor. Moden und Innovationen interessierten ihn weniger. Koller ging in seinem Stil von Constant Troyon und den Meistern von Barbizon aus. Später nahm er Anregungen der Impressionisten auf. Trotz dieser Einflüsse galt der Bodenständigkeit das Hauptaugenmerk. Die Bewahrung eines Stückes "heiler Welt" und Heimatverbundenheit lagen ihm am Herzen. Er war Chronist seiner Zeit. Zukunftsentwürfe lagen ihm fern. Schnelles Aufgreifen aktueller Moden waren nicht seine Sache.

Die Koller-Schau mit über 40 Gemälden und 60 Skizzenbüchern lädt ein zum kritischen Hinterfragen, zu einem Rundgang der Reflexionen ohne die Welt lauter, flüchtiger Medien, großer Namen und monumentaler Werke. Gerade das macht die Ausstellung abseits des Leistungssportes in der Kunst sehenswert.

Die Ausstellung "Rudolf Koller" ist noch bis zum 2. März zu besichtigen. Geöffnet ist Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 21 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 12 Franken, ermäßigt 7 Franken. Der Katalog kostet 49 Franken.

Kontakt:

Kunsthaus Zürich

Heimplatz 1

CH-8024 Zürich

Telefax:+41 (044) 253 84 33

Telefon:+41 (044) 253 84 84

E-Mail: info@kunsthaus.ch

Startseite: www.kunsthaus.ch



20.02.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


18.12.2002, Rudolf Koller

Bei:


Kunsthaus Zürich

Bericht:


Kunsthaus Zürich nach Brand eingeschränkt geöffnet

Bericht:


Rudolf Kollers zeichnerische Studien in Zürich

Variabilder:

Rudolf Koller, Am Zürichhorn, 1862
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Rudolf Koller, Liegender Windhund, 1852
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Rudolf Koller, Gletscher am Sustenpass, 1856
Rudolf Koller, Gletscher am Sustenpass, 1856

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Rudolf Koller, Kuh im Krautgarten, 1857
Rudolf Koller, Kuh im Krautgarten, 1857

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Rudolf Koller, Gotthardpost, 1873
Rudolf Koller, Gotthardpost, 1873







Rudolf Koller, Am Zürichhorn, 1862

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Rudolf Koller, Liegender Windhund, 1852

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Rudolf Koller, Gletscher am Sustenpass, 1856

Rudolf Koller, Gletscher am Sustenpass, 1856

Rudolf Koller, Gotthardpost, 1873

Rudolf Koller, Gotthardpost, 1873




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