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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Stuttgarter Staatsgalerie widmet sich Gaspare Traversi

Ein Meister der Epochenwende



Gaspare Traversi, Die Operation, um 1753/54

Gaspare Traversi, Die Operation, um 1753/54

Mit der weltweit ersten und dazu auch noch einer sehr umfangreichen Einzelausstellung von Gemälden Gaspare Traversis stellt die Staatsgalerie Stuttgart einen bedeutenden italienischen Künstler des 18. Jahrhunderts vor. Sein Gemälde "Die Operation", das erst im Jahre 1999 von der Staatsgalerie erworben wurde, gab den Anlass für diese Schau. Mit ihr wird zugleich ein Maler geehrt, der erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde, nachdem er schon kurz nach seinem Tod 1770 in Vergessenheit geraten war. Aus rund 200 bekannten Arbeiten konnten ganze 65 für die Ausstellung aus zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen entliehen werden, darunter auch solche, die noch nie zu sehen waren.



Zu Traversis Repertoire gehören neben Porträts von Geistlichen insbesondere Genredarstellungen aus dem Leben der kleinen Leute sowie höhergestellten Kreisen. Diese bilden auch den Schwerpunkt der Ausstellung, in der das Bestreben des Künstlers herausgestellt wird, die geistigen Veränderungen seiner Zeit einzufangen. Überwiegend und gerne in drastischen Szenen schildert er vielfach auch auf ironische Weise und mit verstecktem Humor die kleinen und großen Leiden seiner Zeitgenossen. Den menschlichen Schwächen nachzugehen wird bei den dargestellten "ohnmächtigen" oder "schlafenden Schönen" oder der packend geschilderten, seziererischen Lust ausstrahlenden Operation deutlich.

Die für Traversi typischen, starken Helldunkel-Kontraste und die Dramatik der Szenen entsprechen der barocken Maltradition von Traversis neapolitanischer Heimat. Maler wie Caravaggio und Jusepe de Ribera gehören zu den bedeutendsten Exponenten dieser Malform. Die Korrespondenz vieler Arbeiten Traversis mit der Welt des Theaters, insbesondere der komischen Opern, rückt durch die Erlebnisse des jungen Traversi mit dem Teatro de San Bartolomeo, die zu den wichtigsten Musikbühnen der Stadt gehörte, in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Im Jahre 1752 siedelte der kurz vor 1723 in Neapel geborene Traversi, der aus bescheidenen Verhältnissen einer kinderreichen Familie stammt, nach Rom über. Neapel und Rom prägen somit auch sein malerisches Themenspektrum.

Komik, Tragik, Drastik, die sich in Texten und Arien wiederfinden sowie die Atmosphäre in den damaligen Salons, haben ihre Entsprechung in Traversis Sujets. Sein großes Verdienst besteht darin, einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Epochenwende vom Zeitalter des Barock zur Aufklärung geleistet zu haben. Daher war es höchste Zeit, Leben und Werk dieser einzigartigen und großen Künstlerpersönlichkeit im Rahmen einer Ausstellung zu beleuchten.

Die Ausstellung "Gaspare Traversi 1722-1770 - Heiterkeit im Schatten" ist noch bis zum 16. November zu besichtigen. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr, jeden ersten Samstag im Monat bis 24 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5,50 Euro. Der Katalog kostet an der Museumskasse 29 Euro.

Kontakt:

Staatsgalerie Stuttgart

Konrad-Adenauer-Straße 30-32

DE-70137 Stuttgart

Telefax:+49 (0711) 470 402 68

Telefon:+49 (0711) 470 400

Telefon:+49 (0711) 470 40 249

E-Mail: info@staatsgalerie.de



26.10.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


19.07.2003, Heiterkeit im Schatten Gaspare Traversi (1722-1770) - Ein Maler aus Neapel im Zeitalter der Aufklärung

Bei:


Staatsgalerie Stuttgart

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Gaspare Traversi, Hiob von seiner Frau verspottet
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Gaspare Traversi, Selbstbildnis als Zeichner
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Künstler:

Gaspare Traversi







Gaspare Traversi, Hiob von seiner Frau verspottet

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Gaspare Traversi, Selbstbildnis als Zeichner

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