Martin Knoller zum 200. Todestag  |  | Martin Knoller, Aktstudie eines sitzenden Mannes, 1757 | |
Martin Knoller ist vor allem als Freskomaler am Übergang vom Barock zum Klassizismus bekannt geworden. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Deckengemälde in der von Balthasar Neumann entworfenen Abteikirche von Neresheim, die Fresken in der Stiftskirche Gries bei Bozen oder das schon vollständig klassizistische Fresko „Urteil des Paris“ im Palais Taxis in Innsbruck. Mit einer Ausstellung gedenkt das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum ab heute des Tiroler Malers, der vor 200 Jahren am 24. Juli 1804 in Mailand gestorben ist. Die Schau umfasst Studien zu den bekannten Fresken in Volders, Neresheim, zu den Saalbildern in der Gerstenburg sowie den Bozzetto zum Deckenfresko „Urteil des Paris“. Diese ersten Skizzen veranschaulichen zumeist Details des Gesamtplanes und verweisen damit auf das Programm bzw. die Komposition der Darstellung, was auch an weiteren Entwürfen zu Altarbildern und Tafelgemälden erkennbar ist.
Knoller, der 1725 in Steinach am Brenner zur Welt kam, bei Paul Troger in die Lehre ging und in Rom mit den Klassizisten Anton Raphael Mengs und Johann Winckelmann Freundschaft schloss, war auch ein hervorragender Porträtmaler. Davon zeugen die beiden Skizzen zum Porträt Kaiser Josefs II. und Graf Karl Firmians, ergänzt durch ein Selbstbildnis und ein weiteres Porträt des Grafen Karl Firmian. Beide Ölgemälde wurden erst 1996 aus dem Besitz der Nachkommen Knollers erworben und werden nach ihrer Endrestaurierung erstmals öffentlich vorgestellt.
Die Ausstellung „Martin Knoller zum 200. Todestag“ läuft vom 10. März bis 2. Mai. Das Ferdinandeum hat Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
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