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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Zeitgenossen ausverkauft

Clyfford Still, 1960-F, 1960

Während der Kunstmarkt in Deutschland immer noch nicht richtig an Fahrt gewonnen hat, reißen die Erfolgsmeldungen aus den USA nicht ab. Nach dem teuersten Kunstwerk der Welt und dem höchsten Auktionsumsatz mit Kunst des Impressionismus und der Moderne seit der heißen Kunstmarktphase Anfang der 1990er Jahre bei Sotheby’s, nach neuen Rekorden und dem erstmaligen Überschreiten der 100 Millionen Dollar-Marke mit Zeitgenossen bei Christie’s, vermeldet nun Sotheby’s bei seiner Abendauktion „Contemporary Art“ vom Mittwoch den Ausverkauf aller Arbeiten. Kein einziges der 58 Kunstwerke fand sich auf der Rückgangsliste und das, obwohl einige Arbeiten erst kürzlich schon den Auktionssaal passierten. Auch die Summe der oberen Schätzpreise wurde mit einem Umsatz von 65,6 Millionen Dollar zu mehr als 100 Prozent erreicht. Er lag damit zwar niedriger als beim Konkurrenten Christie’s, der gut 102 Millionen Dollar einfuhr. Bei Sotheby’s waren aber weniger und auch nicht so kapitale Kunstwerke im Angebot.

Teuerstes Werk des Abends wurde wie erwartet Roy Lichtensteins Mülleimerspiegelung „Step-on Can with Leg“ aus dem Jahr 1961. Mit einem Zuschlag von 4,55 Millionen Dollar verdiente der jetzige Besitzer sogar noch daran (Taxe 4 bis 5 Millionen USD). Kaufte er es doch erst im November 2002 bei Sotheby’s für 4,4 Millionen Dollar ein. Lichtensteins bunt bemalte Aluminiumskulptur „Three Brushstrokes“ einiger Pinselschwünge kam auf 1,7 Millionen Dollar (Taxe 2 bis 3 Millionen USD), sein poppiges Gemälde von der Rückseite eines Gemäldes „Stretcher Frame with Vertical Bars“ aus dem Jahr 1968 auf 1,2 Millionen Dollar (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD) und „Two Paintings (Alien)“ von 1983 auf 420.000 Dollar (Taxe 500.000 bis 700.000 USD). Japser Johns feines Aquarell „Corpse and Mirror“ von 1975/76, das an afrikanische Kunst erinnert (Taxe 2 bis 3 Millionen USD), rangiert mit 2,8 Millionen Dollar auf Platz 2 der Ergebnisliste und gleich auf mit Clyfford Stills züngelnder Farblandschaft in Braun und Rot von „1960-F“ (Taxe 3 bis 4 Millionen USD). Damit durchbrach Stills Arbeit von 1960 seinen bisherigen Rekord, der im vergangenen November bei Christie’s mit 1,7 Millionen Dollar aufgestellt wurde.

Einen weiteren Spitzenplatz im Auktionsranking nahm Ellsworth Kellys minimalistische, konstruktive Arbeit „Cahtham XIII: Yellow/Red“, bei der die L-Form aus einem gelben, querliegenden Rechteck und einem roten Quadrat gebildet wird. Die Bieter katapultierten die Arbeit aus der seltenen, 14teiligen Serie von 1971 auf 2,6 Millionen Dollar (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD) und damit genau auf das Doppelte des bisherigen Rekords von 2001. Und dann hagelte es noch für die jüngere Künstlergeneration, die sich unter das Etablierte mischte, jede Menge Rekordwerte. Maurizio Cattelans von der Decke baumelndes, ausgestopftes Pferd mit Namen „The Ballad of Trotsky“ trieben die Bieter auf 1,85 Millionen Dollar (Taxe 600.000 bis 800.000 USD) und gaben dafür gegenüber dem bisherigen Rekord gut 1 Millionen Dollar mehr aus.

Die Japaner Yoshitomo Nara und Takashi Murakami entlockten den Käufer Spitzenpreise. Naras an Mangas orientiertes Gemälde „Blue Sheep“ von 1999 versilberte sich für 170.000 Dollar (Taxe 100.000 bis 150.000 USD) und Murakamis frech blumiger „Flower Ball“ von 2002 für 550.000 Dollar (Taxe 250.000 bis 350.000 USD). Tim Noble & Sue Webster wissen sicherlich ihren Erfolg mit Champagner zu krönen. Ist doch ihre Rekordarbeit einer farbig leuchtenden Champagnerflasche, die auf 200.000 Dollar hoch gesteigert wurde, mit „The Sweet Smell of Success“ betitelt (Taxe 100.000 bis 150.000 USD). Auch die deutsche Kunst behauptete sich gut. Martin Kippenbergers michelangeleskes „Selbstbildnis mit Michel Würthle“, dem Besitzer der „Paris Bar“ in Berlin, schnellte auf 450.000 Dollar hoch (Taxe 200.000 bis 300.000 USD) und Thomas Struths Innenansicht des Mailänder Doms von 1998 auf 210.000 Dollar (Taxe 120.000 bis 180.000 USD). Bester Deutscher wurde wieder einmal Gerhard Richter, dessen 1988 fotorealistisch gemaltes Stillleben „Flasche mit Apfel“ 2 Millionen Dollar einspielte (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD).

Alle Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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