Neuer Direktor im Museum für Sächsische Volkskunst Lange war die Zukunft des Museums für Sächsische Volkskunst bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ungewiss. Nach der Pensionierung von Johannes Just, der das Museum 37 Jahre lang geleitet hatte, konnte die Direktorenstelle zunächst nicht besetzt werden, da den Museen ein drastischer Stellenabbau verordnet worden ist. Durch eine interne Besetzung konnte nunmehr die Zukunft des Museums für Sächsische Volkskunst gesichert werden. Als neuer Direktor wurde Igor Jenzen berufen, der seit 1993 als Konservator im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gearbeitet hat und zwischen 2000 und 2002 auch als dessen kommissarischer Direktor wirkte. Nach den Worten von Generaldirektor Martin Roth ist somit eine glückliche Lösung gefunden worden, die das Volkskunstmuseum zukünftig sichert.
Jenzen wurde 1956 in Frankfurt am Main geboren und hat dort und in Marburg Kunstgeschichte, Volkskunde und Germanistik studiert. Mit dieser Fächerkombination und seiner langjährigen Erfahrung als Ausstellungsmacher und Sammlungsleiter in den Bereichen Metall, Textilien, Holz und Glas ist er bestens auf seine neue Aufgabe vorbereitet. Jenzens Aufgabe am Museum für Sächsische Volkskunst ist eine große Herausforderung, denn die personelle Struktur ist wegen altersbedingten Ausscheidens mehrer Mitarbeiter angespannt. Zukünftig muss es gelingen, mehr jüngere Besucher für das Museum zu gewinnen und die Besucherzahlen langfristig zu steigern. Gerade für das jüngere Publikum interessant ist die Puppentheatersammlung, die in der Zukunftsplanung des neuen Direktors eine große Rolle spielen wird. So will er für Kinder, Aspekte des ländlichen Alltags in einem Erlebnispfad vorzustellen, in dem volkskundliche Traditionen nachgelebt werden können. |