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Schiele in der Albertina

Von heute an widmet sich die Albertina in Wien erstmals seit 1948 in einer zusammenhängenden Ausstellung wieder der stilistischen Entwicklung Egon Schieles als Zeichner und Aquarellist. Der Kern dieser Schau bilden 130 Arbeiten aus der Sammlung der Albertina, die durch 90 Leihgaben aus aller Welt - etwa dem Metropolitan Museum und dem Museum of Modern Art in New York, der Staatlichen Graphischen Sammlung München, dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, der Národní Galerie in Prag sowie zahlreichen privaten Sammlungen ergänzt werden.

Egon Schiele zählt mit Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den Bahnbrechern der Moderne in Österreich. Mehr als seine Gemälde, die noch stärker der Tradition verhaftet sind, stellen die Aquarelle und Zeichnungen den künstlerischen Höhepunkt im Werk Schieles dar. Gerade in seinen Arbeiten auf Papier gelang ihm der radikale Schritt in die Moderne. Die Isolation seiner Gestalten und die Auflösung der räumlichen Orientierung sowie die Erschließung des bislang tabuisierten nackten Körpers ließ Schiele Symbolfiguren der existenziellen Einsamkeit des Menschen finden. Einen weiteren Höhepunkt der Ausstellung bildet jene erschütternde Sequenz von zehn Aquarellen, die Egon Schiele während seiner traumatischen Haft im Gefängnis von Neulengbach gemalt hat.

Die Ausstellung „Egon Schiele“ läuft vom 7. Dezember bis zum 19. März 2006. Die Albertina hat täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 7,50 Euro bzw. 6,50 Euro.

Albertina
Albertinaplatz 1
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 534 830
Telefax: +43 (0)1 – 533 76 97

Quelle: Kunstmarkt.com/Ivo Rüdiger Schott

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