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Journal

Hubertus Gaßner tritt als neuer Direktor der Hamburger Kunsthalle an

Die Ärmel hochgekrempelt



Als bekannt wurde, dass der neue Direktor der Hamburger Kunsthalle, Hubertus Gaßner, als erste eigene Ausstellung am Haus eine große Caspar David Friedrich-Schau plane, lautete der knappe Kommentar seines Vorvorgängers Werner Hofmann: „Hubertus, von Ihnen erwartet man etwas anderes.“ Doch Hubertus Gaßner, der sich bereits als langjähriger Hauptkurator am Haus der Kunst in München und als Direktor des Museum Folkwang in Essen profilieren konnte, lässt sich durch die Erwartungshaltung seitens Publikum und Fachwelt nicht beirren.



Ein solide aufgestelltes Haus übernimmt er von seinem Vorgänger Uwe M. Schneede. An den Grundsäulen des klassischen Museumsbetriebs, dem Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln, wolle er durchaus festhalten, die Wechselausstellungen eher aus der eigenen Sammlung heraus konzipieren und nicht von außen ins Museum hineinkatapultieren. „Das Fundament muss die Sammlung sein, aus der wir weitere Ausstellungen entwickeln können“, formuliert Gaßner. Seine energiegeladenen Auftritte, seine oft fulminanten, fachlich fundierten Reden und sein freundlicher Umgang gerade auch im Mitarbeiterteam bescherten ihm bereits im Vorfeld erste Sympathiewellen in der oft etwas unterkühlt spröden Hansestadt. „Wir sind ein demokratisches Haus“, verkündet er, „Wir wollen eine gute Stimmung haben.“

Hubertus Gaßner denkt laut über erste Veränderungen in der Hamburger Kunsthalle nach. Die Sammlung müsse ja nicht zwangsläufig chronologisch geordnet werden. Er erinnert an thematische Neuhängungen in Tophäusern wie im Museum of Modern Art in New York oder in der Tate Modern in London. Und an manchen Häusern werde ja gar die Sammlung einzelnen Künstlern überantwortet. Doch ganz so weit wird es wohl nicht kommen. Auf alle Fälle sieht Gaßner sein Haus nicht als reine Bildungsstätte à la Gründungsdirektor Alfred Lichtwark. „Was mir am Herzen liegt, ist auch, dass das Haus nicht nur eines der Bildung ist, sondern auch eines, wo Kunst geschieht“, stellt er klar. Dabei blickt er genauso auf die alte Kunst, die Romantik oder das Kupferstichkabinett wie auf die Galerie der Gegenwart. „Mein Herz schlägt für die Gegenwart genauso wie für das Alte“, verrät Gaßner. Er werde daher auch viel Gewicht auf die Gegenwart legen, die Sammlung durch gezielte Ankäufe ergänzen und so das Profil schärfen. Namen wie Douglas Gordon lassen auf ein inhaltlich anspruchsvolles und auch ästhetisch überzeugendes Programm schließen.

Erste architektonische Überlegungen wie das Verlegen des Eingangs auf die Sockelplattform der Galerie der Gegenwart sind noch sehr vage und müssen sicherlich gründlich überdacht werden. Andere Änderungen im äußeren Erscheinungsbild der Hamburger Kunsthalle, beispielsweise der typografische Auftritt des Hauses, wären an der Zeit und sind sicherlich schneller und leichter zu realisieren. Geplant ist zunächst einmal eine nächtliche Lichtinstallation am Gebäude.

Hubertus Gaßners Enthusiasmus wirkt zunächst befreiend und macht Lust auf eine neue Zeit. Die Geschichte der Hamburger Kunsthalle zeigt, dass die Direktorenschaft jeweils Züge einer Ära annimmt und immer prägende Spuren hinterlassen hat. Nun liegt es an Gaßner, diesem Anspruch ebenfalls gerecht zu werden.

Hubertus Gaßner:

  • geboren 1950 in Frankfurt am Main
  • Studium der Kunstgeschichte in Marburg, Heidelberg, München und Hamburg
  • 1982 Promotion über den Russischen Konstruktivismus
  • parallel dazu zahlreiche Lehraufträge und Professuren an verschiedenen kunsthistorischen Instituten sowie Publikationen zur europäischen und amerikanischen Kunst des 18. bis 20. Jahrhunderts
  • 1971-81 aktives Mitglied in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (NGBK), Berlin; Organisation zahlreicher Ausstellungen
  • 1989-92 Leitung des Documenta-Archivs der Stadt Kassel
  • 1993-2002 Hauptkurator im Haus der Kunst München
  • 2002-2005 Direktor des Museum Folkwang Essen
  • seit 1. Februar 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle

  • Kontakt:

    Hamburger Kunsthalle

    Glockengiesserwall

    DE-20095 Hamburg

    Telefon:+49 (040) 428 131 200

    Telefax:+49 (040) 428 543 409



    14.02.2006

    Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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