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Substanzsicherung statt Neubau: Die Hamburger Kunsthalle erhält von dem Unternehmer und Mäzen Alexander Otto eine Sachspende von 15 Millionen Euro. Geplant sind umfangreiche Umbau- und Restrukturierungsmaßnahmen. Großartige Architektur ist allerdings nicht zu erwarten

Big Spender für die Hamburger Kunsthalle



Altbau der Hamburger Kunsthalle

Altbau der Hamburger Kunsthalle

Unter Sparzwang steht die Hamburger Kunsthalle schon seit langem. Freiwerdende Stellen können nicht oder nicht fristgerecht besetzt werden. Laufende Ausstellungen werden verlängert, um Kosten zu sparen, und das zu seiner Eröffnung vor neun Jahren gefeierte Hubertus-Wald-Forum für Wechselausstellungen steht häufig leer, weil es an Mitteln aus dem Kulturetat ebenso wie an Sponsorengeldern mangelt. Eine Spende der Hamburger „Dorit & Alexander Otto Stiftung“ in Höhe von 15 Millionen Euro sorgt da zumindest für Licht am Ende des Tunnels. In Anwesenheit des Hamburger Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz (SPD) und der Kultursenatorin Barbara Kisseler (parteilos) verkündeten jetzt die Kunsthallenleitung und der Spender Alexander Otto auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz, dass diese Summe der Hamburger Kunsthalle in Form von Planungs- und Bauleistungen zur Verfügung gestellt werden soll.


Konkret geht es dabei um eine Zentralisierung der Eingangsbereiche, eine Verlagerung und Neuorganisation der Shops und Buchhandlungen, eine klarere Besucherführung und diverse technische Verbesserungen in den Ausstellungsbereichen. Zudem soll, für die meisten Besucher unsichtbar, hinter der Kunsthalle ein vierstöckiges Gebäude entstehen, in dem Depots, Restaurierungswerkstätten und zusätzliche Räume für die Mitarbeiter entstehen werden. Für die Depotsanierung stellt der Hamburger Senat zusätzliche Mittel in Höhe von vier Millionen Euro zur Verfügung. „Es erfüllen sich Träume, die wir schon lange gehegt haben“, freut sich Hubertus Gaßner, der Direktor der Hamburger Kunsthalle, über den unverhofften Geldsegen und sieht in der Spende „ein freudiges Ereignis, dass die Hamburger Kunsthalle verändern und für die Besucher noch attraktiver machen wird.“

Der Stifter Alexander Otto, als Betreiber der Einkaufscenter Entwicklungsgesellschaft ECE mit über 180 Einkaufszentren europaweit Branchenführer, bekannte: „Ich bin von Kindesbeinen an großer Fan der Kunsthalle gewesen.“ Besonderes Interesse habe er an den alten Niederländern. Zu seiner Motivation, der Kunsthalle mit einer großzügigen Spende unter die Arme zu greifen sagte er, die Präsentation der Kunstwerke werde seiner Meinung nach der Qualität der Sammlung nicht mehr gerecht. Außerdem gebe es keinen zentralen Versammlungsraum für Eröffnungen und Vorträge. Man strebe an, die Hamburger Kunsthalle, was die Besucherzahlen betrifft, in Zukunft unter den Top Five der deutschen Museen zu positionieren.

Umgesetzt werden die Bauvorhaben von firmeneigenen Architekten des nicht eben für richtungweisende Avantgardearchitektur bekannten ECE-Konzerns. Mit offensichtlicher Genugtuung betonte auch Stefan Brandt, der Geschäftsführer der Kunsthalle, für den Umbau zur „Kunsthalle 3.1“ sei weder ein „Stararchitekt“ verpflichtet worden noch handele es sich um ein „Prestigeprojekt“. Aussagen, die verwundern, ist man doch andernorts bemüht, Museumserweiterungen in Form offener Ideenwettbewerbe zu planen und sich mit international anerkannten Architekten zu schmücken. Offenbar ganz vom Tisch ist auch die Einrichtung eines Zentraldepots aller großen Hamburger Museen, wie noch 2009 in einem von der Hamburger Kulturbehörde in Auftrag gegebenen Gutachten empfohlen. Die jetzt versprochenen vier Millionen aus Mitteln der Senatskanzlei können angesichts früherer Planungen nur als kleine Lösung durchgehen.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf den 1869 errichteten Gründerbau der Kunsthalle vis-à-vis der von Oswald Mathias Ungers 1997 errichteten Galerie der Gegenwart. Der historische Eingang des Gründungsbaus der Kunsthalle soll reaktiviert, die Kleinteiligkeit der in diesem Trakt vorhandenen Räume zu Gunsten eines großzügigen Foyers mit offenen Blickachsen aufgegeben werden. Zudem ist ein Veranstaltungsraum für bis zu 350 Personen geplant, den die Kunsthalle, angesichts der Tatsache, dass große Eröffnungen oder Künstlergespräche zur Zeit im Treppenhaus des so genannten Lichtwark-Baus stattfinden müssen, dringend benötigt. Die Besucher werden in Zukunft von einem historischen Prunktreppenhaus empfangen, das sie direkt in die Sammlungen der Alten Meister und des 19. Jahrhunderts geleitet. Sollte im Zuge dieser Umbaumaßnahmen, die im Herbst 2014 begonnen und bereits Ende 2015 beendet sein sollen, die Galerie der Gegenwart ihren bisher gut frequentierten separaten Eingang verlieren, so hätte man gerade der Präsentation und Akzeptanz zeitgenössischer Kunst mit dieser teils dringend nötigen teils aber eher rückwärtsgewandt wirkenden Umbaumaßnahme einen Bärendienst erwiesen.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



10.08.2013

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Blick auf Galerie der Gegenwart und den Gründungsbau der
 Hamburger Kunsthalle
Blick auf Galerie der Gegenwart und den Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle







Das Treppenhaus im Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle

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Blick auf Galerie der Gegenwart und den Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle

Blick auf Galerie der Gegenwart und den Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle




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