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Das Künstlerkleid in Krefeld

Frances MacDonald MacNair, Spring, 1900/05

Das Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld thematisiert in seiner aktuellen Schau „Auf Freiheit zugeschnitten“ das Künstlerkleid der Moderne. Im August 1900 präsentierte das Haus erstmals in Deutschland eine Ausstellung zum Reformkleid. 118 Jahre später soll der damals neue Stil mit seinen Wechselbeziehungen zwischen Kunst, Mode, Fotografie und Tanz im Kontext der Reformbewegung zwischen 1900 und 1914 vorgestellt werden. Wichtige Begriffe in Verbindung mit diesem Kleidungsstück sind Ornament und Befreiung. Sie definierten nicht nur das damalige Frauenbild, sondern waren auch in neuen künstlerischen Disziplinen und einem veränderten Verständnis von Kunst entscheidend. Der Blick der Kuratorinnen Magdalena Holzhey und Ina Ewers-Schultz geht über Deutschland hinaus nach Belgien, Holland, Wien und Paris ebenso wie nach England und Glasgow. Fotografien, Bilder, Aquarelle und historische Kleidungsstücke geben Einsicht in die Materie. Neben bekannten Protagonisten, etwa Isadora Duncan und Wassily Kandinsky, entdeckt die Schau Künstlerinnen wie Vanessa Bell, Mela Köhler, Else Oppler, Mileva Roller oder Emmy Schoch wieder.

Das Bild der Frau bewegte sich damals zwischen dekorativem Objekt sowie schöpferischer Künstlerin und selbstständiger Unternehmerin. Die Reform der Frauenkleidung und -kultur fand zunächst in den USA und England statt, bevor sie nach Mitteleuropa kam. Ein zentraler Punkt war das Korsett. Anstelle seiner Einengung gewann die bequeme und gesunde Damenmode an Bedeutung. Hinzu kam die Forderung nach einer ästhetisch anspruchsvollen Gestaltung durch Künstler, wie Alfred Mohrbutter und Margarete von Brauchitsch. Ewers-Schultz und Holzhey erläutern: „Das Künstlerkleid in all seinen unterschiedlichen Ausprägungen wird so vor dem Ersten Weltkrieg zu einem Kristallisationspunkt für die umfassenden europäischen Erneuerungsbewegungen. Die Künstler als Entwerfer und das Kleid als Kunstwerk: diese Ideen führen jahrhundertealte Wertesysteme und Rollendefinitionen ad absurdum und bedeuten einen radikalen Akt von Kunst- und Gesellschaftskritik.“

Das Künstlerkleid war nun Teil des Gesamtkunstwerks aus Architektur, Einrichtung und Ausstattung: Das Aussehen des neuen Auftritts orientierte sich sowohl am Raum wie auch an der Individualität seiner Trägerin. Im Jugendstil-Aquarell „Spring“ der Schottin Frances MacDonald MacNair aus den Jahren 1900/05 zeigen sich die zwei spiegelsymmetrischen Frauen in ihren lockeren schlichten Gewändern mit schwingenden Linien und Blattwerk eher ornamental. Sonia Delaunay hat die für ihre Malerei charakteristische geometrische Abstraktion auch auf das fließende Patchwork-Gewand „Simultankleid“ von 1913 mit seinen bunten Polygonen in diversen Stoffen übertragen.

Die Ausstellung „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“ ist bis zum 24. Februar 2019 zu sehen. Das Kaiser Wilhelm Museum hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt an Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag und Silvester geschlossen. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3 Euro. Der begleitende Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet im Museum 35 Euro.

Kaiser Wilhelm Museum
Joseph Beuys-Platz 1
D-47798 Krefeld

Telefon: +49 (0)2151 – 975 580
Telefax: +49 (0)2151 – 975 582 22

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


12.10.2018, Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft

Bei:


Kunstmuseen Krefeld

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Frances MacDonald MacNair, Spring, 1900/05
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in
 der Ausstellung „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“
in der Ausstellung „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“

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 der Ausstellung „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“
in der Ausstellung „Auf Freiheit zugeschnitten. Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft“

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Sonia Delaunay, Simultankleid (Robe simultanée), 1913
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Julius Klinger,
 Das Weib im modernen Ornament. Ein Vorlagenwerk für alle Gebiete des Kunstgewerbes, 1902
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Martha Vogeler vor dem Barkenhoff in Worpswede, um 1908/10
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