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Kandidaten für den Preis der Nationalgalerie in Berlin

Pauline Curnier Jardin, Simon Fujiwara, Flaka Haliti und Katja Novitskova stehen seit dem Wochenende im Mittelpunkt einer Ausstellung des Berliner Museums für Gegenwart im Hamburger Bahnhof. Die zwischen 1980 und 1984 geborenen Künstler wurden im März für den Preis der Nationalgalerie 2019 nominiert. Nun haben sie Gelegenheit, ihre Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der von einer neu berufenen Jury erkorene Gewinner des Preises wird am 12. September bekanntgegeben. Gerichtet ist der seit 2000 in der Regel alle zwei Jahre vergebene Preis an Künstler unter vierzig Jahren, die in Deutschland leben und arbeiten.

Im Werk von Pauline Curnier Jardin verbinden sich visuelle und narrative Elemente des Theaters und des Erzählkinos zu einem großen Bühnenraum. Darin thematisiert sie geschichtliche, religiöse und kulturelle Traditionen und Mythologien sowie Genderfragen aus der Warte eines „prekären Feminismus“. Der gebürtige Brite Simon Fujiwara überzeugte die Jury insbesondere durch den in seinem Performance, Malerei, Video, Skulptur und Installationen umfassenden Werk „formulierten Kommentar zur Situation des Menschen im 21. Jahrhundert“. Er erforsche „das Reich zwischen Einfühlung und Abschottung, zwischen Ver- und Entkörperung, zwischen dem Etablierten und dem Brüchigen. In dieser undefinierten, fluiden Zone verankert er die Macht des Individuums in einer zunehmend kapitalisierten und globalisierten Welt“.

Das Alter Ego „Joe“ begleitet seit 2015 die aus Pristina stammende Künstlerin Flaka Haliti, die sie aus Materialien aufgegebener KFOR-Feldlager im Kosovo erstellt hat. Für die Ausstellung setzt sie ihre beiden Werkserien „Its urgency got lost in reverse (while being in constant delay)“ und „Is it you, Joe?“ fort. Die Estin Katja Novitskova gilt als eine Pionierin der sogenannten „Post-Internet Art“. Ihr Schaffen befasst sich mit der Frage nach der Zukunft des Organischen als Bestandteil technologischer Prozesse. Die Auszeichnung mit dem Preis der Nationalgalerie besteht in einer durch eine Publikation begleiteten Einzelausstellung in einem der Häuser der Nationalgalerie im Laufe des Jahres 2020.

Die Ausstellung „Preis der Nationalgalerie 2019“ läuft bis zum 16. Februar 2020. Der Hamburger Bahnhof hat dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er kostenfrei.

Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50/51
D-10557 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 39 78 34 39
Telefax: +49 (0)30 – 39 78 34 13

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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