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Senga Nengudi in München

Senga Nengudi, Performance Piece, 1977

Die Städtische Galerie im Lenbachhaus widmet sich aktuell in der Überblicksausstellung „Topologien“ den Arbeiten von Senga Nengudi und präsentiert dabei auch die Neuerwerbungen der Öffentlichkeit, die mit Hilfe der Sammlung KiCo angekauft werden konnten: Senga Nengudis Skulptur „R.S.V.P. Reverie ‚D‘“ von 2014 sowie das Fototriptychon „Performance Piece“ und die Fotoreihe „Ceremony for Freeway Fets“, die beide 1978 entstanden. Seit mehr als 40 Jahren entwickelt die Amerikanerin ein Œuvre, das sich zwischen Skulptur, Performance und Tanz bewegt. Seit den 1960er Jahren gehört die 1943 in Chicago als Sue Irons geborene Künstlerin zur afroamerikanischen Avantgarde in New York und Los Angeles.

Senga Nengudi, die seit 1988 in Colorado Springs lebt und seit 1991 an der dortigen Universität unterrichtet, lebte fast 40 Jahre lang in Los Angeles. Die Stadt zählte in den 1960er und 1970er Jahren zur Wahlheimat der afroamerikanischen künstlerischen Avantgarde. Nengudis abstrakten Skulpturen verbinden etwa gefundene Objekte und Nylonstrümpfe mit natürlichen Mineralien wie Sand und Stein. Nengudi bezeichnet diese Arbeiten, deren Formen an Körper erinnern, auch als „stationäre Performances“. Der Titel der Werkreihe „R.S.V.P.“ ist eine Abkürzung für „Répondez, s’il vous plaît“, zu Deutsch „Um Antwort wird gebeten“. Hier kombiniert sie Skulpturen mit tänzerischen Darbietungen. Die Arbeit „R.S.V.P. Reverie ‚D‘“ von 2014 ist ein neueres Beispiel dieser Serie. Das Fototriptychon „Performance Piece“ von 1978 zeigt, wie sich Nengudis lebenslange künstlerische Mitstreiterin Maren Hassinger in einer R.S.V.P-Skulptur verstrickt. Hier will Nengudi symbolisch deutlich machen, wie Frauen durch gesellschaftliche Geschlechterrollen vielfältig eingeschränkt werden.

In den 1970er Jahren gründete Senga Nengudi mit befreundeten Künstlern, Musikern und Filmemachern die Gruppe „Studio Z“, zu der auch Hassinger und David Hammons gehörten. Das Kollektiv afroamerikanischer Künstler zeichnete sich durch sein experimentelles und improvisierendes Arbeiten aus. So fanden die Mitglieder etwa zu spontanen Performances zusammen und unterstützten einander zu einer Zeit, in der afroamerikanische Künstler vom Kunstbetrieb diskriminiert und weitgehend ausgeschlossen wurden. Im Frühjahr 1978 fand mit Mitgliedern des Studio Z die Performance „Ceremony for Freeway Fets“ statt. Hier schlug Nengudi einen Bogen vom westafrikanischen Tanz über japanische Theatertraditionen bis hin zum Free Jazz. Die musikalische und tänzerische Improvisation war als Ritual zur Versöhnung der Geschlechter gedacht. Nengudis Nylonskulpturen kamen dabei als Masken, Kopfschmuck und Bühnenbild zum Einsatz. Die elfteilige Fotodokumentation dieser Performance, die sich unter einer Autobahnbrücke in Los Angeles abspielte, sei grundlegend für das Verständnis der eklektischen Praxis der Künstlerin, so die Kuratoren Stephanie Weber und Anna Straetmans.

Senga Nengudi studierte bis 1967 Kunst und Tanz an der California State University in Los Angeles, absolvierte ein Jahr an der Waseda-Universität in Tokio und beendete ihr Masterstudium in Los Angeles. Ihre Arbeiten waren unter anderem 2017 bei der 57. Biennale in Venedig, im Museum of Contemporary Art in Denver und der Tate Modern in London zu sehen.

Die Ausstellung „Senga Nengudi. Topologien“ läuft bis zum 19. Januar 2020. Das Lenbachhaus hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, dienstags zusätzlich bis 20 Uhr und an Silvester bis 15 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt am 24. Dezember geschlossen. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos.

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
D-80333 München

Telefon: +49 (0)89 – 233 320 00
Telefax: +49 (0)89 – 233 320 03


18.09.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


17.09.2019, Senga Nengudi. Topologien

Bei:


Lenbachhaus München

Kunstsparte:


Aktionskunst und Performance

Kunstsparte:


Skulptur

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Senga Nengudi, Performance Piece, 1977
Senga Nengudi, Performance Piece, 1977

Variabilder:

Senga Nengudi, Performance with Inside/Outside, 1977
Senga Nengudi, Performance with Inside/Outside, 1977

Variabilder:

Senga Nengudi, Inside/Outside, 1977
Senga Nengudi, Inside/Outside, 1977








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