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Johann Heinrich Köhler im Grünen Gewölbe

Johann Heinrich Köhler, Altarkreuz, Dresden 1736

Nach dem Diebstahl im Historischen Grüne Gewölbe vor zehn Tagen gehen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in der neuen Abteilung langsam wieder zum Alltag über. Heute eröffnen sie im Residenzschloss eine Schau zum Schaffen des Hofjuweliers Johann Heinrich Köhler. Anlass ist der 350. Geburtstag des Gold- und Silberschmieds. Der 1669 im thüringischen Bad Langensalza geborene Köhler zog in den 1690er Jahren nach Dresden, wo er sich neben Johann Melchior Dinglinger behaupten konnte und 1718 schließlich von August dem Starken zum Hofjuwelier ernannt wurde. Als solcher wurden ihm unterschiedliche Aufträge erteilt. Sein Schaffen umfasst neben exquisiten Perlfiguren, pretiösen Fassungen von Elfenbeinfiguren auch die Bearbeitung von Juwelengarnituren. Aber vor allem was Prunkuhren anbelangt, lieferte Köhler dem Kurfürsten erstklassige Arbeiten.

Im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes präsentieren die Kuratorinnen Ulrike Weinhold und Susanne Thürigen eine Auswahl von 23 Werken Köhlers. Ein besonderer Höhepunkt der Schau ist ein großes Altarkreuz, das der Juwelier kurz vor seinem Tod 1736 seiner Taufkirche stiftete. Der üppige Besatz des als Sockel dienenden Berges Golgatha mit rund 350 Edel- und Glassteinen war bereits damals einzigartig. Im Rahmen eines Forschungsprojektes in Kooperation mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Hochschule für Bildende Künste Dresden wurde der Steinbesatz naturwissenschaftlichen Analysen unterzogen. Diese Ergebnisse werden nun ebenfalls in der Ausstellung gezeigt. Köhler war außerdem bei der Einrichtung des Grünen Gewölbes als barocke Schatzkammer beteiligt. Er setzt Objekte instand, taxierte Kunstwerke und begleitete sie auf Transportfahrten. Spuren seiner restauratorischen Eingriffe lassen sich noch heute nachweisen, so wurde etwa der „Nautiluspokal mit Korallenzinken“ 1724 von ihm neu gefasst.

Die Ausstellung „Der Dresdner Hofjuwelier Johann Heinrich Köhler – Dinglingers schärfster Konkurrent“ läuft vom 4. Dezember bis zum 2. März 2020. Das Neue Grüne Gewölbe hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahre ist er frei. Begleitend zur Sonderausstellung erscheint im Sandstein Verlag ein Werkverzeichnis zu Johann Heinrich Köhler, das im Buchhandel für 29 Euro kostet.

Neues Grünes Gewölbe – Sponsel-Raum – Residenzschloss
Taschenberg 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 491 42 11
Telefax: +49 (0)351 – 491 42 22

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


04.12.2019, Der Dresdner Hofjuwelier Johann Heinrich Köhler - Dinglingers schärfster Konkurrent

Bei:


Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Kunstsparte:


Edelsteine

Kunstsparte:


Silber

Kunstsparte:


Kunstkammerobjekte

Stilrichtung:


Barock

Variabilder:

Johann Heinrich Köhler, Nautiluspokal mit Korallenzinken, Dresden
 1724
Johann Heinrich Köhler, Nautiluspokal mit Korallenzinken, Dresden 1724

Variabilder:

Johann Heinrich Köhler, Hubertusuhr, Dresden um 1720/27
Johann Heinrich Köhler, Hubertusuhr, Dresden um 1720/27

Variabilder:

Johann Heinrich Köhler, Altarkreuz, Dresden 1736
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