Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 02.12.2020 116. Auktion: Fotografie des 19. – 21. Jahrhunderts - Sonderkatalog Werke aus der Sammlung Wilmar Koenig

© Galerie Bassenge Berlin

Anzeige

ohne Titel / Günther Uecker

ohne Titel / Günther Uecker
© Galerie Luther


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Manfred Schneckenburger gestorben

Der Kunsthistoriker und Kurator Manfred Schneckenburger ist tot. Der zweimalige Documenta-Leiter starb am Montag mit 81 Jahren in Köln. Nach seinem Studium der Germanistik, Geschichte, Kunstgeschichte und Ethnologie in München und Tübingen war der 1938 geborene Stuttgarter zunächst als Lehrer am Gymnasium tätig. Zeitgleich arbeitete er an seiner Dissertation und wurde 1969 über die Geschichte und künstlerische Bedeutung des Bildformats vom Mittelalter bis zum Rokoko in Tübingen promoviert. Dann absolvierte er an der Staatsgalerie Stuttgart ein Volontariat und schrieb Kunst- und Theaterkritiken. Erstmals trat Schneckenburger im großen Rahmen hervor, als er 1972 mit der Ausstellung „Weltkulturen und moderne Kunst – Die Begegnung der europäischen Kunst und Musik im 19. und 20. Jahrhundert mit Asien, Afrika, Ozeanien, Afro- und Indo-Amerika“ zu den Olympischen Spielen in München auf sich aufmerksam machte. Danach war er dann für zwei Jahre Direktor der Kunsthalle Köln.

1974 wurde Manfred Schneckenburger dann zum Leiter der drei Jahre später stattfindenden Documenta berufen. Hier präsentierte er erstmals umfangreich die neuen Medien Film und Fotografie. Umstritten war die Teilnahme von sechs „offiziellen“ Künstlern der DDR: Willi Sitte, Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke vertraten in einer gesonderten Abteilung die ostdeutsche Malerei, die Bildhauer Jo Jastram und Fritz Cremer die Bildhauerei der DDR. Die Funktion des Documenta-Leiters nahm Schneckenburger ein weiteres Mal für die Weltkunstausstellung im Jahr 1987 wahr, die mit fast 500.000 Besuchern zu einem kulturellen Großereignis avancierte. Damit war Schneckenburger neben Documenta-Gründer Arnold Bode der einzige Kurator, der die international bedeutende Kunstschau mehrmals verantwortete.

Von 1978 bis 1981 lehrte Manfred Schneckenburger an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitete als freier Ausstellungsmacher und Autor. Von 1987 bis 1989 übernahm er die Documenta-Professur an der Gesamthochschule Kassel und wechselte 1991 als Professor für Kunst und Öffentlichkeit an die Kunstakademie Münster, die er von 1995 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2004 als Rektor führte. Auch im Ruhestand war er umtriebig und kuratierte von 2007 bis 2013 die Projektions-Biennale „Lichtsicht“ in Bad Rothenfelde bei Osnabrück. Als Publizist war Schneckenburger an Standardwerken der zeitgenössischen Kunst wie der zweibändigen Ausgabe „Kunst des 20. Jahrhunderts“ beteiligt, veröffentlichte zahlreiche Ausstellungskataloge oder die Bücher „Documenta. Idee und Institution“ und „Aushäusig. Kunst für öffentliche Räume“. 2004 wurde er für seine Leistungen auf dem kulturellen Gebiet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. 2015 nahm Schneckenburger mit den übrigen bisherigen Documenta-Leitern den Hessischen Kulturpreis entgegen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst








News von heute

Neuer Rekord für Renaissance-Meister Salaì

Neuer Rekord für Renaissance-Meister Salaì

News vom 24.11.2020

Trauer um Robert Hammerstiel

Trauer um Robert Hammerstiel

Buddhistische Welten in Basel

Buddhistische Welten in Basel

Gefälschte Documenta-Einladungen

Gefälschte Documenta-Einladungen

Altenbourg-Preis für Ruth Wolf-Rehfeldt

Altenbourg-Preis für Ruth Wolf-Rehfeldt

News vom 23.11.2020

Markus Weggenmann in Appenzell

Markus Weggenmann in Appenzell

Gmoser-Preis für Rosa Hausleithner

Gmoser-Preis für Rosa Hausleithner

Kunsthaus Dresden und Ostrale in Robotron-Kantine

Kunsthaus Dresden und Ostrale in Robotron-Kantine

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Ernst Hilger - Wien - Sophie Esslinger, Ohne Titel, 2019

DIE SICHTBARE WAHRHEIT - Eine Ausstellung der Klasse Jan Svenungsson, Universität für angewandte Kunst Wien
Galerie Ernst Hilger - Wien

Kunstauktionshaus Schlosser GmbH & Co. - Herbstauktion A84

84. Kunst- und Antiquitätenauktion im Kunstauktionshaus Schlosser
Kunstauktionshaus Schlosser GmbH & Co.

Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf - BEDEUTENDE UND MONUMENTALE IKONE MIT DEM JÜNGSTEN GERICHT  Russland, 18. Jh.  Monumentales, aus mehreren Teilen zusammengefügtes Laubholzbrett mit zwei paralle

Nachbericht: 105. Auktion - Der Triumph der endzeitlichen Dramatik
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf





Copyright © '99-'2020
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce