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Saarbrücken holt Man Ray zurück nach Europa

Man Ray, Mannequin. Adieu Foulard, 1938

Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums widmet sich ab morgen in einer Ausstellung mit dem Titel „Zurück in Europa“ dem aus Amerika stammenden Künstler Man Ray. Anhand von etwa 60 Arbeiten rückt Kurator Roland Augustin die weitgehend vergessenen Ausstellungsbeteiligungen des Künstlers in Saarbrücken von 1951 bis 1954 in den Mittelpunkt. Die Schau untersucht, welche Rolle diese Aktivitäten für Man Rays Werk und dessen Rezeption gespielt haben. Der 1890 in Philadelphia geborene Künstler hatte seit 1920 in Paris gelebt, musste dann aber aufgrund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten für knapp ein Jahrzehnt unfreiwillig in seine Heimat zurückkehren.

Man Ray hielt sich anschließend ab 1952 in Saarbrücken auf, um eine Ausstellung über den Surrealismus zu betreuen. Von 1951 bis 1954 nahm er an den beiden ersten legendären Ausstellungen Otto Steinerts mit dem Titel „subjektive fotografie“ teil. „Man Ray - zurück in Europa“ präsentiert die Spuren dieser Beziehung zu Saarbrücken. Darüber hinaus werden einige zentrale Werke von Man Ray gezeigt, die die wichtigsten Aspekte seiner künstlerischen Leistung hervorheben: Fotografien, Objekte und Filme, darunter seine weltbekannten Aktaufnahmen, Solarisationen und Rayographien. Man Ray zählt zu den bedeutendsten Protagonisten des Surrealismus und Dadaismus. Er hat entscheidend zur Entwicklung von Fotografie und Film sowie deren Akzeptanz in der Kunst beigetragen. Man Ray starb 1976 in seiner Wahlheimat Paris.

Die Ausstellung „Man Ray – zurück in Europa“ läuft vom 7. Dezember bis zum 8. März 2020. Die Moderne Galerie des Saarlandmuseums hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt am 24. und 25. Dezember. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos. Ein Katalog ist im Museum für 24,90 Euro erhältlich.

Saarlandmuseum – Moderne Galerie
Bismarckstraße 11-15
D-66111 Saarbrücken

Telefon: +49 (0)681 – 99 64 0
Telefax: +49 (0)681 – 99 64 288

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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