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Olafur Eliasson in Zürich

Das Kunsthaus Zürich widmet sich seit dem Wochenende in der Schau „Symbiotic seeing“ dem Schaffen Olafur Eliassons. Im Zentrum steht eine raumfassende Installation; ihr Thema ist „das Verhältnis und Zusammenspiel von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren auf der Erde“, so die Kuratorin Mirjam Varadinis. Hinzu kommen aktuelle Skulpturen und Lichtarbeiten des 1967 in Kopenhagen geborenen Dänen mit isländischen Wurzeln.

Die Ausstellung, die sich unter anderem mit Koexistenz und Symbiose auseinandersetzt, zielt auf einen Perspektivenwechsel: Olafur Eliasson will nicht nur zur Reflexion über den Klimawandel als Folge menschlichen Handelns anregen, sondern auch die Position des Menschen als Teil eines größeren Systems verstehen. Er hinterfragt das Verhältnis und die Hierarchie von Mensch und anderen Spezies kritisch und schafft Raum für andere Formen des Zusammenlebens. Laut Varadinis übersetzte er „diese theoretischen Überlegungen in räumliche Situationen, die die Menschen nicht nur rational ansprechen, sondern auch emotional berühren und körperlich bewegen“. Etwas Symbiotisches besitzen auch seine Skulpturen. So erinnert eine Arbeit an eine Weihnachtsbaum-Rakete aus diversen goldenen Plättchen, eine andere mutiert zwischen Beleuchtungsturm und offener sternenförmiger Skulptur.

In der Installation „Symbiotic seeing“ bilden sich Strudel, Strömungen und Wirbel über den Köpfen der Besucher, da der Nebel auf die Körperwärme und Bewegungen der darunter stehenden Menschen reagiert. Begleitet wird die Installation mit einer eigens dafür komponierten Klangwelt von Hildur Guðnadóttir, die von einem Roboterarm live auf einem Cello gespielt wird. Damit verweist Eliasson auf die künstliche Intelligenz und die Kreation von nicht-organischen Stellvertretern des Menschen, die als weitere Akteure die Zukunft prägen werden.

Olafur Eliasson ist ein sozial und ökologisch engagierter Künstler, der im Dialog mit Politikern und nichtstaatlichen Organisationen steht. Die UN ernannte ihn im September 2019 zum Botschafter für den Klimaschutz. Eliassons raumfüllende Werke wollen beim Betrachter die Reflexion über sich selbst und die Welt anregen. Der Künstler arbeitet seit Mitte der 1990er Jahre aus seinem Studio in Berlin mit einem Team unterschiedlicher Spezialisten, etwa im Bereichen Design, Architektur, Recherche und Multimedia.

Die Ausstellung „Olafur Eliasson: Symbiotic seeing“ läuft bis zum 22. März. Das Kunsthaus Zürich hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 23 Franken, ermäßigt 18 Franken; bis 16 Jahre ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Museum 39 Franken.

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH-8001 Zürich
Telefon: +41 (0)44 – 253 84 84

Telefax: +41 (0)44 – 253 84 33

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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17.01.2020, Olafur Eliasson - Symbiotic seeing

Bei:


Kunsthaus Zürich

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Zeitgenössische Kunst

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