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Baum-Künstler Ben Wagin gestorben

Ben Wagin mit anderen Künstlern vor dem „Weltbaum I“ in Berlin

Der Berliner Aktionskünstler Ben Wagin ist tot. Wie der von ihm gegründete Verein „Die Baumpaten“ heute mitteilte, ist der Bildhauer, Umweltaktivist und Theatermacher am Mittwoch im Alter von 91 Jahren gestorben. „Mit Ben Wagin verlieren wir einen bedeutenden Repräsentanten der Kultur- und Kunstszene unserer Stadt“, zeigte sich Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller vom Tod des Künstlers betroffen. „Ben Wagin, seit mehr als 60 Jahren Berliner, war vieles: Bildhauer, Zeichner, Gestalter, Autor und Gründer der Künstlergruppe „die Baumpaten“. Seine Kunst war immer politisch. Das ‚Parlament der Bäume‘ gehört weltweit zu seinen bekanntesten Arbeiten, aber sein Schaffenswerk war viel umfänglicher. Seine Arbeiten erwuchsen immer aus seinem Verantwortungsbewusstsein für unsere Stadt und ihr demokratisches Gemeinwesen.“

„Menschen wie er würden gebraucht“, so Müller weiter, „Personen, die Politik, Natur und Kunst zusammendenken und die niemals müde werden, sich einzumischen, Stellung zu beziehen und manchmal auch unbequem zu sein.“ Auch Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die Ben Wagin persönlich kannte, würdigte ihn mit einem eigenen Nachruf in der Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ und bezeichnete ihn als „besten Baumpaten“ und „ein wunderbares Vorbild für den Schutz von Natur und Umwelt“. „Mehr als 50.000 vor allem Ginkgo-Bäume hat Ben in Europa gepflanzt. Und mit dem ‚Weltbaum‘ schuf er eines der ersten großen Fassaden-Gemälde Berlins. Seine Werke sind heute ein unverzichtbarer Teil der Stadt“, so Grütters.

Ben Wagin, der 1930 als Bernhard Wargin im polnischen Jastrow zur Welt kam, floh 1945 nach Deutschland und lebte seit 1957 in Berlin. Nach einer Tischlerlehre arbeitete er als Bühnenbildner, studierte an der Hochschule der Künste und war Assistent des Bildhauers Karl Hartung. 1961 beteiligte sich Wagin an einem der ersten künstlerischen Proteste gegen die Mauer, dem Bildhauersymposium, und gründete ein Jahr später die Galerie S, in der er Berliner Künstler präsentierte. 1967 pflanzte Wagin seinen ersten Baum an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Mit diesen Natur und Kunst verbindenden Aktionen, in die er oft Politiker einband, wurde er über Deutschland hinaus bekannt und verstand sie auch als Appelle für Frieden und Versöhnung. „Ich habe ein paar Ritzen mit Leben gefüllt und versucht, die Mauern im Kopf zu begrünen“, hat Ben Wagin einmal über sich und seine Kunst reflektiert.

1975 initiierte er eines der ersten großen Wandbilder Berlins, den „Weltbaum I“, am Bahnhof Tiergarten; zehn Jahre später gestaltete er mit weiteren Künstlern den „Weltbaum II“ am Berliner S-Bahnhof Savignyplatz. 1990 schuf Ben Wagin auf dem ehemaligen Todesstreifen am östlichen Ufer der Spree gegenüber dem Reichstagsgebäude den Gedenkort „Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt“ und erinnerte mit ihm an die Todesopfer der Berliner Mauern. Dazu arrangierte er Gedenksteine, Bilder, Plakate und Teile der Grenzsicherungsanlagen, pflanzte Bäume und Blumen, während andere Künstler die Ausstellungsstücke bearbeiteten. Seit 2017 steht der Gedenkort unter Denkmalschutz. Für sein Engagement erhielt Ben Wagin 1985 das Bundesverdienstkreuz, 2010 den Verdienstorden des Landes Berlin. Er sei ein Berliner Original im besten Sinne gewesen, ohne dessen Wirken unsere Stadt ärmer gewesen wäre, sagte Michael Müller. „Ben Wagin, die Begegnungen und Gespräche mit ihm und die Besuche in seiner Künstlerwerkstatt werden uns fehlen.“

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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