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Gegenentwurf zur DDR-Realität: Erfurter Künstlerinnen in Berlin

Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst in Berlin widmet sich aktuell der Künstlerinnengruppe Erfurt. Das von Gabriele Stötzer gegründete Kollektiv prägte die Kunstszene der DDR und nach der Wende in den Jahren 1984 bis 1994. Die Akteurinnen, darunter Claudia Morca Bogenhardt, Tely Büchner, Gabriele Göbel, Ina Heyner, Bettina Neumann und Harriet Wollert, lehnten sich mit Super-8-Filmen, Fotografien, Mode-Objekt-Shows, Manifesten und Soundexperimenten gegen die totalitäre Gesellschaft und Politik der DDR auf und kämpften für weibliche Selbstbestimmung, Gendergerechtigkeit und künstlerische Freiheit. Die „solidarische, kreative und politisch angstfreie künstlerische Umsetzung ihrer Ideen, Ängste und Wünsche“ blieben bis heute hochaktuell, so das Kuratorinnenteam um Susanne Altmann, Kata Krasznahorkai, Christin Müller, Franziska Schmidt und Sonia Voss.

Die Schau mit dem Titel „Hosen haben Röcke an“ nähert sich der Gruppe anhand von Werken, Archivmaterial und Kostümen aus den bislang unerschlossenen persönlichen Beständen der Künstlerinnen. Die Besucher können unter anderem Monika Andres’ Kostüm aus Zeitungen für „Name, Stadt, Land“ von 1988 oder Verena Kyselkas Antennenkostüm für „Die Nachrichtensprecherin“ von 1989 bewundern. Die Künstlerinnen nutzen diese Outfits, um für ihre Videoarbeiten und Liveauftritte in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Im Zentrum der Schau stehen fünf experimentelle Super-8-Filme, die ab 1986 entstanden. In „Frauenträume“ schildern die Protagonistinnen ihre persönlichen Träume in kurzen, surrealistisch anmutenden Szenen. So thematisiert Monika Andres beispielsweise die Vorstellung einer „dritten Brust“. Mit „Komik Komisch“ wenden sich die Kunstschaffenden 1988 von ihren früheren Thematiken Feminismus, Esoterik sowie sexueller Befreiung ab und nehmen mit ihren Werken Bezug auf die zeitgenössische Politik.

Anders als viele ihrer Kolleginnen blieben die Erfurter Künstlerinnen in Ostdeutschland, wo ihnen dank der evangelischen Kirche in Thüringen auch weiterhin Handlungsräume zur Verfügung standen. Drei Mitglieder der Gruppe waren an der ersten Besetzung der Stasi-Zentrale in Erfurt am 4. Dezember 1989 beteiligt. Die Aktion erhielt große Aufmerksamkeit, da sie ausschließlich von Frauen organisiert worden war. Außerdem zeichnete die Erfurter Künstlerinnengruppe für die Gründung des noch heute bestehenden selbstverwalteten Kunsthauses Erfurt verantwortlich.

Die Ausstellung „Hosen haben Röcke an. Künstlerinnengruppe Erfurt (1984-1994)“ läuft bis zum 30. Januar 2022. Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst hat mittwochs bis montags von 12 bis 18 Uhr sowie freitags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist aktuell nur im 2G-Format möglich und kostenlos. Das Haus hat am 24. und 25. Dezember sowie am 1. Januar geschlossen. Eine Publikation ist derzeit in Vorbereitung und soll zur Finissage erscheinen.

Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
Oranienstraße 25
D-10999 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 616 513 0
Telefax: +49 (0)30 – 616 513 77

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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