Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 21.01.2022 Auktion 139: Moderne und zeitgenössische Kunst - Moderne Photographie

© Jeschke, van Vliet Kunstauktionen

Anzeige

Interieur – Dame im Salon auf Chaiselongue sitzend / Bruno Piglhein

Interieur – Dame im Salon auf Chaiselongue sitzend / Bruno Piglhein
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

ohne Titel / Günther Uecker

ohne Titel / Günther Uecker
© Galerie Luther


Anzeige

Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

zugeschrieben, Pfauenbank / Peacock bench, Ende 19. Jahrhundert / Marcello Andrea Baccetti

zugeschrieben, Pfauenbank / Peacock bench, Ende 19. Jahrhundert / Marcello Andrea Baccetti
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel, 2016 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2016 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Max-Beckmann-Preis für Valie Export

Der Max-Beckmann-Preis 2022 geht an Valie Export

Das Kuratorium der Stadt Frankfurt hat entschieden: Der Max-Beckmann-Preis des Jahres 2022 geht an Valie Export. Die 81jährige österreichische Künstlerin wurde früher für die Radikalität ihrer Fotografien, Skulpturen, Body Performances, Videos, Großinstallationen und Texte kritisiert, heute gilt sie als Ikone des Feminismus und Pionierin der Medienkunst und wurde mit zahlreichen Auszeichnungen überhäuft. Ihr künstlerisches Tun ist im Umfeld des Wiener Aktionismus angesiedelt, wobei ihre Arbeiten sich sowohl ästhetisch, inhaltlich als auch formal von ihm abheben. „Mit den Mitteln einer performativen Avantgarde, die auf soziale Veränderungen zielt, hat sich Valie Export schon früh mit Themen wie Geschlechterrollen, Zuschreibungen von Identität und der Befreiung aus Konventionen beschäftigt. Dabei hat sie Grenzen zwischen Kunsträumen und Alltagswirklichkeit, Abbild und Realität, Theorie und Praxis überschritten, ist ein hohes persönliches Wagnis eingegangen und ebnete den Weg für zahleiche Künstlerinnen, die eine entschieden weibliche Perspektive einnehmen“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Valie Export, geboren am 17. Mai 1940 in Linz als Waltraud Lehner, studierte an der Kunstgewerbeschule in Linz, danach Design in Wien und arbeitete daraufhin zunächst in der Filmbranche als Cutterin und Script Girl. 1967 kreierte sie ihr erstes Kunstobjekt und änderte dafür ihren Namen auf Valie Export, den sie in abgewandelter Form von der Zigarettenmarke Smart Export übernahm. Drei Jahre später wurde sie wegen Verbreitung von Pornografie in Wien festgenommen und fand ihre Stimme in der Welt des künstlerischen Aktionismus. Sie brach gesellschaftliche Tabus, setzte ihren Körper als Waffe ein und suchte nach einem weiblichen Ausdruck sexueller Selbstbestimmung. Wegen dieser Haltung wurde Valie Export 1977 erstmals zur Documenta nach Kassel eingeladen, 2007 dann ein zweites Mal. Mit Maria Lassnig vertrat sie 1980 Österreich auf der Biennale in Venedig.

Eine ihrer bekanntesten Arbeiten ist das „Tapp- und Tastkino“ von 1968. Dafür schnallte sich Valie Export in den Straßen verschiedener Städte einen vorne offenen, mit einem Stoff abgedeckten Pappkarton vor die Brust. Ihr Künstlerkollege Peter Weibel rief mit einem Megafon die Passanten dazu auf, das Kino zu besuchen – sprich, mit den Händen durch den Vorhang zu greifen und Exports Brüste zu bestasten. Damit durchbrach sie bewusst und provokant die weibliche Intimsphäre und stellte gleichzeitig den männlichen Voyeurismus zur Schau. Innovativ und unerschrocken, kompromisslos und spielerisch, formal avanciert und gesellschaftspolitisch wirksam beschreibt die Jury daher ihr Werk. Ihre radikale Ästhetik habe feministische Protestaktionen und Künstlerkolleginnen wie Marina Abramovic oder Cindy Sherman inspiriert und reiche bis in die heutige Kultur- und Pop-Industrie.

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht seit 1978 in der Regel alle drei Jahre den aktuell mit 50.000 Euro dotierten Max-Beckmann-Preis am 12. Februar zu Beckmanns Geburtstag, um an den bedeutenden Vertreter des deutschen Expressionismus zu erinnern. Der Maler hat in den Jahren von 1925 bis 1933 in Frankfurt als Künstler und Lehrer an der Städelschule gearbeitet. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Richard Oelze, Arnulf Rainer, Willem de Kooning, Erwin Heerich und Walter Pichler, Bruce Nauman, Ilya Kabakov, Jacques Herzog und Pierre de Meuron, Harald Szeemann, Maria Lassnig, Richard Hamilton, Barbara Klemm, Otto Piene, Agnès Varda und Cindy Sherman.

Quelle: Kunstmarkt.com/Felice Ernst

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 12

Seiten: 1  •  2

Kunstsparten (4)Stilrichtungen (4)Berichte (2)Variabilder (1)Künstler (1)

Kunstsparte:


Aktionskunst und Performance

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Film und Video

Kunstsparte:


Fotografie

Stilrichtung:


Feministische Kunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Aktionskunst

Bericht:


Mit vollem Körpereinsatz








News vom 17.01.2022

Zum Tod von Ricardo Bofill

Zum Tod von Ricardo Bofill

Das zweite Jahr der Corona-Pandemie: Der Louvre zieht Bilanz

Das zweite Jahr der Corona-Pandemie: Der Louvre zieht Bilanz

Kassels Oberbürgermeister verteidigt Documenta

Kassels Oberbürgermeister verteidigt Documenta

Marcin Zawicki in Wien

Marcin Zawicki in Wien

News vom 14.01.2022

Die Anmut der Pflanzen: Fred Koch in Berlin

Die Anmut der Pflanzen: Fred Koch in Berlin

Max Ernst Stipendium für Ilinca Fechete

Max Ernst Stipendium für Ilinca Fechete

Documenta-Ursprungswerk kehrt nach Kassel zurück

Documenta-Ursprungswerk kehrt nach Kassel zurück

Herbert Achternbusch gestorben

Herbert Achternbusch gestorben

News vom 13.01.2022

Jean-Ulrick Désert gewinnt neuen Wi Di Mimba Wi-Preis

Jean-Ulrick Désert gewinnt neuen Wi Di Mimba Wi-Preis

Corona-Krise: Dresdner Museen öffnen wieder

Corona-Krise: Dresdner Museen öffnen wieder

Trauer um Fotografin Sabine Weiss

Trauer um Fotografin Sabine Weiss

Berlin entdeckt Ruth Hildegard Geyer-Raack

Berlin entdeckt Ruth Hildegard Geyer-Raack

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Klose - Essen - S(e)oul of Korea

S(e)oul of Korea
Galerie Klose - Essen

Galerie Bassenge Berlin - Johann Anton Ramboux, Doppelportrait des Bildhauers Konrad Eberhard mit seinem Bruder Franz, 1822

Erfolgreich: Kunst und Fotografie
Galerie Bassenge Berlin





Copyright © '99-'2022
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce