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Nackte Männlichkeit in Bremen

Hendrick Goltzius, Herkules Farnese, 1592

Die Kunsthalle in Bremen hat sich nun dem männlichen Akt in der Zeichnung und Druckgrafik verschrieben. Die Ausstellung „Manns-Bilder“ versammelt in den beiden Studiensälen des Kupferstichkabinetts eine Bandbreite von über 70 Werken des 15. bis 20. Jahrhunderts aus dem eigenen Bestand, darunter selten gezeigte Schätze. Neben erotischer Renaissancegrafik begegnen dem Publikum mythologische Akte, christliche Themen, Allegorien, Aktstudien und Selbstbildnisse, Badende und Sportler sowie Darstellungen bewegter Körper. Die ausgestellten Blätter stammen von namhaften Kunstschaffenden wie Agostino Carracci, Hendrick Goltzius, Rembrandt, Angelika Kauffmann, Paul Cézanne, Paula Modersohn-Becker, Max Klinger, Renée Sintenis und Max Beckmann. Eine neu entdeckte Zeichnung von Giulio Clovio ist ebenso zu sehen wie eine erstmals ausgestellte Zeichnung von Anton Raphael Mengs.

Ein besonderes Kleinod ist der kleine Kupferstich „Der Tod und das unzüchtige Paar“ von 1529, auf dem sich ein Mann und eine Frau im Beisein des Sensenmannes und eines kleinen Puttos gegenseitig befriedigen. Der Nürnberger Hans Sebald Beham war bekannt für derartige Darstellungen und wurde deswegen sogar kurzzeitig inhaftiert. Das Blatt macht gleichzeitig auch den allegorischen Aspekt des männlichen Aktes deutlich: der nackte Putto steht hier wie die Figur des Todes selbst für die Vergänglichkeit. Singuläre Höhepunkte der Aktdarstellung in der Renaissance sind drei naturgetreue, mehr oder weniger nackte Selbstbildnisse Albrecht Dürers, von denen ein Blatt ein Kriegsverlust und in der Schau nur als Reproduktion zu sehen ist.

Im Kontext der christlichen Kunst versinnbildlichte Nacktheit, die im Mittelalter nur selten vorkam, immaterielle Werte wie Unschuld, Sünde, Leid oder göttliche Schönheit. Daher wurden Märtyrer wie der Heilige Sebastian häufig als Aktfiguren dargestellt. Ausgehend von Italien verbreitete sich ab dem 15. Jahrhundert die akademische Tradition des Aktzeichnens, die lange zur künstlerischen Grundausbildung gehörte. Anatomische Studien, die neue Erkenntnisse zum menschlichen Körper überlieferten, gaben den Künstlern Anhaltspunkte für die Darstellung von Bewegung. So präsentieren die fünf akrobatisch posierenden nackten Männer des Juste de Juste um 1543 nicht nur ihre muskulösen Körper, sondern bezeugen auch die Kunstfertigkeit ihres Schöpfers. Nicht nur bei der Darstellung des nackten Körpers wurde lange zwischen Männern und Frauen streng getrennt, sondern auch im täglichen Leben. So sind auch auf Max Liebermanns Gemälden von Badenden im 20. Jahrhundert nur männliche Akte zu sehen.

Die Ausstellung „Manns-Bilder. Der männliche Akt auf Papier“ lauft vom 6. Juli bis zum 6. November. Die Kunsthalle Bremen hat mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr sowie dienstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Mitglieder des Kunstvereins Bremen erhalten freien Eintritt. Begleitend zur Schau erscheint ein 96seitiger Katalog für 12 Euro.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
D-28195 Bremen
Telefon: +49 (0)421 – 32 90 83 80

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Veranstaltung vom:


06.07.2022, Manns-Bilder. Der männliche Akt auf Papier

Bei:


Kunsthalle Bremen

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Grafik

Kunstsparte:


Arbeiten auf Papier

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Neuere Meister

Stilrichtung:


Alte Meister

Bericht:


Mr. Big ist da








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