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Larry Fink gestorben

Der US-amerikanische Fotograf Larry Fink ist tot. Wie die Robert Mann Gallery bekanntgab, ist der Künstler am vergangenen Samstag im Alter von 82 Jahren gestorben. Der 1941 in New York geborene Fink, der in seinen Aufnahmen ein Bild der amerikanischen Gesellschaft zeichnete, sei ein guter Freund und außerordentlicher Künstler gewesen, so die New Yorker Galerie, die Fink erst seit kurzem vertritt. Es sei ihm gelungen, ungestellte und empathische Fotos von geselligen Treffen zu machen, egal ob es sich um Stars oder einfache Leute handelte. Dabei trat er nicht als Beobachter auf, sondern war Teil der Gruppe, die er in seinen Schwarzweißbildern festhielt.

Larry Fink wurde in eine politisch engagierte Familie aus der Mittelschicht geboren, die sich für Bürgerrechte und Gewerkschaften einsetzte, und bezeichnete sich selbst als „Marxist aus Long Island“. „Das einzige, zu dem ich erzogen wurde, war, nicht in Hierarchien zu denken. Ich hatte kein Klassensystem im Kopf“, so Fink. Daher studierte er zunächst auch an der New School for Social Research in New York City, wo er auf die gebürtige Wiener Fotografin Lisette Model traf und von ihr privat unterrichtet wurde. Seine Mentorin lehrte ihn, Menschen in den Fotos nicht zu bewerten. Weitere Einflüsse nahm Fink auch von Garry Winogrand, Diane Arbus und Robert Frank in sein Schaffen auf.

Fink ist für seine sozialen Studien, vor allem für seine Serie „Social Graces“ aus den 1970er Jahren bekannt, in der er die wohlhabende Gesellschaft aus Manhattan in schicken Clubs und bei gesellschaftlichen Veranstaltungen mit Menschen aus der Arbeiterklasse im ländlichen Pennsylvania bei alltäglichen Ereignissen wie Highschool-Abschlussfeiern und Geburtstagen kontrastierte. Die Serie war 1979 in seiner ersten Einzelausstellung im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen und erschien dann 1984 als Buch. Mehr als ein Dutzend Fotobücher sollten in seiner 60jährigen Karriere folgen. Zudem war Fink bis ins hohe Alter als Auftragsfotograf für die New York Times unterwegs. Seine Arbeiten wurden auch in Magazinen wie Vanity Fair, The New York Times Magazine, W oder GQ Magazine gedruckt.

Berühmte Gesichter interessierten den Star-Fotografen weniger. In seinen Bildern lieferte er sogar manchen lustigen bis sarkastischen Kommentar zu der Welt der Prominenten. So schnitt er auf den Vanity Fair-Partys nach den Oscar-Verleihungen, für die Larry Fink zehn Jahre lang als offizieller Fotograf tätig war, Hugh Hefner und seinen Playboy-Hasen schon einmal die Köpfe ab, und auch Kate Winslet musste verschattet ohne Gesicht auskommen. Zu dem 2011 erschienen dazugehörigen Fotobuch „The Vanities. Hollywood Parties 2000-2009“ verfasste Fink ein amüsantes Vorwort: „Mein Geheimnis ist, dass ich ein Spion war. Eine höhere Macht hatte mich dorthin beordert, um Fotos von Menschen zu machen, die nicht mehr und nicht weniger wichtig oder eingebildet sind als alle anderen. Zu diesem Geheimnis gehört auch, dass ich oft keine Ahnung hatte, wer die Leute waren. Und bei den meisten weiß ich es bis heute nicht! Diese Bilder sind Momentaufnahmen von interaktiven Zeitgenossen, die mehr oder minder zufällig zu Idolen gemacht und von aller Welt beneidet werden. Doch für mich sind es nur Leute.“

Aber nicht nur Porträts und gesellschaftliche Events waren seine Themen. Larry Fink fotografierte auch Mode, die Holzindustrie, Boxkämpfe, die Natur und zuletzt vermehrt ruhige und kontemplative Stillleben, die er um sein Haus im ländlichen Pennsylvania entdeckte. Mehr als 50 Jahre lang unterrichtete er an verschiedenen Institutionen, etwa dem Bard College, der Yale University School of Art, der Cooper Union oder der Parsons School of Design. Seine Lichtbilder waren unter anderem in Whitney Museum in New York, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Musée de la Photographie im belgischen Charleroi und dem Museo de Arte Contemporaneo in Panama City zu sehen. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den Infinity Award for Lifetime vom International Center for Photography in New York, den Lucie Award for Documentary Photography und die Ehrendoktorwürde des College for Creative Studies in Detroit. Ab dem 2. Dezember wird die Galerie Bene Taschen in Köln Larry Fink mit der Ausstellung „Boxing“ würdigen.


Infos: www.larryfinkphotography.com


28.11.2023

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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