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Künstlerinnen der Moderne und ihr Spätwerk

Louise Rösler, Carmina Burana, 1956

Die Städtische Galerie Karlsruhe präsentiert aktuell die Schau „So viel Anfang! Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945“. Das Projekt der Kuratorinnen Sophie Jürgens-Tatje, Ursula Merkel und Stefanie Patruno widmet sich deutschen Künstlerinnen, die bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten schon Erfolge feiern, sich mit ihrem Spätwerk nach dem Zweiten Weltkrieg aber nicht mehr durchsetzen konnten. Exemplarisch erlauben die 15 ausgewählten Künstlerinnen Einblicke in die Kunst der Weimarer Republik und der Nachkriegszeit. Die Kuratorinnen wollen mit den rund 140 Exponaten, Gemälden und Arbeiten auf Papier, dieses unbekannte und bislang unerforschte Kapitel der deutschen Kunstgeschichte dem Besucher näherbringen. Die Schau ist in 15 monografische Räume gegliedert, die das facettenreiche, experimentierfreudige und innovative Schaffen der Künstlerinnen vor Augen führen.

Einen Schwerpunkt der Schau bilden die nach 1945 geschaffenen Werke von Hannah Höch, Grethe Jürgens, Jeanne Mammen, Ida Kerkovius und Louise Rösler, die über Jahrzehnte kontinuierlich und mit großer Konsequenz ihre eigene künstlerische Sprache weiterentwickelt und in der Spätzeit vorwiegend abstrakt gearbeitet haben. Auch das späte Schaffen von Ella Bergmann-Michel, die mit konstruktivistischen Arbeiten internationale Beachtung fand, und von Marie-Louise von Rogister, die sich im Kreis der Informellen profilieren konnte, zählt neben den symbolhaft rätselvollen Zeichnungen von Hanna Nagel, den im schwedischen Exil entstandenen Porträts von Lotte Laserstein, den vom Bauhaus inspirierten „Gemalten Diagrammen“ von Margaret Leiteritz oder den heiter-verspielten Collagen von Alexandra Povorina zu den Entdeckungen der Schau. Mit experimentellen Collagen, abstrahierenden Gemälden, zeitkritischen Zeichnungen und ihrem individuellen, unverwechselbaren Stil hatten Bergmann-Michel, Jürgens, Höch, Kerkovius oder Mammen vor 1933 entscheidend zum Erfolg einer national und international vernetzten Avantgarde beigetragen.

Nach der erzwungenen Zäsur durch die NS-Diktatur und dem Weltkrieg, nach Verfemung und Verfolgung, Unterdrückung und Isolation wandten sich die Künstlerinnen ab 1945 erneut ihrer schöpferischen Arbeit zu. Allerdings konnten sie nur bedingt an ihre erfolgreichen Karrieren in der Zeit der Weimarer Republik anknüpfen. Während ihr Frühwerk vielfach berühmt und in die Kunstgeschichte eingeschrieben ist, blieben ihre späteren Arbeiten weitgehend unbeachtet. Die Schau will dies ändern. Die Werke verdeutlichen die Situation der Nachkriegskunst in Deutschland. Während einige von den Künstlerinnen an ihre expressionistischen oder realistischen Wurzeln anknüpften und in neuen Ausdrucksformen gegenständlich-figurativ arbeiteten, etwa Maria von Heider-Schweinitz in ihrer weiblichen Darstellung „Kassandra“, suchte die Mehrzahl den Anschluss an aktuelle Positionen der internationalen Avantgarde. Sie wandten sich der Abstraktion zu, etwa dem Konstruktivismus und Informel, so Helena Buchholz-Starck in ihrer geometrischen Abstraktion „Unterbrochener Kreis“ von 1971 und Eleonora Rozanek in ihrem schwungvollen „Termit“. Die bekannteste unter den Künstlerinnen ist Gabriele Münter, die aber ungewöhnlich gegenstandslose Werke aus den 1950er Jahren beisteuert.

Die Ausstellung „So viel Anfang! Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945“ läuft bis zum 18. Februar 2024. Die Städtische Galerie Karlsruhe ist mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der begleitende Katalog erscheint Mitte Dezember im Kölner Wienand Verlag.

Städtische Galerie Karlsruhe
Lorenzstraße 27
D-76135 Karlsruhe
Telefon: +49 (0)721 – 133 44 01


28.11.2023

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


25.11.2023, So viel Anfang! - Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945

Bei:


Städtische Galerie Karlsruhe

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