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Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Landshut widmet sich sakraler Kunst des 17. und 18. Jahrhundert

Inszenierung des Heiligen im Barock



Egid Quirin Asam

Egid Quirin Asam

Raffiniert setzt sie sich in Szene und entfacht zugleich ein Feuer der Gefühle – so stellt sich die europäische Barockmalerei bis heute dem Betrachter dar. Was in seiner Doppelgesichtigkeit immer noch die Gemüter bewegt, nehmen die Museen der Stadt Landshut zum Anlass für ihre aktuelle Ausstellung „Mit Kalkül und Leidenschaft. Inszenierungen des Heiligen in der bayerischen Barockmalerei“. Bildwelt, Programme und Schaffensprozess in der altbayrischen Sakralmalerei des 17. und 18. Jahrhunderts beleuchtet die Schau. Rund 100 Gemälde, Zeichnungen und Modelle demonstrieren, wie raffiniert barocke Künstler ihre Szenarien konzipiert, den liturgischen Kontext berücksichtigt und die theologisch-philosophischen Ideen ihrer Zeit aufgegriffen haben. Darunter sind eine Reihe noch nie öffentlich gezeigter Entwurfszeichnungen, detaillierte Konzepte zu Freskenprogrammen und einzigartige dreidimensionale Modelle wie die komplett innen eingerichtete Marienberger Wallfahrtskirche en miniature.



Andreas Wolff, Johann Caspar Sing, die Gebrüder Asam, Johann Baptist Zimmermann und Matthäus Günther setzen die künstlerischen Glanzlichter. Die Maler und Baumeister aus dem Umkreis des Münchner Hofes blieben auch für die lokale Sakralkunst richtungweisend: So schuf Andreas Wolff mehrere Altäre für die Pfarr- und Kollegiatstiftskirche St. Martin, während Johann Baptist Zimmermann für die Bildausstattung von Landshuter Klosterkirchen tätig werden sollte.

Die Präsentation wird zwei Mal gewechselt. Der Schwerpunkt des ersten Teils der Schau liegt auf dem liturgischen Gesamtgefüge des barocken Kirchenbaus. Höhepunkt ist hier das bestens erhaltene Modell der Marienberger Wallfahrtskirche. Als einziges seiner Art weist es auch im Inneren eine komplette Ausstattung auf: Die gesamte geplante Kirchenzier von der Freskierung bis zur Möblierung mit Altären und Kirchengestühl wurde hier in liebevoller Kleinarbeit maßstäblich eingepasst. Gattungsüberschreitend gestaltete sich auch die Inszenierung des Barockaltares im liturgischen Raumgefüge. Ein herausragendes Beispiel stellt das fast anderthalb Meter hohe Altarmodell aus Krems dar, das Bildhauer und Maler in gemeinsamer Arbeit schufen.

Der zweite Abschnitt führt ab dem 27. Januar 2004 in die Strategie barocker Kirchenrauminszenierung ein. Präsentiert werden zum Beispiel die Entwürfe Egid Quirin Asams für die Wallfahrtskirche zum Heiligen Grab in Deggendorf. Erstmals vollständig zu sehen sind die Konzeptblätter zur Freskierung der Benediktinerabteikirche Niederaltaich. Ganz oben auf der Wunschliste der Klostervorsteher stand die bildliche Verherrlichung des eigenen Ordens und seiner Geschichte. Wie einzelne Künstler diese Aufgabe meisterten, zeigen etwa die exquisite Ölskizze Johann Georg Bergmüllers zu den Schutzheiligen der Dießener Klöster oder Johann Baptist Zimmermanns Entwurf für das Hauptfresko der Prämonstratenserabteikirche Freising-Neustift.

Den Schaffensprozess barocker Malerei verdeutlichen ausgesuchte Entwurfszeichnungen und Modelle im dritten Teil der Ausstellung ab dem 23. März 2004. Erstmals präsentiert die Schau die beiden einzig erhaltenen dreidimensionalen Entwurfsmodelle des süddeutschen Raumes: das mit einem Dießener Heiligenhimmel ausgemalte Gipsmodell Matthäus Günthers sowie das Holzmodell für das Kuppelfresko der Nothelferkirche im salzburgischen Lauterbach. Weitere künstlerische Glanzlichter setzen vorzügliche Entwurfszeichnungen von Andreas Wolff sowie die monumentale Ölskizze Johann Jakob Zeillers zum Langhausfresko der ehemaligen Zisterzienser-Abteikirche Fürstenzell.

Ein Kranz von Altarbildern, etwa auch von Landshuter Künstlern wie Franz Josef Geiger und Ignaz Kaufmann, ist während der gesamten Ausstellungsdauer zu sehen. Künstler und Sujets der barocken Altarmalerei sind repräsentativ ausgewählt. Die thematische Spannbreite reicht dabei von traulichen Darstellungen der Geburt Jesu bis zu schaurig-schönen Martyrien.

Die Ausstellung „Mit Kalkül und Leidenschaft. Inszenierungen des Heiligen in der bayerischen Barockmalerei“ ist bis 23. Mai 2004 in der spätgotischen Heiliggeistkirche in der Landshuter Altstadt zu sehen. Sie ist täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung erscheint eine zweibändige Begleitpublikation mit einem Aufsatz- und einem Katalogband von je rund 250 Seiten, die an der Museumskasse 42 Euro kostet. Die Präsentation ist Teil des Jubiläumsprogramms zur 800-Jahr-Feier der Stadt Landshut.

Heiliggeistkirche
Heiliggeistgasse 394
D-84028 Landshut

Kontakt:

Museen der Stadt Landshut

Altstadt 300

DE-84028 Landshut

Telefax:+49 (0871) 92 23 899

Telefon:+49 (0871) 92 23 890



27.12.2003

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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Altarmodell aus
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Johann Caspar Sing
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Andreas Wolff, Enthauptung der Heiligen Barbara
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Altarmodell aus Krems

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Johann Caspar Sing

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Andreas Wolff, Enthauptung der Heiligen Barbara

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Johann Jakob Zeiller, Heiliger Benedikt

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