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Thomas Ruff, Nudes pt21, 2001

Thomas Ruff, Nudes pt21, 2001

C-Print auf Papier unter Plexiglas (Diasec)
96 x 123 cm

Verso signiert, datiert und nummeriert. Eines von 5 Exemplaren. Künstlerrahmen.

Losnummer: 584


Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland

"Die Fotografie täuscht etwas vor. Man sieht alles, was sich vor der Kamera befindet, und doch gibt es da immer noch etwas anderes."(Thomas Ruff) Wann ist das Wirkliche wirklich - und wie nehmen wir es als Solches wahr? Die konsequente, teils auch forsche Untersuchung objektiver und subjektiv erlebter Realität bildet seit Schaffensbeginn den Kern des 1958 geborenen deutschen Fotografen Thomas Ruff. Experimentierfreudig und vielseitig wie kaum ein anderer Emporkömmling der einflussreichen "Becher-Schule", hat Ruff, dessen Arbeiten sich vor allem durch ihren experimentellen Charakter und ihre methodische Heterogenität definieren, den Paradigmenwechsel von der schlichten Dokumentation bis hin zur Fotokunst entscheidend mitgeprägt. Mehr als 35 Jahre nach ersten Aufnahmen der elterlichen Wohnräume beinhaltet das methodisch wie thematisch breit gefächerte Repertoire des ehemaligen Studenten der Düsseldorfer Kunstakademie mittlerweile rund 20 Serien, von statischen Gebäudemotiven bis hin zu Aufnahmen von Himmelskörpern und digital bearbeiteten Fotogrammen. In ein Experiment mit menschlichen Sehgewohntheiten, ja, beinahe ein irritierendes Spiel mit persönlichen Sympathien und Antipathien, wird der Betrachter auch bei den Arbeiten der Nudes Serie verwickelt. Pornographische Fotostills aus dem Internet werden hier vom Künstler mittels digitaler Nachbearbeitung entfremdet und somit entkontextualisiert. Sich in teils abstrakte Farbflächen zersetzende Bildinhalte, Pixelverschiebungen, und künstliche Vergrößerungen fordern das Bewusstsein für das eigene Sehen heraus, und lenken den Fokus somit weg vom typischen, heterosexuell geprägten Blick auf den nackten weiblichen Körper. Der digitalen Bilderflut des World Wide Webs werden schwere, fast anmutige Fixierungen erotisch wirkender Szenen entgegengesetzt. Ruff, in dessen Augen Fotografie nicht weniger ist als "die größte Bewusstseinsmaschine [.]", die auf den Menschen einwirkt, manifestiert mit dieser 2001 entstandenen, mitunter auch im Haus der Kunst ausgestellten Serie einmal mehr seine Rolle als visueller Erforscher grundlegender Fragen nach der Fragilität und Zuverlässigkeit der menschliche Wahrnehmung. In einer Zeit, in der neue mediale Kommunikationskanäle mehr und mehr an Relevanz für politische wie auch gesellschaftliche Interaktion gewinnen, ist die Kernaussage von Ruffs Gesamtwerk somit von ungeminderter und beispielloser Aktualität.


Veranstaltungshinweise:

Am 16.07.2020 Auktion 67: Moderne, Post War & Zeitgenössische Kunst


Schätzpreis: 34.000 - 36.000  EURO

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