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Fred Thieler, U. I/77, 1977

Fred Thieler, U. I/77, 1977

Kunstharzdispersion auf Leinwand. 180 x 130 cm
Unten rechts mit Kreide in Blau signiert "F. Thieler" und datiert, verso auf der Leinwand mit Faserschreiber in Blau nochmals signiert, datiert, betitelt und mit den Maßangaben. Melchior 7/156.

Losnummer: 8334


Eine Explosion in Rot, Blau und Weiß auf dunklem Grund: die klassische Thielersche Palette. Zuerst bearbeitet der Künstler die ungrundierte Leinwand deckend als gesamte Fläche und schafft einen hochdifferenzierten, blau-schwarzen Hintergrund. Im Anschluss erfolgt ein gestischer, teils gespritzter Farbauftrag in Weiß, Rot und Leuchtendblau, der durch verschiedene Farbkonsistenzen eine reliefartige, unterschiedlich deckende Oberflächenstruktur entstehen lässt. Thieler benutzt den Pinsel im Dripping-Verfahren zum Verteilen der Farbe, ohne dass sich Pinsel und Bildträger berühren. Die Linien verdeutlichen in ihrem Verlauf den Fluss bzw. das Gießen der Farben. Es entsteht eine Kombination von gestischen Farbspuren, aufplatzenden Oberflächen und krümeligen Tiefenerhebungen im Raum, ein Spannungsverhältnis zwischen Linie und Farbe. Das leuchtend weiße Bildzentrum ist leicht nach rechts oben aus der Bildmitte herausgesetzt, von hier aus rhythmisiert Thieler die Komposition, ausgehend von innen über die gesamte Fläche hin zum Bildrand. Die Bildkomposition flieht in dynamischen Bewegungen nach außen, aufgefangen von einer doppelten Rahmenkonstruktion: Sowohl das Rot als auch der Hintergrund bilden eine Rechteckform, im Rot wohl ein Anklang an die kurz zuvor entstandenen "In-Bilder" Thielers und im Hintergrund ein der Maltechnik geschuldetes Bildschema, weil Arbeiten, die erst auf dem Tisch lagen, später auf dem Boden weitergemalt wurden und die Spuren von "drippings" in den Bildrändern deren weitere Bearbeitung nötig machte. Die Auseinandersetzung des Künstlers mit Rhythmus und Bewegung als Mittel der Bildsprengung kommt deutlich zum Tragen. "Die bewusst herbeigeführte Ereignishaftigkeit der Bilder ist für Thieler mehr als eine experimentell-sinnliche Lust an der Farbe, am Malprozess - die ungewisse Veränderbarkeit ist Bildthema und Impuls zugleich. Darin offenbart sich Thielers Grundhaltung einer Erkenntnis und Anerkenntnis des steten Wandels des Lebens, der Ungesichertheit der menschlichen Existenz, der momentanen Subjektivität von Erleben und Erfahren" (Jörn Merkert, in: Fred Thieler. Monographie und Werkverzeichnis, Hrsg. A. Firmenich und J. Merkert, Köln 1995, S. 16).

Provenienz: Privatbesitz Rheinland


Veranstaltungshinweise:

Am 02.12.2017 110. Auktion: Moderne Kunst Teil I und II


Schätzpreis: 12.000,-  EURO

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