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Martin Dörbaum


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Zum Künstler


In der Ausstellung „30°N / 120°E" zeigt die Galerie Thomas Zander Arbeiten aus der gleichnamigen neuen Serie von Martin Dörbaum. Beim Ausstellungstitel handelt es sich um die geographischen Koordinaten des Ortes Hangzhou in China, an dem sich der Künstler anlässlich seiner Gastprofessur an der Chinesisch-Deutschen Kunstakademie dieses Jahr für zwei Monate aufgehalten hat. Dörbaum reizt das Entdecken skurriler räumlicher Begebenheiten: Auf seinen Reisen, aber auch in seiner unmittelbaren Umgebung spürt er absurde architektonische Konstrukte auf, wie verbaute Städtelandschaften, missratene Denkmäler, undefinierte Bauwerke und andere Absonderlichkeiten des Alltags, um sie in seinen Bildern und Objekten zu verarbeiten.
In seinen aktuellen Werken nimmt Dörbaum Bezug auf die chinesische Architektur und Landschaft, wie er sie in Hangzhou, in der Nähe von Shanghai, vorgefunden hat. Fotografien dienen dem Künstler als Skizzen, um anschließend mit Hilfe von Computerprogrammen neue Raumsituationen, Landschaften und Objekte zu konstruieren. So entstehen digitale Welten, welche nur noch Fragmente von real vorgefundenen Situationen vorweisen oder lediglich davon inspiriert sind. Losgelöst von ihrer ursprünglichen Umgebung sind sie auf das Wesentliche reduziert: auf Form und Erscheinung. Damit stellt sich gelegentlich die Frage nach Sinn und Zweck der einzelnen Konstrukte, welche so oder so ähnlich tatsächlich existieren.

Dörbaum ist ein Meister der Inszenierung. Seine am Computer entstandenen Bilder werden mitunter von einer düsteren, verheißungsvollen Stimmung getragen. Dramaturgisch gesetzte Lichtpunkte erhellen das Geschehen und täuschen mit fotoästhetischen Mitteln eine Realität vor, die sich schließlich als künstlich erschaffene Welt enttarnt. Dagegen werden seine skulpturalen Objekte von einer nüchternen Sachlichkeit bestimmt: Reduzierte architektonische Formen lassen Bauwerke erahnen, deren Nutzen sich dem Betrachter nicht auf dem ersten Blick erschließen mag. In seinen Werken stellt Martin Dörbaum die Welt als menschenleere Bühne dar, in der sich Fiktion und Realität zu vermischen scheinen. Das ohnehin Absurde bleibt fragwürdig und ungeklärt.

Martin Dörbaum, Jahrgang 1971, lebt und arbeitet in seiner Heimatstadt Berlin. Als Meisterschüler von Lothar Baumgarten schließt er 1999 sein Studium der Bildenden Kunst an der Hochschule der Künste, Berlin ab. Im gleichen Jahr erhält Dörbaum von der DG Bank ein Kunststipendium für Fotografie. Es folgen weitere Stipendien, wie 2005 das MKK Stipendium für Bildende Kunst im Bereich der Druckgraphik. In der Zeit von 1999-2001 sowie von 2005 bis 2008 hat der Künstler eine Gastdozentur an der Berliner Hochschule der Künste, heute Universität der Künste Berlin, inne. Daran schließt sich in diesem Jahr eine Gastprofessur an der CDK / China Academy of Art in Hangzhou / China an. Seit 1997 ist Martin Dörbaum in nationalen wie internationalen Ausstellungen vertreten, u.a. 2006 in der Ausstellung „Bookmarks" der Städtischen Galerie Iserlohn und im Centre Pompidou, Paris.


Arbeiten des Künstlers

Dörbaum, Martin ◊ A Small Map of Heaven, 2008
Dörbaum, Martin ◊ A Small Map of Heaven, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Tea Leaf Prophecy, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Tea Leaf Prophecy, 2008

Dörbaum, Martin ◊ See a Darkness, 2008
Dörbaum, Martin ◊ See a Darkness, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Pagoda, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Pagoda, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Font, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Font, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Schornstein, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Schornstein, 2008

Dörbaum, Martin ◊ 127.0.0.1 (Waterfront), 2008
Dörbaum, Martin ◊ 127.0.0.1 (Waterfront), 2008

Dörbaum, Martin ◊ imba, 2008
Dörbaum, Martin ◊ imba, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Vista I, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Vista I, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Vista III, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Vista III, 2008

Dörbaum, Martin ◊ Vista IV, 2008
Dörbaum, Martin ◊ Vista IV, 2008

Biographie


1971
geboren in Berlin

1993 – 1999
Studium der Bildenden Kunst bei Prof. Lothar Baumgarten, Hochschule der Künste, Berlin

1997
Deutscher Künstlerbundpreis der Sparkasse

1999
Meisterschüler bei Prof. Lothar Baumgarten

1999 / 2000
DG Bank Kunststipendium für Fotografie

1999 – 2001
Gastdozentur an der Hochschule der Künste, Berlin

2004
schinkel-progressive, Atelierprogramm, zentralbuero, Berlin

2005
MKK-Stipendium für Bildende Kunst im Bereich Druckgraphik

2005 - 2008
Gastdozentur an der Universität der Künste, Berlin

2008
Gastprofessur, CDK/China Academy of Art, Hangzhou, China



Öffentliche Sammlungen

Berlinische Galerie, Berlin, D


Musée national d'art moderne / Centre Pompidou, Paris, F


Deutscher Sparkassen Verlag, Stuttgart, D


DG-Bank, Berlin, D

FNAC, Paris, F


Hirshhorn Museum, Washington, DC, USA 


Mint Museum, Charlotte, NC, USA 


Sammlung der Stadt Iserlohn, D


Tufts Art Gallery, Medford, MA, USA


Virginia Museum of Fine Arts, Richmond, VA, USA



BiographieAusstellungenLiteraturArbeiten

Ausstellungen


Aktuelle und vergangene Ausstellungstermine:
13.09.2008
MARTIN DÖRBAUM 30°N / 120°E


Weitere Termine:

Einzelausstellungen

1997
„Residence“, Marian Goodman, Paris, F
Dogenhaus Projekte Berlin / M. Kapinos, Berlin, D

1998
Kapinos – Galerie für Zeitgenössische Kunst, Berlin, D

2000
Kapinos – Galerie für Zeitgenössische Kunst, Berlin, D
DG Bank Stipendiaten 1999/2000 Künstlerhaus Bethanien, Berlin, D
studio massimo de carlo, Mailand, I

2001
Kapinos – Galerie für Zeitgenössische Kunst, Berlin, D

2003
Bochynek Galerie, Düsseldorf, D
Kapinos – Galerie für Zeitgenössische Kunst, Berlin, D

2004
Kunstverein Schwerte, D

2005
„objekt klein a“, Bochynek Galerie, Düsseldorf, D
„Seeland“, Galerie Tokyo Humanité, Tokyo, J
„objekt klein b“, Kapinos – Galerie für Zeitgenössische Kunst, Berlin, D

2006
„Bookmarks“, Städtische Galerie Iserlohn, D

2008
„30°N / 120°E", Galerie Thomas Zander, Köln, D


Gruppenausstellungen (Auswahl)

1997
„Was ist.“, Der Deutsche Künstlerbund in Wismar und Rostock, D

1998
„Das Maß der Dinge“, Blickle Stiftung, Kraichtal, D / Galerie im Traklhaus, Salzburg, A

1999
„Video Virtuale – Foto Fictionale“, Museum Ludwig, Köln, D
„D-A-CH.at“, Galerie Krinzinger im Bengerpark Bregenz / Galerie Krinziger, Wien, A
„Triennale der Photographie – Digitale Photographie“, Deichtorhallen, Hamburg, D
„Constructed Reality“, L. A. Galerie, Frankfurt, D

2000
„Supermodels“, Mass MoCA, North Adams, MA, USA
„Que saurions-nous construire d’autre?“, Villa Noailles, Hyères, F

2001
„Que saurions-nous construire d’autre?“, Musée Ziem, Martigues, F
„Ficção - Fotografia e vídeos na coleção da Caisse des Dépôts“, CCBB, Rio de Janeiro, BR
„natürlich künstlich – Artificial Life“, Kunsthalle Rostock, D / Mannheimer Kunstverein, D / Haus am Waldsee, Berlin, D

2002
„Berlino Nuova Città d’Arte“, Opera Paese, Rom, I
„heimat.de“, Kunst Haus Dresden, D

2003
„Herbarium der Blicke“, Kunst- u. Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, D

2004
„Villa Romana Stipendium 2005“, Von der Heydt-Museum, Wuppertal, D
„Märkisches Stipendium für Bildende Kunst 2005“, Städtische Galerie Iserlohn, D

2005
„News From the Studios“, Kapinos, Berlin, D
„Global Players“, BankART Studio NYK, Yokohama, J
„post_modellismus – Modelle in der Kunst“, Krinzinger Projekte, Wien, A

2006
„post_modellismus – Modelle in der Kunst“, Kunsthall Bergen, N
„Global Players“, Ludwig Forum Aachen, D
„Feierabend“, Bochynek, Galerie, Düsseldorf, D
„Les Peintres de la vie moderne“, Centre Pompidou, Paris, F

2007
„The Best of Show“, Kapinos, Berlin, D
„Neue Heimat“, Berlinische Galerie, Berlin, D
„Digitale Delikatessen“,Galerie Caesar & Koba, Hamburg, D

2008
„Blick nach vorn. Ankäufe der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland 1998 - 2008", Martin-Gropius-Bau, Berlin, D



BiographieAusstellungenLiteraturArbeiten

Literatur


• Glasmeier, Michael, „Materialökonomie, Gehen, Sehen, Zitate und andere Beweglichkeiten”, Katalog „Was ist.”, 1997, S. 45/82
• Ullrich, Kerstin, „Lichtspiele im Schlafzimmer”, Berliner Morgenpost, 5. 8. 1997, S. 27
• Hübner, Mark, „Mikrokosmos Farbe: Computerbilder contra Ölmalerei”, Berliner Morgenpost, 24. 2. 1998, S. 27
• Weiermeier, Peter, „Das Objekt als Prüfstein der zeitgenössischen Wirklichkeitserfahrung und der ästhetischen Strategien der aktuellen Photographie”, Ausstellungskatakog, „Das Maß der Dinge”, Edition Stemmle, 1998, S. 6 ff
• Beckmann, Angelika, „Das Maß der Dinge”, neue bildende kunst, 4 * 98
• Seyfarth, Ludwig, „Digitale Photographie”, Deichtorhallen Hamburg, 1999
• Seidel, Martin, „Video Virtuale Foto Fictionale”, Kunstforum, Sep. – Nov. 1999, Bd. 147, S. 600
• Berg, Ronald, „Der Spion, der aus dem Computer kam”, Der Tagesspiegel, 11. 3. 2000, S. 34
• Deutsches Hygienemuseum in Zusammenarbeit mit Via Lewandowsky und Durs Grünbein, „Gehirn und Denken”, 2000, S. 191
• Heidenreich, Stefan, „Auf neuältester Blickbahn”, FAZ, 16. 3. 2000, S. BS 6
• Heidenreich, Stefan, „Privatprogramm – Private Programme”, Ausstellungskatalog, „Notebook”, 2000, S. 6 ff
• Wendenburg, Christina, „Von Fernweh und Stubenhockern”, Berliner Morgenpost, 4. 7. 2000, S. 21
• Nungesser, Michael, „Nein dieser Raum braucht dich nicht”, TAZ, 19. 7. 2000, S. 23
• Lacagnina, Salvatore, „digital interiors”, tema celeste, Oct./Dec 2000, S. 68 f
• Macel, Christine/Mangion, Eric (Hrsg.), „(Que saurions-nous construire d'autre?)”, Ausstellungs-katalog, 2000
• Slimane, Hedi (Hrsg.), Visionaire 34, „Paris”, 2001
• Kaufhold, Dr. Enno, „Natürlich künstlich. Das virtuelle Bild”, Ausstellungskatalog,
• „natürlich künstlich – Artificial Life”, Jovis Verlag, 2001
• Kaufhold, Dr. Enno, „Kameralose Digitalbilder”, Photonews, 4/2001, S. 22 f
• Rössner, Philip, „Bilder aus Berechnung”, Ostsee-Zeitung, 3. 4. 2001
• Pimentel, Cristina, „Uma festa para os ohlos”, Tribuna da imprensa, Rio de Janeiro, 5. 6. 2001
• Christel Heybrock, „Künstliche Welten, fremd und vertraut zugleich”, Mannheimer Morgen, 13. 7. 2001
• Heilwagen, Oliver, „Wenn Grafikkarten Amok laufen”, Der Tagesspiegel, 20. 11. 2001, S. 27
• Berg, Ronald, „Perfekt verdächtig”, FAZ, 20. 11. 2001, S. BS 8
• Suhr, Constanze, „Gepixelte Träume”, TIP-Berlin, 23/01, S. 78 f
• Müller, Katrin Bettina, „Wieder Sehen”, TIP-Berlin, 26/01, S. 69
• Fricke, Harald, „Harald Fricke schaut sich in den Galerien von Berlin um”, TAZ Berlin lokal, 27. 11. 01
• Heidenreich, Stefan „Berechneter Himmel”, FAZ, 29. 12. 2001, S. BS 8


• Dressler, Christiane, „Geziehlte Fährte in die Irre”, Rheinische Post , 22.2.2003


• Imdahl, Georg „Auf der Fährte der Malerei trifft man auch schon mal den Computer”, FAZ, 1.3.2003, Nr. 51, S. 45


• Deutscher Künstlerbund e.V. (Hrsg.) „Herbarium der Blicke”, Ausstellungskatalog, 2003


• „Dörbaum, ein Künstler am Computer”, Westfälische Rundschau, 16. 1. 2004, RSC 03


• De Oliveira/Oxley, Nicola/Petry, Michael (Hrsg.), „Installation Art in the New Millenium. The Empire of the Senses”, Thames and Hudson, London, 2003


• „Fast wie Fotos”, Ruhr Nachrichten, 16.1.2004, SHL01
• „Global Players in BankArt 1929 Yokohama”, Gallery Monthly, 9.2005, S. 48


• Goethe-Institut Tokyo (Hrsg.), „Global Players – Deutsche und japanische Kunst der Gegenwart”, Ausstellungskatalog / Harald Kunde „Versuche einer Annäherung” / Yuzo Ueda „Was vom Mut und Widerstand übrig bleibt”, 2005


• „Fantastische digitale Streifzüge”, Cornelia Merkel, Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 31.12.05, IWO3


• „Märkische Streifzüge”, Mendener Zeitung, 21.3.06


• „Fantastische Landschaften und Interieurs”, Cornelia Merkel, Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 24.3.06, IIS_3


• „Bookmarks”, Rainer Danne, Städtische Galerie Iserlohn (Hrsg.), Ausstellungskatalog, 2006



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