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Surreales im Realen

Edmund Steppes

Surreales im Realen, 1916


Surreales im Realen
Edmund Steppes 1873 Burghausen – Deggendorf 1968
Gouache über Feder mit Weißhöhung auf Papier; unten links signiert: „Steppes“ und datiert: „1916“; 23,1 x 18,7 cm

Maße:23,1 x 18,7 cm


Kunstsparte:: Zeichnung
Material/Medium/Technik:: Aquarell


Weitere Details:


Als Edmund Steppes im Jahre 1916 das vorliegende Blatt schuf, sah er sich einer Übermacht von Kunstströmungen gegenüber, die entschieden konträr zu seiner eigenen verliefen. Nicht nur die unruhigen Jahre vor dem Ausbruch des Krieges veränderten das Lebens- und Rezeptionsgefühl. Auch die Kunst in ihrer expressionistischen Ausprägung durch die Brücke-Maler und den Blauen Reiter brachte das Umbruchsgefühl und den wilden Drang nach Veränderung auf die Leinwand. Ein Umdenken wurde vehement vorangetrieben, altes und in den Augen der Künstler „Überkommenes“ sollte einer Impulsivität weichen und Freiraum schaffen für das neue Lebensgefühl. Steppes reagierte auf diese expressiven Gefühle mit einer verstärkten Phantastik, die durch surreale Elemente der schnellen Realität enthoben wurde. Seine Landschaften zeichnen sich ab dem Beginn der 1910er Jahre durch eine Strenge, aber auch durch eine Wildheit aus, die sich deutlich von den noch romantisch geprägten Blättern seiner Frühzeit unterscheidet. In der hiesigen Zeichnung interessiert sich Steppes nicht im eigentlichen Sinne für die Landschaft. Er stellt vielmehr einen „Ausschnitt“ aus der Natur dar, der eine Ambivalenz zwischen Wirklichkeit und Ahnung schafft, die den Betrachter in seinen Bann zieht. Hinter der Fassade der oft vor der Natur gezeichneten Gegenständlichkeit der Landschaft scheint noch eine verborgene Ebene zu liegen. Was im Vordergrund noch konkret und materiell ist, das verschmilzt im Hintergrund mit dem Blau des Himmels und löst sich in seiner Form auf. Trotz des angedeuteten Durchganges bleibt der Blick versperrt, die sich im Wind biegenden Pflanzen wandeln sich zu Wächtern eines unpassierbaren Durchgangs. Durch das geschickte Spiel mit dem Vertrauten läßt er das Surreale um so deutlicher hervortreten. Diese Mehrdeutigkeit des Blattes entspricht Edmund Steppes Auffassung von Natur als Spiegel der menschlichen Innenwelt. Somit ist jede Gesteinsformation ein Hinweis auf das Innenleben dessen, der sie sieht. Trotz seines unmittelbaren Naturerlebnisses, das sich oft in einer Art Naturalismus entlädt, gibt Steppes doch nur das wieder, was ihm im Gedächtnis geblieben ist, was ihn seelisch berührt hat. Somit fließt auch in die naturalistisch anmutende Landschaftsdarstellung eine subjektive Veränderung mit ein, die von dem Seelenzustand des Künstlers geprägt ist.

signiert, datiert


Biographie und Kunstwerke: Edmund Steppes


Preis: 2.400 Euro

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