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James Ensor

Geboren: 13. April 1860 in Ostende
Gestorben: 19. November 1948 in Ostende

Stilrichtungen

- Moderne Kunst

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Zum Künstler


Am 13. April 1860 wird James Ensor als Sohn eines englischen Vaters und einer flämischen Mutter in Ostende geboren; er verbringt seine Kinder- und Jugendjahre in seiner Geburtsstadt, der er sein ganzes Leben lang treu bleibt; nach seiner Schulzeit begibt er sich zu Studienzwecken nach Brüssel, wo er ab dem Jahre 1877 an der Kunstakademie studiert; 1880 kehrt er nach Ostende zurück; 1881 erste Ausstellungsbeteiligung in Brüssel mit zwei Werken; 1882 entsteht das Gemälde "Die Austernesserin", das 1886 im Salon ausgestellt wird; 1882 Beteiligung mit mehreren Werken an der Jahresausstellung im Palais des Beaux- Arts in Brüssel, wo seine Werke als "Schund" bezeichnet werden; im selben Jahr Ausstellung in Paris; 1883 Mitglied im Künstlerkreis "Les XX", dem junge Maler, Musiker und Literaten angehören; 1884 erste Jahresausstellung von "Les XX" im Palais des Beaux- Arts, wo Ensor mit sechs Gemälden vertreten ist; die sechs Bilder lösen einen Skandal aus und werden von der Presse einhellig verrissen; in seinem anfänglichen Malstil zeigt Ensor Porträts, Seestücke und Landschaften in einer dunkleren Farbpalette, wobei er sich am impressionistischen Stil orientiert; so entsteht im Jahre 1877 z.B. das Gemälde "Badewagen am Strand"; aus dieser Zeit stammen auch einige gelungene Stilleben; im Jahre 1888 tritt ein Stilwechsel ein; Ensor wählt eine hellere und kontrastreiche Farbgebung aus und trifft damit die typisch flämische Farbwahl; in dieser Weise realisiert er erstmals ein Selbstbildnis von Rubens mit dem Titel "Selbstbildnis mit Hut"; mit dem Stilwechsel ist auch ein inhaltlicher Wechsel verbunden; ab dieser Zeit malt Ensor eine phantastische Welt von maskierten Figuren, Skeletten, Harlekins und religiösen Szenen mit surrealer Verfremdung; sie sind u.a. als Karrikatur der dunklen Seite des Menschen zu verstehen, die auch seine eigene Situation widerspiegelt; so entsteht beispielsweise im Jahre 1891 das Bild "Masken im Streit um einen Gehängten"; vor allen Dingen die Maskenbilder machen ihn als Künstler berühmt; Vorlagen für seine Motive findet er in dem Kuriositätenladen seiner Mutter in Ostende; in dem Haus über dem Laden hat Ensor ein Leben lang eine Wohnung, die in seinen späteren Lebensjahren einem Wallfahrtsort für Künstler, Sammler und Museumsleute gleicht (u.a. besuchen ihn Kandinsky, Heckel, Nolde, Albert Einstein, Rik Wouters); die Maskenbilder knüpfen in Aufmachung und Gegenstand an Werke von Hieronymus Bosch, Pieter Brueghel, Jacques Callot und Francisco de Goya an; Ensors berühmtestes Werk aus dieser Phase trägt den Titel "Der Einzug Christi in Brüssel", das er in der Zeit von 1887-1888 realisiert; 1889 kommt es wegen dieses Bildes zu einem Skandal und Ensor wird aus der 1883 gegründeten Künstlergruppe "Les XX" ausgeschlossen; in der Zeit von 1888 bis 1892 entstehen seine bedeutendsten Bilder; ab 1886 datieren Ensors erste Radierungen, und was für die Malerei gilt, zeigen auch die graphischen Blätter: lichtdurchflutete Landschaften, grotteske Masken, joviale Skelette, Menschenwogen, Todsünden und der leidende Christus, aber auch sozialkritische Szenen und Umsetzungen dunkler Erzählungen von Edgar Allen Poe bzw. auch Texte von Heinrich -Heine; mit seinen Radierungen sucht Ensor die Abwechslung von der Malerei und somit auch die Verbreitung seines künstlerischen Werkes; 1891 Ausstellung seines graphischen Werkes in Brüssel; 1892 Reise nach London; im gleichen Jahr erscheint die erste Monographie über Ensor in Brüssel; 1893 verfällt Ensor in starke Depressionen, was ihn in seiner Schaffenskraft und Kreativität beeinträchtigt; 1894 Ausstellung mit Gemälden in Brüssel; 1898 Ausstellung in Paris im "Salon des Cents"; 1899 erscheint eine Ensor-Sondernummer der Pariser Zeitschrift "La Plume"; nach dem Jahre 1900 steht das phantasiestarke Schaffen nicht mehr so im Vordergrund wie in der frühen Schaffensphase; 1901 Gründungsmitglied der Einrichtung "Freie Akademie von Belgien"; im selben Jahr Ausstellung in Den Haag; 1903 wird er Ritter des Leopold-Ordens; man beginnt, seine Bilder zu kaufen; 1907 werden Werke auf dem Pariser Herbstsalon und der Biennale ausgestellt; 1908 erscheint die Monographie von Emile Verhaeren über Ensors Werk; 1910 erste große Retrospektive mit 53 Bildern in Rotterdam; 1912 Ausstellung in der Galerie "Der Sturm" in Berlin; in der Folgezeit greift Ensor in hellfarbigen Malereien auf alte Themen zurück; 1920 große Retrospektive in Brüssel; 1921 erscheint eine erste Ausgabe seiner Schriften "Les écrits de James Ensor"; in Antwerpen findet eine Ensor-Ausstellung statt; 1925 wird Ensor in die Academie Royal aufgenommen; im selben Jahr Veröffentlichung eines Werkverzeichnisses seiner Radierungen durch Delteil; 1926 Ausstellung im belgischen Pavillon der Biennale in Venedig; 1927-28 Wanderausstellungen in Berlin, Leipzig, Hannover und Dresden; 1929 Eröffnung des Palais des Beaux-Arts in Brüssel mit einer Ensor-Retrospektive; sowohl die deutschen Expressionisten sowie die Pariser Surrealisten betrachten Ensor als einen ihrer Vorläufer und er gilt neben van Gogh und Munch als einer der einflussreichsten Künstler der Moderne; im Jahr 1929 wird Ensor von König Albert I. zum Baron geadelt; 1930 Enthüllung des Ensor-Denkmals von Edmont De Valeriola in Ostende; 1932 große Ensor-Ausstellung in Paris; steigender Ruhm auch durch die surrealistische Bewegung; 1946 letzte Retrospektive zu Lebzeiten des Künstlers in der National Gallery in London; 1948 Gründung einer Gesellschaft "Les amis de James Ensor"; am 19. November stirbt Ensor in Ostende.


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