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Stehender Halbakt

Fritz Erler

Geboren: 15.12.1868 in Frankenstein / Schlesien
Gestorben: 11.12.1940 in München

Stilrichtungen

- Expressionismus

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Zum Künstler


Erler studiert an der Kunstschule Breslau und in Paris. In Frankreich kommt er mit der Malerei des Postimpressionismus und des Symbolismus in Berührung. 1895 in München angekommen, fühlt er sich eingeengt von einer konservativen Kunstauffassung, die von Franz von Lenbach vorgegeben wird. 1896 gestaltet Erler gleichsam als Gegenbewegung das Titelblatt der ersten Ausgabe von „Die Jugend“, und wirkt 20 Jahre lang aktiv an dieser Zeitschrift mit. Diese „Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben“ gibt später einer ganzen Kunstrichtung ihren Namen, dem Jugendstil.
Zusammen mit Gleichgesinnten wie Leo Putz, im wesentlichen Mitgliedern der Münchener Sezession, gründet Erler 1899 die Künstlervereinigung „Die Scholle“. Anliegen der Scholle-Künstler ist es, „die individuelle Erfahrung des Wesentlichen“ darzustellen. Themen sind der Mensch und die Natur. Die Scholle verkörpert ein Jahrzehnt lang die fortschrittliche Malerei Münchens. Dieser Zusammenschluss wird später Vorbild für andere Vereinigungen, die sich gegen das herrschende Kunstdiktat auflehnen. Als Beispiele genannt seien hierfür „Die Brücke“ oder der „Blaue Reiter“.
In Holzhausen bei Utting am Ammersee entsteht eine lebendige Künstlerkolonie. Fritz Erler baut sich hier ein Atelierhaus, in dem er bis zu seinem Tod 1940 lebt und arbeitet.
Die Jahre zwischen 1905 und etwa 1920 markieren die fruchtbarste und künstlerisch bedeutsamste Schaffensperiode im Leben Erlers. Er erhält zahlreiche Großaufträge. U.a. gestaltet er den Festsaal des Hannoveraner Rathauses und den großen Sitzungssaal der Münchner Rückversicherungsgesellschaft. Persönlichkeiten des Kunstlebens wie Gerhard Hauptmann oder Gustav Mahler sitzen Erler Portrait.
Mit dem 1. Weltkrieg verfällt Erler in die allgegenwärtige patriotische Kriegsbegeisterung und wird Kriegsmaler an der Ost- und Westfront. Als Plakatgestalter unterstützt er den Militarismus des Kaiserreichs.
In der Zwischenkriegszeit wird es stiller um Erler. „Er wendet sich stärker den von der Ammerseelandschaft inspirierten Motiven des natürlichen Lebenszyklus zu. Bauern, Fischer, Holzfäller, Menschen aus der Landschaft werden zu Themen seiner Malerei. Da er keine Professur innehat, ist er auf Aufträge angewiesen. Wohl auf Vermittlung seines Freundes, des Bildhauers Thorak, entstehen eine Reihe von Portraits hochrangiger NS-Funktionäre. Mayer-Tasch: „Erler war jedoch keineswegs nazistisch, wohl aber – wie eh und je – deutschnational gesinnt. Den Nationalsozialisten war seine Kunst trotz der Affinität zu nordisch-heroischen Themen, trotz seiner unverkennbaren Wagner-Verehrung, trotz seiner Vorliebe für Modelle mit germanischem Profil oder doch blondem Haar, trotz einer gewissen Hinwendung zur – nur inhaltlich verstandenen – „Scholle“ zu wenig aufbauend und schönfärberisch im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie.“
Fritz Erler stirbt am 1. Juli 1940. 1965 brennt sein Atelierhaus vollständig ab.“ Dabei werden an die 500 Bilder, das einzige vollständige Werkverzeichnis und das Manuskript einer Autobiographie vernichtet.“
Unser Ölgemälde, das im Jahr 1917 vom Hannoveraner Kunstverein angekauft wurde, zeigt Erlers vom französischen Impressionismus inspirierte Malweise auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Schaffenskraft.
Quellen: Fritz Erler und die Künstlerkolonie Holzhausen (Vortrag, Schondorfer Kreis,2019), Wikipedia


Arbeiten des Künstlers

Erler, Fritz ◊ Stehender Halbakt, 1917
Erler, Fritz ◊ Stehender Halbakt, 1917

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