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Wilhelm von Kobell, Der Postillon auf dem Weg nach Weilheim, 1802

Wilhelm von Kobell, Der Postillon auf dem Weg nach Weilheim, 1802

Aquarell über schwarzer Feder auf feinem Velin. 25,8 x 34 cm. Rechts unten signiert und datiert "Wilhelm Kobell 1802".

Losnummer: 6646


Das malerisch fein gearbeitete Aquarell entsteht 1802 als Kobell bereits einige Jahre in München lebt. Nachdem er 1797 Anna Maria Theresa von Krempelhuber geheiratet hat, verbringt er mit ihr und den gemeinsamen fünf Kindern die Sommer auf dem Landsitz des Schwiegervaters am Ammersee. Hier findet er in der oberbayerischen Landschaft und ihren Bewohnern nach und nach zu einem seiner Hauptmotive, dem sogenannten Begegnungsbild, das seine Arbeiten die nächsten Jahrzehnte prägen wird. Während Kobell bei späteren Darstellungen Farben und Motive immer mehr reduziert, schildert er in seinen frühen Arbeiten die Personen in ihrem Beisammensein überaus lebendig. Dabei bindet er die Figuren in die Landschaft ein und stellt sie nicht - wie später - als Silhouetten vor den niedrigen Horizont. Seine Alltagsschilderungen stellen trotz der genauen Wiedergabe der Wirklichkeit eine stimmungsvolle Idylle dar. Auf dem hier angebotenen Aquarell ist ein Postreiter im gelben Rock und mit umgehängtem Posthorn zu erkennen. Abgestiegen von seinem Pferd sucht er in dem sogenannten Felleisen, der rollenähnlichen Ledertasche, nach Briefsendungen, um sie dem wartenden Stafettenreiter zu übergeben. Im Hintergrund ist eine Stadtsilhouette angedeutet, möglicherweise handelt es sich hier um Weilheim (vgl. Wichmann 483-485).

Bereits Rudolf Bangel schwärmt 1903 von der hohen Qualität des Aquarells, es sei ein "prachtvolles, auf das sorgsamste ausgeführte Hauptblatt", "harmonisch […] von trefflicher Zeichnung und vollendeter Durchführung".

Wir danken Frau Dr. Claudia Valter, Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg, für die wissenschaftliche Beratung.

Provenienz: Rudolf Bangel, Frankfurt, Auktion 604, 29./30. September 1903, Los 777 ("Bayrische reitende Post").

Privatsammlung Süddeutschland.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


Veranstaltungshinweise:

Am 11.06.2021 117. Auktion: Zeichnungen des 15. bis 19. Jahrhunderts


Schätzpreis: 14.000,-  EURO

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