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Frans Francken II. und Abraham Govaerts, Waldlandschaft mit der Allegorie der Abundantia -Allegorie auf die Reichhaltig

Frans Francken II. und Abraham Govaerts, Waldlandschaft mit der Allegorie der Abundantia -Allegorie auf die Reichhaltig , um 1620

Öl auf Holz; 50 x 65,5 cm
Provenienz: Kunsthandel A. Gebhardt, München, 1976 (als Hendrik van Balen); deutscher Privatbesitz
Literatur: Ursula Härting, Kathleen Borms, Abraham Govaerts (1589-1626). Der Waldmaler , Schoten 2004, S. 120 Nr. 91; Ursula Härting, Frans Francken der Jüngere (1581-1642). Die Gemälde mit kritischem Oeuvrekatalog, Freren 1989, S. 356, Nr. 392, Farbtafel 31, Text S. 133, 134; Kathleen Borms, Abraham Govaerts (1589-1626) zijn leven en artistieke bedrijvigheid. Unveröffentlichte Licentiaatsverhandeling, Katholieke Universität Leuven 1988, F. 57; Ursula Härting, Studien zur Kabinettbildmalerei des Frans Francken II, 1581-1642. Ein: repräsentativer Werkkatalog, (Studien zur Kunstgeschichte, 21), Hildesheim 1983, S. 197, Kat. A. 302; Pantheon, 1978, Bd. II, Jg. XXXVI, S. 157 (mit Abb.)

Losnummer: 444


Diese Allegorie in einer Waldlandschaft ist ein herausragendes Beispiel für die gemeinschaftliche Arbeitspraxis zweier erfolgreicher Antwerpener Meister, Frans Francken II. und Abraham Govaerts. Die Zusammenarbeit zwischen auf bestimmte Bildelemente spezialisierter, aber sonst völlig eigenständiger Künstler ist eine typisch flämische Kunsterscheinung und kann geradezu als Markenzeichen der Antwerpener Kabinettmalerei bezeichnet werden - man denke beispielsweise nur an das berühmteste Malerpaar Peter Paul Rubens und Jan Brueghel d.Ä. In vorliegendem Gemälde schuf der für seine phantasievollen Waldstücke bekannte Abraham Govaerts die landschaftliche Bühne, in welche der hauptsächlich als Figurenmaler tätige Frans Franken d. J. die grazile Staffage einfügte.

Auf der Lichtung eines dicht bewachsenen Waldes inszeniert Frans Francken d. J. eine vielfigurige, allegorische Darstellung. Wurde diese früher aufgrund der zahlreichen Blüten und Früchte der Natur als „Allegorie der Flora“ gedeutet, ist – wie Dr. Ursula Härting feststellt – das Gemälde als „Abundantia“-Darstellung, also die „Allegorie auf die Reichhaltigkeit der Erde“ zu identifizieren. Die Abundantia war schon in der römischen Mythologie die Personifikation des Reichtums und Überflusses. Ihr ständiges Attribut ist ein gabenquellendes Füllhorn. Dass das Füllhorn zwischen den Nymphen auf dem vorliegenden Gemälde ausschließlich Früchte der Erde, wie Artischocken, Wein, Rübchen und Äpfel, trägt unterstreicht diese Deutung. Die überall am unteren Bildrand aufleuchtenden Blumen können als Ergänzung der Erdfrüchte gesehen werden (vgl. Härting 2004, S. 120).
Die Hauptgruppe der drei Nymphen wird durch zahlreiche Putti belebt, rechts zwei einen Früchtekorb tragende Putti und links drei in Weinranken kletternde Putti, welche mit jenen aus Govaerts „Maria mit Kind und Früchte reichenden Engeln und Engelreigen“ vergleichbar sind (vgl. Härting 2004, Kat. 122). Zur Bereicherung der phantasievollen Szene fügt Abraham Govaerts verstreut im Wald einzelne Vertreter aus dem Tierreich ein: ein Eichhörnchen, mehrere Vögel und zwei Hasen.


Veranstaltungshinweise:

Am 24.06.2014 bis 25.06.2014 101. Kunstauktion

Maße: 50 x 65,5 cm

datiert


Schätzpreis: 40.000 - 80.000  EURO

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