Mit den Ressourcen Zeit und Material geht Katrin Heesch sehr eigenwillig um. Konzentriert und behutsam schichtet sie horizontale Streifen aus Latex in die Bildebene. Es entsteht eine Malerei, die sich durch ein hohes Maß an Dichte und Poesie auszeichnet. Wiederholung, Sammlung und Achtsamkeit verleihen ihren Bildern die endgültige Struktur.
Position, Breite und Farbton jedes neuen Farbstreifens legt die Künstlerin sorgfältig abwägend fest. Die weitgefächerte Palette ihrer Farben erzeugt eine hohe Variabilität. Hunderte plastischer Streifen zeichnen ein feines Relief. Die weitgehende Transparenz der Malschichten sorgt für helle Leichtigkeit. Schwarz fehlt - dem Dunklen und Gebrochenen bleibt der Zugang verwehrt. Die zugleich zarte und stabile Ausstrahlung dieser Malerei intendiert eine Atmosphäre heiterer Ruhe.
An keiner Stelle erfahren die zahlreichen Horizontalen eine Störung. Weder behindern sich die Streifen gegenseitig, noch erscheinen andere Hindernisse in der Bildfläche. Der Verzicht auf Schwerpunkte wie auch das gleichmäßige Vordringen und Zurückweichen der Farben befördern Harmonie und Dynamik. Die Weite bietet Geborgenheit, das Differenzierte bleibt überschaubar. Komplexität, verdichteter Präsenz und Überfluß auf der einen stehen Einfachheit, Klarheit und Ordnung auf der anderen Seite gegenüber.
1998 "Über den Fluß und durch die Wälder", Galerie Rothamel, Erfurt
2000 Junge Malerei aus Thüringen, Sparkassen- und Giroverband, Erfurt
2001 Art Frankfurt, Galerie Rothamel, Erfurt
2001 Art Forum Berlin, Galerie Rothamel, Erfurt
2001 ACC-Galerie Weimar
2001 "Die Volontaire", Galerie Rothamel, Erfurt
2002 "Aber wenn man es erzählt, verändert sich alles", Galerie Rothamel, Jena
2003 Galerie Rothamel, Erfurt
2005 "Zeitmaschinen" (mit Erik Niedling), Galerie Rothamel, Frankfurt