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Blauweißes Huqqa Gefäß, Kangxi Periode (1662-1722)

Blauweißes Huqqa Gefäß, Kangxi Periode (1662-1722), China, Kangxi Periode (1662-1722)

Porzellan mit unterglasurblauer Bemalung
China, Kangxi Periode (1662-1722)
Bauchiger Korpus auf schmalem Standring
Gegliederter Hals mit ausladendem, horizontalem Element und ausschwingender Mündung
Die Wandung mit umlaufendem floralen Dekor, gerahmt durch geschwungenen Rankenbordüren; der Hals mit weiteren Blüten zwischen Doppelkreisen
Ähnliche Stücke gefertigt für den indischen Markt
Höhe: 19,5 cm
Guter Zustand
Schätzpreis des Auctionata Experten: 14.000 €

Losnummer: 11


Die charakteristische Form der Huqqa (dt. Wasserpfeifen, auch Hookah) Gefäße kam im Mogul-Indien des 17. Jahrhunderts auf. Es gibt verwandte Beispiele aus Glas, oft mit vergoldetem Dekor. Weitaus zahlreicher sind die Beispiele aus „Bidriware“, in der Regel mit einem Korpus aus Zinklegierung und Silberverzierung. In China adaptierte man sehr schnell diese Form für die Porzellanproduktion, als die Exportnachfrage anstieg. Chinesische Blauweiß Huqqa Gefäße übten wiederum einen dezidierten Einfluss auf die indischen Kunsthandwerker aus, als sie zu begehrten Luxusgütern auf dem heimischen Markt wurden. Vgl. Zebrowski, Gold, silver & bronze from Mughal India, London 1997, S. 224-236.

Das vorliegende Huqqa Gefäß ist ein exzellentes Beispiel für den erwähnten kulturellen Austauschen zwischen Indien und China. Es veranschaulicht in den floralen Ornamenten den Einfluss der Mogul-Kunst auf die chinesische Keramikproduktion und zeigt eine einzigartige stilistische Verbindung des indischen mit dem chinesischen Design. Vgl. eine sehr ähnliche geformte blauweiße Huqqa in der Riesco Sammlung, ausgestellt in: The Oriental Ceramic Society exhibition, Chinese Blue and White Porcelain, 14th to 19th Centuries, London 1953 - 1954, Nr. 259, Tafel 16d. Ein weiteres Beispiel in Blauweiß ist abgebildet in: Valenstein, A handbook of Chinese Ceramics, New York 1989, S. 224.

Ein Famille Verte Gefäß in gleicher Form und ebenfalls aus der Kangxi Periode mit stilisierter islamischer Kalligraphie befindet sich im Britischen Museum (Inv.-Nr. 1956,1017.2) sowie zwei weitere Beispiele in der Sammlung des Victoria & Albert Museum (Inv.-Nr. 1596-1876 und C.959-1910). Eine weitere Huqqa in gleicher Form und ebenfalls mit unterglasurblauer Bemalung findet sich in der Sammlung des Topkapi Saray Palast, TKS 15/4312, illustriert in John Ayers, Regina Krahl and others, Chinese Ceramics in the Topkapi Saray Museum, Istanbul, London 1986, S. 987, Abb. 2084. Siehe auch: von Folsach, Art from the World of Islam in The David Collection, Copenhagen, 2001, p. 179, pl. 242.

Zustand:
Das Gefäß ist in gutem Zustand mit wenigen altersbedingten Gebrauchsspuren. Die Höhe misst 19,5 cm.


Veranstaltungshinweise:

Am 20.04.2016 494: Asiatische Kunst: Schätze aus China & Japan

Maße: Höhe: 19,5 cm


Schätzpreis: 7.000,-  EURO

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