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Rolf Hans - Bilder
Die Ausstellung der Galerie Jörg Schuhmacher mit Werken von Rolf Hans (1938 – 1996) ist eine ganz besondere Entdeckung. Denn der in Frankfurt geborene und in Basel lebende Künstler hat sich zu Lebzeiten ganz bewusst dem Kunstmarkt entzogen: „Ich habe eigentlich nie Kunst gemacht, um von ihr zu leben, ich habe Kunst gemacht um zu leben.“ Seit 1964 zeigte er seine Arbeiten nur selten in der Öffentlichkeit.
So sind in dieser Ausstellung erstmalig Bilder Rolf Hans‘ in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main zu sehen. Sie konzentriert sich auf ausgesuchte Aquarelle, Pastelle und Temperabilder – bevorzugte Techniken des Künstlers – aber auch auf Ölgemälde seiner frühen Schaffensphase von 1962 bis 1967.
Rolf Hans begann Ende der 1950er Jahre sich intensiv mit der Malerei auseinanderzusetzen. Diesen autodidaktischen Anfängen gab er dann von 1961 bis 1963 als Schüler des ‚Quadriga‘-Künstlers Heinz Kreutz eine Basis für sein weiteres Kunstschaffen. Inspiriert von dessen Tachismus – jene Kunstrichtung, die mittels Farbflecken seelische Regungen auszudrücken suchte – und der Beschäftigung mit der japanischen Kalligraphie sind seine subtil ausgearbeiteten und durchdachte Arbeiten dieser Zeit von einer großen und starken Farbfreudigkeit.
Mit dem Umzug nach Basel 1964 fand Hans zu einer eigenständigen Formulierung. Die vormals brodelnde Bewegung der Farbflächen erscheint nun gefestigter, konzentrierter. Entfernt erinnern sie an Werke von E. W. Nay.
Galt in diesen Bildern sein Augenmerk vor allem den Farbgegensätzen – etwa dem Komplementär- oder Simultan-Kontrast – trat zunehmend der Eigenwert und der ihm entsprechenden Form ins Zentrum seines Interesses. Um diesem gerecht zu werden, veränderte sich auch Hans‘ Gestaltungsweise. So entstanden ab 1966 die konstruktiven Gefüge der „Streifenbilder“. In ihnen sind Streifen und Linien aneinandergereiht, teilweise überlagern sie sich auch. Farbkombinationen und Duktus schaffen einen dynamischen, oftmals flimmernden Gesamteindruck. Dagegen scheinen die breiten Bänder zeitgleicher Arbeiten ruhig über dem Malgrund zu schweben. Obendrein verleiht ihnen das ausgeglichene Kolorit einen meditativen Charakter.
Wie bei den „Fleckenbildern“ nutzt Rolf Hans auch in den „Streifenbildern“ die Farbe als wirkungsvolles Instrument, seine innersten Regungen widerzuspiegeln: „Ich liebe Farbe, ich Liebe Gelb, auch Rot und Blau, die Mischtöne in ihrer reinsten Ausstrahlung, Farbe als Mittel sich mitzuteilen, der Reflexion im Inneren äusseren Ausdruck verleihen.“
Barbara Töpper
Ausstellung: 05. September – 28.November 2008
Vernissage: 05 September, ab 17:00 Uhr
Öffnungszeiten: Di. – Fr. 15:00 – 18:30 Uhr, Sa. 11:00 – 14:00 Uhr
Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Rolf Hans
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