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Émile Francois Chambon
Zwischen Realismus und Surrealismus
Die Galerie Jörg Schuhmacher zeigt im Frühjahr Werke des Balthus Freundes und Schweizers
Emile Francois Chambon, er wurde 1905 in Genf geboren und besuchte dort die Ecole des Beaux-Arts als Schüler u. a. von James Vibert und F. Vernay. 1923-27 arbeitete er im Atelier des Genfer Malers Jean-Louis Gampert und unternahm in dieser Zeit und später mehrere Studienreisen nach Paris und ins europäische Ausland.
Den Hauptteil seines Schaffens bilden Stillleben, Selbstbildnisse, Einzel- und Gruppenbildnisse, Akte, aber auch historische und mythologische Werke, religiöse und allegorische Kompositionen, vereinzelt auch Landschaften. Seine Werke stehen im Gegensatz zur damals aktuellen Abstraktion, sie sind zwischen Klassizismus und Verismus einzuordnen. In seinen Werken erkennt man seine Bewunderung für Balthus, dessen Freund und Mitschüler er war, Felix Vallotton, Francis Picabia und anderen Meistern der Epoche. Seine metaphysische Malerei enthält Elemente eines klassizistisch-symbolistischen Realismus mit Darstellungen menschlicher Figuren, vor allem Frauengestalten in erotisch, aber kühl wirkenden Szenenbildern, aber auch Interieurs, Stilleben, mit allegorischen und religiösen Motiven Die Figuren und Gegenstände sind klar umgrenzt, die Räume hart akzentuiert, perspektivisch oft absichtlich strapaziert.
Während der 50-iger Jahre strebte Chambon nach stärkerer Verdichtung und Reduktion, die durch zeichnerischen Aufbau und Bildkompsition erreicht wird. In all seinen Werken ist distanzierte Zurückhaltung zu spüren, die die zauberhafte, oft „freudianische“ Symbolik noch verstärkt.
Die hier angebotenen Werke entstammen einer Schweizer Privatsammlung und sind erstmalig in Deutschland zu sehen.
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