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Vorbericht zur Herbstauktion 69 am 19. November 2011

Figur Lenci, 1930er Jahre

Mit einem umfangreichen und breit gefächerten Angebot präsentiert sich das Kunst- und Auktionshaus Herr in seiner 69. Auktion am Samstag, den 19. November 2011, ab 10.00 Uhr. Der Katalog umfasst über 950 Lots aus den Bereichen Angewandte Kunst, Kunst und Design, die in zwei Auktionsteilen aufgerufen werden.

Im ersten Teil der Auktion sind im Segment Möbel und Einrichtungsgegenstände vor allem mehrere französische Jugendstilleuchten von Muller Frères, Schneider und Legras zu nennen. Aus dieser Zeit stammt auch eine von Otto Eckmann entworfene Ofentür. Neueren Datums ist ein von der französischen Architektin André Putman entworfenes Leuchtenpaar für das Kölner Hotel Wasserturm.
In der Sparte Metalle zeigt sich ein üppiges Jugendstilzinnangebot, mehrere Lots sind hier nach Entwürfen von Albin Müller gefertigt. Selten zu sehen ist ein kupferner Wasserspeiher für einen Wandbrunnen von Max Laeuger.
Im Bereich Plated dominieren Objekte von Christofle und Sabattini.
Breit gefächert ist das Angebot an skandinavischem Schmuck.
Deutschland, Italien und Skandinavien sind im Silber stark vertreten. Bekannte Namen wie Behrens, Duve, Jensen, Michelsen, Bunde, Cohr, Ponti u.a. machen das Angebot interessant.
Im Bereich Keramik sind deutsche und französische Manufakturen vertreten, darüber hinaus Wiener Keramik und Entwürfe aus Italien.
Zwei kleine Drachenhunde von Rosenthal ziehen im Bereich Porzellan die Blicke auf sich, erwähnenswert ebenso ein Service von Gio Ponti für Ginori. Umfangreich auch hier das Angebot, viel figürliches Porzellan, aber auch Gefäßentwürfe.
Französische Jugendstilgläser, ein breites Angebot an italienischem Glas, zahlreiche skandinavische Entwürfe, Unica Vasen von Leerdam und zwei seltene Vasen von Libensky sprechen sicherlich zahlreiche Interessenten an.
Nach Skulpturen und Varia sind im Bereich Kunst vor allem mehrere Gemälde von Wilhelm Schmurr zu nennen. Stark ist auch die Moderne mit J. Beuys, Schumacher, Gaul, Mack und Piene.
Den Abschluß des ersten Auktionsteils bildet der Bereich Design. Hervorzuheben sind hier vor allem zahlreiche attraktive mehrteilige Stuhlsets verschiedener Designer und Hersteller, aber auch bemerkenswerte Einzelmöbel skandinavischer, italienischer, deutscher und schweizerischer Herkunft (u.a. Jacobsen, Aalto, Saarinnen, Borsani, Eiermann, Bill). Der Bereich Leuchten umspannt die Zeit von den 1920er Jahren bis zum Ende des letzten Jahrhunderts. Den Schwerpunkt bilden hier die italienischen und skandinavischen Entwürfe.

Ab ca. 16.00 Uhr wird im zweiten Teil der Auktion ein Programm geboten, das in seiner Zusammenstellung sicherlich spannend werden wird. Nach dem Beginn mit österreichischen und französischen Möbeln (Thonet, Neyger, Kohn, Gallé), bilden eine Tischleuchte und ein Barometer von Albin Müller (Fürstl. Stolbergsches Hüttenamt, Ilsenburg) aus patiniertem Eisen die ersten Höhepunkte. Mehrere französische Jugendstil und Art Déco Leuchten folgen, darunter eine Hängeleuchte, die wohl von Jean Perzel stammt. Große WMF-Jardinieren und eine von Olbrich entworfene Deckelkanne fallen im Bereich Metall auf. Ein 18-karätiges Goldarmband von Frantz Hingelberg mit reliefiertem Blütendekor wartet im Bereich Schmuck auf einen neuen Besitzer.
Die Abteilung Silber beginnt mit einer seltenen Hanauer Büste mit Elfenbein und Edelsteinbesatz von Ludwig Neresheimer. Umfangreich ist dann das Angebot an russischen Silberstücken mit Cloisonné-Emaildekoren. Eine kleine Fabergé Dose mit einer auf Email gemalten Schlittenfahrtszene ist hier an erster Stelle zu nennen, doch auch die übrigen Objekte dürften für Sammler dieser Gattung sehr interessant sein. Im Angebot sind auch mehrere Bestecke von Vogeler, Lettré, Bahner, Andersen und Rosenthal. Im Silber-Sektor stark vertreten sind wieder die Entwürfe skandinavischer und französischer Hersteller wie Jensen, Michelsen, Cohr und Christofle. Zwei interessante Kannen von Werner Bünck sprechen die Formensprache der 1980er Jahre.
Bei der Keramik fallen großformatige Werke auf, so eine um 1899 datierte Goldscheider Büste der Kriemhild und ein Leuchtenfuss von A. Doebrich für Wahliss mit zwei auf einem Baum kauernden Satyrn. Äußerst selten sind die zwei Kannen des Bildhauers Gustav Weidanz, der nur für kurze Zeit die Keramikwerkstatt an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein leitete. Selten auch der kleine Knabe der italienischen Manufaktur Lenci.
Unter den zahlreichen Porzellanlots sind Geschirre von KPM, Meissen und Herend, sowie Figürliches von Meissen und eine große weibliche Büste der Porzellanmanufaktur Dux zu nennen.
Das französische Glas ist mit qualitätvollen Stücke von Walther, Gallé, Daum, Argental, Muller Frères, Schneider und Legras vertreten. Auffallend auch eine kleine Lobmeyr Schale mit geschnittenem Jahreszeitendekor von Urban Janke. Lötz ist ebenfalls gut repräsentiert, Namen wie Franz Hofstötter, Gisela Falke und Adolf Beckert machen hier neugierig.
Italienisches Glas zeigt sich mit Venini, Cenedese, Poli, Seguso, da Ros, Vistosi, AVEM, Fuga u.a. breit gefächert, die zwei Vasen Cathedrale Athena und Dorico Aquamare von Barovier & Toso stechen hier besonders hervor.
Im Bereich Skulptur erwähnenswert ist eine Chiparus Figur mit dem Titel Simplicity. Im Bereich Kunst liegen Einzelentwürfe der ersten und dritten Bauhausmappe vor, darüber hinaus zahlreiche Gemälde, Graphiken und Fotoarbeiten von Mack, Uecker, Chagall, Mataré, Zangs, Yvaral, Staudt, Struth, Quinte, Marcel Brodthaers.
Helmut Newton ist mit einem signierten SUMO Exemplar vertreten. Beeindruckend auch eine aus einem Stamm gearbeitete blattvergoldete Skulptur des Niederländers Ben Zegers.
Den Auftakt im Design-Teil bilden Bauhaus Entwürfe. Eine frühe Ausführung des MR20 von Mies van der Rohe von 1927-31, zwei bei Knoll gefertigte Barcelona Chairs mit Ecküberblattung um 1957 sind nur Einzelbeispiele.
Zwei in den 1940er Jahren bei der Wohnbedarf AG ausgeführte LC40 Liegen von Le Corbusier werden aufgrund ihrer Seltenheit sicherlich auf Interesse stoßen, ebenso wie der bei EMBRU für Wohnbedarf ausgeführte Marcel Breuer Sessel Mod. 1414. aus den 1940er Jahren.
Bei den skandinavischen Entwürfen sind die zwei bei Christensen & Larsen ausgeführten Elizabeth Chairs und das Elizabeth Settee von Ib Kofod-Larsen zu nennen. Nicht häufig zu sehen ist auch die 1950 entworfene Bank Mod. FH 1935 und zwei Sessel Mod. FH 1936 von Hans Wegner für Fritz Hansen. Sehr organisch der von Eames 1948 entwickelte La Chaise Entwurf, der erst seit 1990 bei Vitra in Produktion ist.
Die Stehleuchte Luminator von Pietro Chiesa für Fontana Arte, der würfelförmige Tisch mit Mosaikdekor von Fornasetti, sowie ein Tisch von Mendini für Studio Alchimia-Zabro stehen hier beispielhaft für das breite Angebot im italienischen Design.

Veranstaltungen zum Bericht:
Herbstauktion 69 am 19. November 2011, Beginn 10 Uhr

Quelle: © Auktionshaus Herr

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