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Highlights aus dem 19. Jahrhundert bei Van Ham Kunstauktionen

Friedrich Nerly, Venedig. Blick über das Markusbecken auf Santa Maria della Salute, 1855

In der Frühjahrsauktion der Alten Kunst am 17. Mai bei Van Ham Kunstauktionen hebt sich das 19. Jahrhundert mit herausragenden Werken der deutschen Romanik, des französischen Impressionismus sowie der dänischen Malerschule hervor. Im Mittelpunkt der Gemälde des 19. Jahrhunderts steht Friedrich Nerlys Gemälde des „Canale Grande mit Blick auf die Santa Maria della Salute bei Mondschein“ (Schätzpreis: 70.000 – 100.000 Euro). Seine Venedigmotive machten Nerly weithin bekannt und erfreuen sich auch heute noch größter Beliebtheit wie Dr. Wolfram Morath-Vogel, Experte für diesen Künstler, passend beschreibt: „Kein zweiter Maler des 19. Jahrhunderts war in seinem Schaffen von der märchenhaften Stadtschönheit Venedigs so nachhaltig - über vier Jahrzehnte lang - fasziniert und inspiriert wie der aus Erfurt stammende Rumohr-Schüler, zeitweilige Deutschrömer und spätere Wahlvenezianer Friedrich Nerly (…).“

Als „vergessener Impressionist“ wird Armand Guillaumin bezeichnet. In der Frühjahrsauktion werden zwei bemerkenswerte Arbeiten des französischen Künstlers angeboten. Das Gemälde „Les Bréjots, premiers jours de mai, le matin“ von 1917 wurde von der Galerie Theano Staehelin in Zürich eingeliefert (Schätzpreis: 40.000 – 60.000 Euro), ebenso wie das Aquarell mit der Darstellung der Seine-Brücke in Paris von 1868 (Schätzpreis: 20.000 – 30.000 Euro).

In einem Sonderkatalog offeriert Van Ham einen bedeutenden Teil einer Rheinischen Privatsammlung mit wichtigen Arbeiten des Dresdner Impressionisten Robert Sterl. 16 Gemälde und 14 Arbeiten auf Papier kommen zum Aufruf. „Darunter befinden sich lichtdurchdrungene Landschaften, kraftvolle Darstellungen hart arbeitender Männer in Steinbrüchen und Gießereien und nicht zuletzt Porträts, wie das des Dirigenten Arthur Nikitsch während eines Konzerts im Leipziger Gewandhaus“, so der Gemäldeexperte Bernd Mengel.

Unter den rund 40 Arbeiten auf Papier fallen 17 russische Meisterzeichnungen der vermutlich bedeutendsten privaten Kunstsammlung der untergegangenen DDR auf, die bereits 1964 von Werner Schmidt publiziert wurde. Lothar Bolz, Altkommunist, Moskau Emigrant und zweiter DDR Außenminister sammelte in seiner zweiten Heimat russische Zeichnungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Seine umfangreiche Kollektion wurde in Teilen bereits in den 60er und 70er Jahren ausgestellt. Einige wichtige Stücke finden sich nun bei Van Ham wieder – neben Zinaida Serebraikova und Ljubov Popova sind u.a. auch Benois, Falk und Maljavin vertreten.

Beachtlich ist die norddeutsche Sammlung dänischer Meister des goldenen Zeitalters. Diese beinhaltet Werke von Peder Monsted, Carl Frederik Sörensen, Frederik Rohde und Christian Frederik Thöming. Dabei sind nicht nur typisch dänische Motive und Landschaften vertreten, sondern auch Eindrücke, die Künstler wie Rohde bei Auslandsaufenthalten sammelten und in Gemälden wie der Ansicht einer Terrasse eines alten italienischen Klosters wiedergaben.

Aus Hamburger Privatbesitz stammt das Gemälde „Fröhliche Kutschfahrt im Sommer“ des polnisch-stämmigen Malers Alfred von Wierusz-Kowalski (Schätzpreis: 22.000 – 30.000 Euro). Das beliebte Motiv besticht durch seine ausgelassene, lebenssprühende Stimmung und leuchtende Farbgebung. Das zweite angebotene Werk des Künstlers zeigt ebenfalls eine Kutschfahrt, diese jedoch in winterlicher Szenerie (Schätzpreis: 22.000 – 25.000 Euro). Adam Styka, ebenfalls ein polnischer Künstler, wurde zu einem der bedeutendsten Orientalisten. Seine strahlend blaue Flusslandschaft mit Figurenstaffage wird für den Schätzpreis von 18.000 – 22.000 Euro angeboten. Stykas Landsmann Jacek Malczewski malte zunächst im Stile der Romantik, dann wandte er sich dem Symbolismus zu. Im Stil des Symbolismus ist auch seine Genreszene mit Bauern auf dem Felde, die sich eine gute Ernte erbeten (Schätzpreis: 10.000 – 12.000 Euro).

Der vollständige Katalog ist auf www.van-ham.com einsehbar. Die Auktion findet am 17. Mai ab 10 Uhr statt. Alle Objekte sind bei der Vorbesichtigung vom 10. bis 14. Mai ausgestellt.

Van Ham Kunstauktionen, gegründet 1959, ist ein Familienunternehmen, das in zweiter Generation von Markus Eisenbeis als persönlich haftender Gesellschafter geleitet wird. Jährlich finden circa zwölf international beachtete Auktionen in den Bereichen Alte Kunst, Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren, Moderne Kunst, Zeitgenössische Kunst, Photographie, Teppiche und Dekorative Kunst statt. Durch regelmäßig erzielte Auktionsrekorde gehört Van Ham zu den führenden Auktionshäusern in Deutschland mit Spitzenpositionen im Schmuck und den Gemälden des 19. Jahrhunderts.

Veranstaltungen zum Bericht:
320. Auktion: Alte Kunst

Quelle: © Van Ham Kunstauktionen

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