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Joaquín Sorolla y Bastida, Niño en Cuclillas. Playa de Valencia. Um 1912.

Joaquín Sorolla y Bastida, Niño en Cuclillas. Playa de Valencia. Um 1912.

Öl auf Leinwand. Unten rechts gewidmet und signiert: A mi querido Victor Pica / J Sorolla 1914.
61 x 53 cm.

Losnummer: 3220


Die Authentizität dieses Werkes wurde von Blanca Pons Sorolla bestätigt. Es ist im Catalogo Sorolla unter der Nummer BPS 4623 registriert. Wir danken Blanca Pons Sorolla für Ihre wisschenschaftliche Unterstützung.

Provenienz:
- Vittorio Pica, Italien (direkt vom Künstler als Geschenk erhalten).
- Privatbesitz Schweiz.

Joaquín Sorolla Bastida Gascon Prat Bux Tenas Escorihuela i Sadurní wird am 27. Februar 1863 in Valencia geboren. Er verwaist kaum zweijährig, da seine Eltern beide an der Cholera sterben. Er wächst bei der Tante Isabel, einer Schwester seiner Mutter in Valencia auf. In der Ausbildung als Schlosser erkennt man sein zeichnerisches Talent und überzeugt die Verwandten ihm eine künstlerische Ausbildung an der Academia de Bellas Artes de San Carlos in Valencia zu erlauben. Bei einer Reise 1881 nach Madrid lernt er im Prado die Werke von Velázquez und Ribera kennen, deren Gemälde er kopiert. Stipendien erlauben ihm dann längere Studienaufenthalte in Rom und Paris, wo er die impressionistischen Gemälde bewundert, die ihn nachhaltig beeinflussen. 1888 heiratet er in Valencia die Schwester eines ehemaligen Mitschülers an der Akademie, Clotilde García, die er im laufe seines Lebens in vielen Werken porträtiert. Die Familie entscheidet sich schliesslich in Madrid zu leben, wo Sorolla seinen Lebensmittelpunkt behalten wird, letzlich ein sehr schönes Anwesen mit grossem Garten und hohen Studioräumen am Paseo de General Martinez, die "Casa Sorolla" , wo heute in den unveränderten Räumlichkeiten die Werke und Sammlung von Sorolla bestaunt werden können.
Sorolloas Motivwahl ist inspiriert von seiner wachsenden Familie und der Bedeutung, die er dem häuslichen Leben beimisst. Seine Töchter María und Elena kommen 1890 und 1895 zur Welt, sein Sohn Joaquín 1892. Die zunehmende Häufigkeit, mit der die Kinder in seinem Werk vorkommen, geht mit dem gleichsam wachsenden Erfolg des Malers einher. In ganz Europa wird sein grosses, aussergewöhnliches Talent bewundert, dies vor allem nach den Ausstellungen in Paris, am Salon 1895 und an der Weltausstellung 1900. Nach weiteren Erfolgen in Deutschland und England reist er nach New York und zeigt seine Werke in der Hispanic Society of America. Dies macht ihn innert Kürze zu einem der beliebtesten Maler weltweit, US-Präsident William Howard Taft lässt sich von ihm porträtieren, und bis heute ist sein Werk in den Vereinigten Staaten äusserst beliebt. Seine Werke werden daher in vielen wichtigen Privatsammlungen und in den bedeutendsten Museen täglich bewundert.
Sorolla zeigt uns einen am Strand knienden Jungen. Er wählt einen Bildausschnitt vom Blick auf das sich kauernde Kind, das in dem von den Wellen bespülten Bereich des Strandes spielt. Diese Perspektive zeigt uns einen Hintergrund, welcher von Nahem betrachtet aus fast abstrakten Flächen von Sand, Wasser und dessen Spiegelungen besteht. Diese Bildkomposition erzeugt eine für Sorollas Malweise sehr typische Wirkung. Der "Maler des Lichts" wie er ganannt wird, schafft es durch das Betonen des intensiven Sonnenlichts anhand von wenigen, aber klaren, das Licht reflektierenden Flächen, die Weite und intensive Helligkeit der diese Szene umgebenden Welt in dem intimen Bildausschnitt wie ein Spiegel wiederzugeben. Gemäss seiner Erfahrung und Meinung bekommen die aufgetragenen Farben die strahlendste Leuchtkraft, wenn die Leinwand wie bei diesem Gemälde grau grundiert wird. Ähnlich wie Renoir malt auch Sorolla sehr schnell. Er geht jedoch sehr akribisch vor bei seinen Vorbereitungen, um seine konzentrierte, schnelle Arbeitsweise "Plein-air" am Strand oder in der Natur ausführen zu können. So fixiert er meist die Staffelei besonders stark und schützt diese mit gespannten Tüchern vor den Wettereinflüssen, wie Sonne und Wind. Dennoch schafft es so manches kleine Sandkorn sich in die Malschichten zu mischen, das man bei genauer Betrachtung entdecken kann.
Das nun zur Auktion gelangende Gemälde ist ein Geschenk an den italienischen Kunstkritiker Vittorio Pica, an den es auch 1914 gewidmet ist. Es ist anzunehmen, dass ihm Sorolla dieses ein bis drei Jahre vorher entstandene Werk in diesem Jahr mit der Widmung "a mi querido Victor Pica" versah und schenkte. Pica ist Mitbegründer und mehrmaliger Kurator der Biennale in Venedig. Die enge Freundschaft, die im Archiv des Museum Sorolla in Madrid mit 49 Karten und Briefen bezeugt ist, entsteht wohl vor allem anlässlich der Vorbereitungen einer grossen Ausstellung in Rom 1911. In einem Brief vom 19. April 1914 schickt Pica seinen Dank für das Geschenk, über das er sich sehr freut : "Merci de tout coeur, mon cher Sorolla, pour le cadeau vraiment précieux de votre superbe étude de garçon accroupi sur les écueils!" (Archiv Museum Sorolla, AMS, CS/4692).
Am Strand von Valenica um 1912 entstanden, seither immer in Privatbesitz, kommt hier ein bedeutendes Meisterwerk des Künstlers zur Auktion. Es handelt sich um ein Gemälde, das geradezu all das, was bei Sorollas Kunst typisch und geliebt ist, in einer konzentrierten Verdichtung wiedergibt.


Veranstaltungshinweise:

Am 05.12.2014 bis 06.12.2014 Auktion Z37: Art Deco & Art Nouveau, Schweizer Kunst, Impressionismus & Klassische Moderne, PostWar & Contemporary, Moderne Graphik, Design


Schätzpreis: 350.000 - 500.000  SFR

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