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Diane Arbus, Puerto Rican Woman with a Beauty Mark, NYC, 1965

Die Auktion deckt, wie gewohnt, ein breites Spektrum an historischen, klassischen und zeitgenössischen Photographien ab. Aus dem Bereich der Photographie des 19. Jahrhunderts ist ein Portrait des britischen Dichters „Lord Alfed Tennyson“ hervorzuheben, das die mit ihm befreundete Julia Margaret Cameron im Jahr 1869 an ihrem Wohnsitz in Freshwater aufnahm (Lot 7, 2/2.500) sowie ein aus sieben Aufnahmen bestehendes Konvolut des Photographen Jean Pascal Sebah, das die Tempelanlage von „Karnak“ dokumentiert. Die Abzüge bestechen durch ihren außergewöhnlich guten Erhaltungszustand (Lot 4, 1.500). Rudolf Koppitz ist mit seiner wohl bekanntesten Aufnahme, der „Bewegungsstudie“ vier graziler Tänzerinnen vertreten, die hier als Photogravüre vorliegt (Lot 53, 5.000).

Weitere Highlights der klassischen Photographie des 20. Jahrhunderts sind Germaine Krulls „Panneau publicitaire, l’affiche de Nicolas fines bouteilles“ von 1927 (Lot 45, 3/4.000) sowie Ilse Bings 1935 entstandene Aufnahme „Pensionnat de Jeunes Filles“ (Lot 46, 3/4.000). Die deutsche Photographie der Nachkriegszeit ist vor allem durch Photographen der „fotoform“-Gruppe repräsentiert: Allen voran zu nennen ist Otto Steinert, von dem zwei in Paris aufgenommene Motive, seine „Étude“ von 1951 sowie die „Silhouettes de Paris“ aus dem Jahr 1949 aufgerufen werden (Lot 95, 6/8.000 und Lot 96, 8/10.000). Auch sein impressionistisch anmutendes Bild der vom Wind bewegten Bäume vor seinem Fenster aus dem Jahr 1956, das bereits zweimal erfolgreich bei Lempertz versteigert wurde, ist wieder Teil der Offerte (Lot 94, 8/10.000). Eine weitere „fotoform“-Ikone stammt von Peter Keetman. Der spätere Abzug seiner „Treppe“ (Lot 92) ist mit € 2.400 bewertet. Ludwig Windstossers Photographie der durch die Nahsicht abstrakt wirkenden, in den Hallen der Mannesmann Werke aufgenommenen Rohre liegt bei € 2.000 (Lot 88). Zwei abstrakte, unikate „Chemigramme“ des Kölner Photographen Chargesheimer (Lots 86/87, 1.500 - 2.000/2.500) sowie 4 Photographien des kürzlich verstorbenen Will McBride (Lots 155 – 158, 700 – 1.500/2.000) runden das Angebot aus den Jahren der jungen Bundesrepublik ab.

Die französische Nachkriegsphotographie ist mit drei Aufnahmen Henri Cartier-Bressons prominent vertreten, die zugleich den bemerkenswerten Radius des weltweit tätigen Magnum-Photographen dokumentieren: Seine in den frühen fünfziger Jahren im italienischen „Matera“ entstandene Aufnahme gewährt Einblick in einen Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint (Lot 101, 2.500). Das Bild eines „Eunuchen am kaiserlichen Hof in Peking“ zählt zweifellos zu den wichtigsten Motiven Cartier-Bressons. Im starken visuellen Gegensatz zur Darstellung des gealterten Eunuchen steht sein liebliches Portrait von „Marilyn Monroe“ in Reno, das die Schauspielerin am Set ihres letzten vollendeten Films, „The Misfits“, zeigt (Lots 102/103, je 9/12.000). Von seinem Magnum-Kollegen René Burri stammt das berühmte Portrait Ernesto Che Guevaras, das den Dargestellten in lässiger Pose mit Zigarre zeigt und hier als früher Abzug vorliegt (Lot 139, 2.4/2.800). Bill Brandts eleganter, „London“ betitelter Frauenakt, dürfte den Sammlern des Photographen auch als Coverbild seiner maßgeblichen Werkmonographie bekannt sein (Lot 71, 7./9.000).

Zu den Höhepunkten der amerikanischen Photographie seit den 1960er Jahren zählen Diane Arbus‘ eindrückliches Portrait einer „Puerto Rican Woman with a Beauty Mark“ (Lot 124, 10/15.000) sowie Joseph Szabos humoriger Schnappschuss „Lifeguard’s Dream“, der ihm 1972 am Jones Beach gelang (Lot 121, 6.500). Thomas Hoepkers ebenso fesselnder wie irritierender „Blick von Williamsburg, Brooklyn, auf Manhattan, 11. September 2001“ bildet den Abschluss der klassischen Offerte (Lot 172, 6/8.000).

Zu den Photographien, die am 30. Mai im Rahmen der Auktion „Zeitgenössische Kunst“ aufgerufen werden, zählen Thomas Struths großformatiges Bild der „Hilo Street, Jiyu Gaoka, Tokyo“ von 2003 (Lot 561, 30/40.000) sowie Thomas Demands farblich ansprechendes, dabei verstörendes Bild „Junior Suite“, in dem der Künstler das Hotelzimmer der verstorbenen Whitney Houston nachinszeniert und damit die Indiskretion der heutigen Medienwelt reflektiert (Lot 560, 50/70.000). Von der niederländischen Künstlerin Inez van Lamsweerde stammt das eindrückliche Portrait „Anastasia“ mit Rokoko-Frisur und schwarzer Maske (Lot 547, 22/25.000).

Veranstaltungen zum Bericht:
Auktion 1050: Photographie

Quelle: © Kunsthaus Lempertz

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