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Cornice alla Sansovino, Toskana, zweite Hälfte 16. Jh.

Cornice alla Sansovino, Toskana, zweite Hälfte 16. Jh.

Geschnitztes Weichholz mit Beize, Farbfassung, Vergoldung über rotem Bolus und Versilberung über schwarzem Bolus. Bedeutender, prachtvoller, skulptural beschnitzter manieristischer Rahmen mit einem komplexen Aufbau aus Attika, Voluten, C-Schwüngen, Basen, vier Putti in der oberen Rahmenhälfte und zwei geflügelten weiblichen Karyatiden in der unteren Hälfte. Der Kopf eines Putto ersetzt. H 134, B 114 cm, lichtes Maß 98 x 82 cm.

Toskana, zweite Hälfte 16. Jh.

Losnummer: 1096


Provenienz

Villa Stella Maris, Camogli

Versteigert Finarte, Arredi e dipinti antichi provenienti dalla Villa Stella Maris die Camogli am 18. Oktober 1995

Privatsammlung Italien
Literatur

Abgebildet bei Lodi/ Montanari, Repertorio della Cornice Europea, Modena 2003, Nr. 211.

S.a. Kat. The Sansovino Frame, National Gallery London 2015.

Der Ursprung des Rahmentypus´ wird allgemein nach Venedig lokalisiert und mit dem Bauschmuck des Architekten Jacopo Sansovino in Verbindung gebracht, der von 1527 bis zu seinem Tod im Jahr 1570 in in der Lagunenstadt tätig war. Es wird heute vermutet, dass eines seiner berühmtesten Werke, die Architektur und Ausgestaltung der Scala d´oro im Dogenpalast, als Inspiration für die Rahmenbezeichnung des 19. Jahrhunderts gedient hat. Ähnliche Rahmengestaltungen finden sich in Venedig vielfältig, und nicht alle sind direkt auf Sansovino zurückzuführen. Die Londoner Ausstellung von 2015 propagiert Alessandro Vittoria (1525 - 1608), den begabtesten Bildhauer aus der Werkstatt von Sansovino, als wahrscheinlicheren Urheber der Ornamentik.

Dieses Exemplar wird von Lodi/Montanari in die Toskana lokalisiert. Das auffälligste Merkmal, das ihn von den traditionellen, in Walnuss geschnitzten und partiell vergoldeten Exemplaren unterscheidet, ist die naturalistische Polychromie der Figuren. Sie unterstützt die lebendige Wirkung der vier in die Nischen gesetzten Putti, die sich mit einer anrührenden Geste an die Brust fassen und mit der anderen Hand an Vorsprüngen festhalten. Es sind nur wenige Rahmen der Epoche publiziert, in denen sich der figürliche Naturalismus so prägnant von den architektonischen Elementen absetzt.


Veranstaltungshinweise:

Am 12.11.2015 bis 13.11.2015 Auktion 1056: Kunstgewerbe


Schätzpreis: 30.000 - 40.000  EURO

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