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Ferdinand Olivier, Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, 1823

Ferdinand Olivier, Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, 1823

Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden. Geordnet nach den sieben Tagen der Woche, verbunden durch zwey allegorische Blätter. 8 (von 9) Kreidelithographien, eine davon mit hellbeiger Tonplatte. Je ca. 19,3 x 27,8 cm. Mit den originalen Mappendeckeln (berieben und mit Feuchtigkeitsrändern, die originalen Bindebänder teils lädiert). (1823). Nagler (Künstlerlex. 1924) Bd. 11, S. 453, aus Bötticher, S. 181, aus 2, Rümann (Ill. dt. Bü. 19. Jh.) aus 1504, Grote (Die Brüder Olivier, Berlin 1938) S. 212ff., Abb. 135, Schwarz (Anfänge Lith. Österr.) 1, 7.; Ausst. Kat. German Printmaking in the Age of Goethe, bearb. von Antony Griffiths und Frances Carey, London 1994, S. 209 - 214, Nr. 135; Giulia Bartrum und Daniel Godfrey in: Ausst. Kat. Wahlverwandtschaften, Eine englische Privatsammlung zur Kunst der Goethezeit. Weimar 2013, S. 246-265, Nr. 65.

Losnummer: 5492


Die Folge der "Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden" ist nicht nur das graphische Hauptwerk Ferdinand Oliviers, sondern ist gleichzeitig wohl auch der bedeutendste graphische Zyklus der deutschen Romantik. Zwei Reisen Oliviers in das Salzburger Land in den Jahren 1815 und 1817 hinterließen bei dem Künstler einen bleibenden Eindruck und führten im Anschluß (1818-1823) zur Realisierung der 9 Blatt umfassenden Folge, die naturalistische Landschaftsschilderung mit einer allegorischen Wiedergabe des christlichen Lebens verbindet.

Bei vorliegender Suite ist die komplette Folge der Wochentage mit dem Zueignungsblatt vorhanden, lediglich das allegorische Schlussblatt fehlt. Bei dem Zyklus handelt es sich um eine der nur in wenigen Exemplaren hergestellten Luxusausgaben, die laut der Anzeige in einer Berliner Zeitung von 1823 für "fürstliche und vornehme Liebhaber" gedacht war. Die einzelnen Lithographien der "Liebhaberausgabe" waren jeweils bis auf einen ganz feinen Rand beschnitten und auf einen graugrünen Karton montiert, die Blätter waren mit Lavierungen und vergoldeter Umrahmung versehen. Von den zwei allegorischen Blättern abgesehen, befand sich unter den Wochentagen jeweils der einzeilige Untertitel auf einem braunen Schild unterhalb der Darstellung. Sechs der Wochentage der vorliegenden Suite waren gerahmt und der graugrüne Untersatzkarton mit dem montierten Titelschild ist dabei leider teils oder ganz verlorengegangen: Fünf der Wochentage (Sonntag bis Donnerstag) sind auf modernem graugrünen Karton aufgelegt, der "Freitag" aus der Folge befindet sich noch auf dem Originalkarton mit der Umrahmung mit montiertem Titel, allerdings ist der Karton ringsum beschnitten, der "Sonnabend" ist noch auf der vollrandigen, originalen Montierung ebenso wie das Zueignungsblatt. Von dem allegorischen "Schlußstein" ist der originale Untersatzkarton anliegend, von den Wochentagen Sonntag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag liegen die einzeiligen Titelschilder lose bei. Sämtlich prachtvolle Drucke und - wie für die Luxusausgabe beschrieben - mit feinen Rändchen. Teils vereinzelt stockfleckig und leicht vergilbt, der "Montag" etwas stärker stockfleckig, marginale Alters- und Gebrauchsspuren, insgesamt in vorzüglicher Erhaltung. Die Serie in der für fürstliche Liebhaber gedachten edlen Präsentation ist überaus selten: zwei Exemplare existieren in der Sammlung Booth-Clibborn, London, ein weiteres im Metropolitan Museum of Art, New York, und schließlich eines im Kupferstichkabinett der Öffentlichen Kunstsammlung Basel (s. Giulia Bartrum, op. cit., S. 246). - Aus einer Baden-Württembergischen Privatsammlung.


Veranstaltungshinweise:

Am 26.05.2016 107. Auktion: Druckgraphik des 15. - 19. Jahrhunderts


Schätzpreis: 50.000,-  EURO

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