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Wilhelm Morgner, Komposition mit Feldarbeiter, 1913

Wilhelm Morgner, Komposition mit Feldarbeiter, 1913

Öl auf Malkarton, auf Hartfaser montiert. 60,5 x 86 cm. Gerahmt. Unten rechts schwarz monogrammiert und datiert 'WM.' (ligiert) '13.' - Die Ecken teils mit kleinem Materialverlust, die Ränder rahmungsbedingt minimal berieben. Schwach konkav gewölbt.

Losnummer: 315


Provenienz

Privatsammlung Süddeutschland; Villa Grisebach, Berlin, 4.6.1999, Auktion 71 Ausgewählte Werke, Lot 27; Galerie Michael Haas, Berlin; (dort 1999 erworben); seitdem Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Literatur

Vgl. allgemein: Ausst. Kat. Wilhelm Morgner und die Moderne, Münster 2015/2016 (LWL-Museum für Kunst und Kultur)

„Die Art und Weise, wie die Farben und Linien gegeben sind, sollen ein Weiterschwinden meines Ichs sein, etwa wie Schall, der von irgendeinem Instrument erzeugt wird und dann die Luft in dieselben Schwingungen versetzt, wie sie das Instrument gegeben hat.“ (Wilhelm Morgner an Georg Tappert, 10.11.1911, in: Wilhelm Morgner. Briefe und Zeichnungen, hrsg. v. Christine Knupp-Uhlenhaut, Soest 1984, S. 29)

Im Jahr 1913 sollte Wilhelm Morgner mit gerade 22 Jahren seine letzten Ölgemälde malen. Nachdem er sich als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg verpflichtet hatte, fiel er im Sommer 1917. Wie seine Zeitgenossen Marc und Macke hinterließ Morgner der Nachwelt trotz seines frühen Todes ein bemerkenswert entwickeltes und facettenreiches Oeuvre.

Seit den Anfangsjahren durch eine tiefe Begeisterung für Vincent van Gogh geprägt, war es vor allem seine Verbindung zu den Protagonisten des Blauen Reiters, die sein Werk ab 1912 beeinflussen würde. Morgner war zu diesem Zeitpunkt bereits ein geschätzter Künstler: Im Juni 2012 war er mit einem Bild auf der Kölner Sonderbund-Ausstellung vertreten, kurz zuvor hatten ihm Wassily Kandinsky und Franz Marc einen herausragenden Auftritt auf der zweiten Ausstellung des Blauen Reiters in München ermöglicht.

Die vorliegende Arbeit belegt eindrucksvoll Morgners intensive Auseinandersetzung mit zeittypischen künstlerischen Fragstellungen im Spannungsfeld von Gegenständlichkeit und Abstraktion, Materialität und Auflösung. Morgners mit entschlossener Hand arrangierte Farbkaskaden scheinen nur mit äußerster Kraft gebändigt, gleichsam einem pulsierenden Rhythmus folgend. Der vermutlich von Morgners Mentor Georg Tappert gewählte und tradierte Titel des Werks suggeriert, dass Morgner der Komposition ein gegenständliches Motiv zugrunde legte. In Anlehnung an sein künstlerisches Vorbild van Gogh beschäftigte sich Wilhelm Morgner tatsächlich immer wieder mit der menschlichen Gestalt und dem Motiv des Arbeitens.

In Format und Technik entspricht die „Die Komposition mit Feldarbeiter“ Morgners „Astralen Komposition XXII“ und „Astralen Komposition XXIII“ (vgl. Ausst. Kat. Münster 2015/2016, op. cit., Kat. Nrn. 127, 134). Die beiden musealen Werke stammen ebenfalls aus dem Jahr 1913 und befinden sich heute in den Sammlungen des Soester Museum Wilhelm Morgner und des LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.


Veranstaltungshinweise:

Am 03.06.2016 Auktion 1070: Moderne Kunst


Schätzpreis: 120.000 - 150.000  EURO

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