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Friedrich Nerly, Winteransicht auf den Canal Grande und Santa Maria della Salute

Friedrich Nerly, Winteransicht auf den Canal Grande und Santa Maria della Salute

Öl auf Leinwand (doubliert). 65 x 103 cm.

Signiert unten rechts: F. Nerly.

Provenienz

Italienische Privatsammlung.

Ausstellungen

"Paesaggio d´Aqua. Luci e riflessi nella pittura veneziana dell´ottocento". Stra (Venedig), Museo Nazionale di Villa Pisani, 2011, Nr. 6, S. 43. - L´Armonia del vero. Vita e paesaggi tra terre e acque, Piazzola sul Brenta, Palazzo Contarini 2015, Nr. 36, S. 124-125.

Literatur

Über den Künstler W. Morath-Vogel (Hg.): Römische Tage - Venezianische Nächte, 2008.

Losnummer: 1536


1837 wechselte Friedrich Nerly seinen Wohnsitz von Rom nach Venedig und damit auch die Sujets seiner Bilder. Denn fortan widmete er sich hauptsächlich der Venedig-Vedute, die seit dem 18. Jahrhundert hier eine besondere Tradition hatte. „Römische Tage - Venezianische Nächte“ hieß die Ausstellung anlässlich seines 200. Geburtstages, die 2007/2008 in Dessau, Lübeck und Paderborn zu sehen war. Nerlys Venedig-Bilder zeigen zwar nicht alle die Stadt bei Nacht und Mondschein, aber es sind vor allem die nächtlichen Szenen, die sich in der Wahrnehmung seiner Kunst eingeprägt haben.

Unser Gemälde belegt allerdings, dass Nerly auch ein großer Meister des Tageslichtes war. Ein weißer Schneeschleier liegt hier über den Dächern, Balkonen und Booten. Die Stadt scheint in eisiger, kristalliner Luft zu erwachen und im Morgenrot die Wärme der frühen Sonnenstrahlen zu empfangen. Es war wohl Nerlys italienischer Zeitgenosse Ippolito Caffi (1809-1866), der die ersten beschneiten Venedig-Ansichten malte. Seine Gemälde sind aber impressionistischer und weniger detailliert als die seines deutschen Malerkollegen. Wie genau dieser die Einzelheiten und Veränderungen der Stadt wahrgenommen hat, können wir an unserem Bild ablesen und dieses dadurch auch, zumindest „post quem“, datieren. Eine ähnliche Ansicht auf den Kanal und der Salute von 1838/39 (heute Kunsthalle Bremen, op. cit. Nr. 25) ist eindeutig vom Ufer vor der Accademia aus gemalt. Sie zeigt neben dem Palazzo Franchetti auf der linken Seite (heute Istituto Veneto) noch einen schlichteren Bau, der nach 1847 abgerissen wurde, weil der neue Besitzer, Henry de Chambord, an der Stelle einen Garten anlegen wollte. Diesen, noch heute vorhandenen Garten sehen wir ansatzweise ganz links. Auffallend ist ebenfalls im Vergleich zur früheren Ansicht eine Verlagerung des Standortes, von dem der Maler aus sein Bild konzipiert hat. Es ist nicht mehr das rechte Kanalufer, sondern eindeutig die Mitte der Accademia-Brücke, welche 1854 eingeweiht wurde.

Mit diesem vergleichsweise späten Gemälde zeigt Nerly einmal mehr seine große Begabung, mit der er das magische Bild Venedigs noch nach dem Sturz der einst machtvollen Serenissima und am Vorabend der Gründung Italiens eindrucksvoll auf die Leinwand bannen konnte.


Veranstaltungshinweise:

Am 19.11.2016 Auktion 1076: Alte Kunst


Schätzpreis: 180.000 - 220.000  EURO

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