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Ketterer Kunst-Auktion in München - Kunst des 19. Jahrhunderts - Des Rätsels Lösung für EUR 412.500*

 F. v. Stuck, Ödipus löst das Rätsel der Sphinx (Ausschnitt), 1891, Öl/Lwd., 86 x 147 cm, EUR 412.500*

München, 29. November 2016, (kk) – Den erfolgreichen Auftakt des Auktionsherbstes bei Ketterer Kunst in München machte heute die Kunst des 19. Jahrhunderts. Die zunehmende Attraktivität dieser Sparte wird von 40% Erstkäufern untermauert. Der Gesamterlös betrug rund EUR 1 Million* und liegt damit sogar leicht über dem Ergebnis des gleichen Zeitraums des vergangenen Jahres. Besonders begehrt war ein geheimnisvolles Werk Franz von Stucks.

Lange Zeit hing Franz von Stucks “Ödipus löst das Rätsel der Sphinx” (Los 93) als Leihgabe in der “Villa Shatterhand” bei Karl Mays Witwe in Radebeul. Nun wandert das 1891 entstandene Ölgemälde nach Süddeutschland. Eine Sammlerin aus Bayern war die glückliche Gewinnerin des heftigen Wettstreits um das mit EUR 180.000 aufgerufene Top-Los des Tages. Mit ihrem Gebot von EUR 412.500* setzte sie sich nicht nur gegen den vollen Saal und das gut gefüllte Auftragsbuch, sondern auch gegen einen hartnäckigen Telefonkonkurrenten aus des europäischen Ausland durch.

Ebenfalls ganz oben auf der Liste der Begehrlichkeiten standen die Arbeiten von Leo Putz. Sowohl sein Ölgemälde „Tanzende Negerinnen“ (Los 96), das mit EUR 24.000 zum Aufruf kam und das mit aller Vehemenz und dem Einsatz von EUR 30.000* u.a. gegen einen beharrlichen Telefonbieter aus Hessen verteidigt wurde, als auch die „Kampenwand VI“ (Los 145), die bei einem Aufruf von EUR 8.000 schließlich mit dem Erlös von EUR 40.000* honoriert wurde, wanderten in bayerische Privatsammlungen.
Mehr als das Dreifache des Aufrufpreises von EUR 8.000 waren einer Liebhaberin aus Brandenburg Karl Hagemeisters dekorative „Wasserrosen“ (Los 85) wert. Mit ihrem Gebot von EUR 27.500* verwies sie Saal und Auftragsbuch ebenso auf die Plätze wie fast ein halbes Dutzend telefonisch zugeschalteter Interessenten aus ganz Deutschland.

Für den Erlös von EUR 25.000* sicherte sich ein Neukunde aus dem süddeutschen Raum Carl Blechens beschaulich meditierenden „Mönch auf der Terrasse“ (Los 64), während die zufrieden ausruhende “Alte Näherin“ (Los 20) von Fritz von Uhde bei einem Aufruf von EUR 19.000 und dem Erlös von EUR 23.750* nach Brandenburg abgegeben wurde.

Ganz ausgezeichnete Steigerungen erfuhren Carl von Marrs „Vier weibliche Akte auf einer Wiese mit Schwertlilien” (Los 95, Aufruf: EUR 2.600). Die grazilen Damen wurden nicht nur von deutschen Bietern stark umworben. Auch der Handel in Hongkong hätte sie gerne für sich gewonnen, doch ein bayerischer Sammler trug hier mit dem Erlös von EUR 20.000* den Sieg davon.

Hoch im Kurs standen auch zahlreiche Arbeiten auf Papier, allen voran die mit EUR 4.300 aufgerufenen 13 Bleistiftzeichnungen „Reise nach Norwegen“ (Los 33) von Friedrich Preller d.Ä., die nach heftigem Widerstand aus Deutschland und der Schweiz nun für den Rekord-Erlös von EUR 17.500* die Reise nach New York antreten dürfen.

Neben sieben Aquarellen und Bleistiftzeichnungen von Anton von Werner (Lose 50-57), die ausnahmslos und mit sehr guten Steigerungen abgesetzt wurden (Erlöse bis EUR 2.250*), ebenso wie einer Riege von acht Zeichnungen (Lose 42-49) Adrian Ludwig Richters (Erlöse bis EUR 750*), waren die Werke von Ludwig von Hofmann sehr beliebt. Seine sechs Kreidezeichnungen und ein Holzschnitt wurden von dem kleinformatigen Pastell „Heißer Tag“ (Los 105) gekrönt. Ein hessischer Sammler hob die Arbeit von aufgerufenen EUR 2.600 bis auf den Erlös von EUR 6.250*.

Schöne Steigerungen erzielten u.a. auch:


Los 091, Alexander Koester (Öl), Sechs Enten im Wasser. Aufruf EUR 16.000, Erlös EUR 22.500*
Los 135, Wilhelm Trübner (Öl), Blick auf die (…) Allee. Aufruf EUR 7.000, Erlös EUR 11.250*
Los 014, Carl Spitzweg (Öl), Wanderer … Aufruf EUR 7.200, Erlös EUR 11.250*
Los 152, Christian Landenberger (Öl), Betendes Mädchen. Aufruf EUR 1.700, Erlös EUR 11.000*
Los 139, Karl Theodor Boehme (Öl), Meeresbrandung. Aufruf EUR 1.200, Erlös EUR 9.375*

Die bei den Auktionen unverkauften Objekte können bis 23. Dezember 2016 im Nachverkauf erworben werden. Ergebnislisten zur Auktion sind telefonisch unter 089-552440 erhältlich.

* Der gerundete Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 25% Aufgeld bei Zuschlägen bis EUR 500.000. Auf den Teil des Zuschlagspreises, der EUR 500.000 übersteigt, wird ein Aufgeld von + 20 % berechnet und zu dem Aufgeld hinzuaddiert, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis EUR 500.000 anfällt.

Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz in München und einer Dependance in Hamburg etabliert. Repräsentanzen in Berlin, Heidelberg, Düsseldorf, in der Benelux-Union, Frankreich, Italien und der Schweiz sowie in den USA tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen, Sonder- und Benefizauktionen sowie monatliche Online-Auktionen unter www.ketterer-internet-auktion.de statt. Robert Ketterer ist Inhaber und Geschäftsführer von Ketterer Kunst.

Kontakt:
Für Kundenanfragen:

Sarah Mohr, M.A.
Telefon: +49-(0)89-55244-147, Fax:-177
E-Mail: s.mohr@kettererkunst.de
www.kettererkunst.de

Veranstaltungen zum Bericht:
435. Auktion - Kunst des 19. Jahrhunderts

www.kettererkunst.de

Quelle: © Ketterer Kunst Auktionen

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