Die Kunst, online zu lesen.

Home



News

Die jungen Alten kommen: Design und Kunst aus dem 20. Jahrhundert im Postpalast

Anrichte von Paolo Buffa, 1950

Nach dem Besucherrekord im Herbst, eröffnet die Kunst & Antiquitäten München am 18. März 2017 die Tore für ihre erste Frühjahrsmesse im Postpalast. Die mehr als 60 Aussteller aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren neben den raren Antiquitäten und der Kunst des 19. Jahrhunderts auch herausragende Designobjekte und zeitgenössische Malerie der Moderne von Impressionismus über Kubismus bis Pop-Art.

Seit der ersten Messe im Jahre 1968 gehören antike Möbelstücke zum besonders beliebten Inventar der Kunst & Antiquitäten München. Konnten die Besucherinnen und Besucher damals vor allem Einrichtung aus der Biedermeierzeit entdecken, finden die Gäste heute auch immer öfter seltenes Interior Design aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Besonders beliebt sind derzeit Designerobjekte aus den 50er Jahren.

Am Stand von Monika Fahrenson findet man in diesem Jahr unter anderem eine besondere Anrichte aus dem Jahr 1950. Der Mailänder Designer und Architekten Paolo Buffa (1903-1970) hat das Stück einem anspruchsvollen Klassizismus verpflichtet aus Ahorn und Zitronenholz anfertigen lassen. "Ob er Möbel für ein Swish-Skigebiet-Hotel produzierte oder für die haute-Bourgeoisie der italienischen nördlichen Lombardei-Region, Buffas Werk war von unverwechselbarer Heiterkeit geprägt", schreibt Architectural Digest.

Das Sesselpaar von Miroslav Navratil in der Ausführung von Cesky Nabytek stammt aus dem Jahr 1959 und findet man auch am Brigantine-Stand von Monika Fahrenson. Navratil gilt als einer der Pioniere des modernen tschechischen Designs. In seiner Heimat ist Navratil vor allem wegen seiner legendären Schalensitze bekannt, die er für die T3-Straßenbahnen konzipierte. Charakteristische Merkmale der Möbel sind helle Farben, runde Formen und der Schwerpunkt auf Materialien, Fertigungsqualität und Detailtreue.

Sammlerstücke finden Designliebhaber auch am Stand des Kunsthaus Kende. Bei dem Silber-Spezialisten findet man unter den Exponaten aus drei Jahrhunderten ganz besondere Objekte aus dem Art déco. Der Tübinger Kunsthändler Christopher Kende freut sich immer ganz besonders auf München: Es war sein erster Messeauftritt überhaupt, als der Diplom-Restaurator im Frühjahr 2014 seine Stücke auf der Kunst & Antiquitäten München präsentierte. Die erfreuliche Resonanz in München bestärkte ihn, seine Objekte zunehmend auf gehobenen Kunstmessen zu präsentieren. Seither ist das Kunsthaus Kende mit Silberarbeiten aus drei Jahrhunderten eine feste Größe innerhalb des deutschen Kunsthandels geworden mit Messebeteiligungen unter anderem in Köln, München, Münster und Wiesbaden.

Moderne Kunst – klassische Moderne

Die Kunst & Antiquitäten München ist berühmt für Gemälde des 19. Jahrhunderts und die Maler der Münchner Schule wie Carl Spitzweg, Franz von Defregger und Otto Piltz. Doch auch Freunde der klassischen Moderne finden im Postpalast herausragende Stücke. Das Kunsthaus Bühler zeigt mit der "Badenden mit Seerose" ein Werk des zeitgenössischen niederländischen Künstlers Peter Harskamp. Das Kunsthaus Bühler ist mit deutscher und französischer Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts, vom Klassizismus bis Postimpressionismus sowie Werke gegenständlicher Moderne in Malerei und Plastik unter anderem regelmäßig auf der Messe in Maastricht (TEFAF) und auf den großen deutschen Kunstmessen vertreten. Auf der 95. Kunst & Antiquitäten München können Kunstfreunde an seinem Stand unter anderem ein impressionistisches Werk ("Schloß Pretzfeld") aus dem Nachlass des Malers Curt Herrmann. Daneben sind vertreten Otto Dill, Christian Rohlfs und Henri Lebasque.

Ein Warhol für das Wohnzimmer

Die Wiener Galerie Kolhammer-Mahringer wird mit farbigen Lithografien großer Meister viele Besucher in Versuchung führen. Mit den eigenhändig signierten und limitierten Abzügen von Marc Chagalls "Saint Germain de Prés" (1954) und Joan Mirós "Oda a Joan Miró" (1973) sowie Andy Warhols verblüffend zeitgenössisch wirkendes "Flower" (1970) sind gleich drei große Namen zu finden.

Unbekannte Künstler entdecken

Die Kunst & Antiquitäten München ist bei Kunsthändlern bekannt dafür, dass hier auch Werke noch recht unbekannter Maler entdeckt werden. Experten werden dieses Mal besonders ausführlich die Werke der Galerie Jacobsa begutachten: Die Nürnberger Galerie bringt Werke des erst 2015 verstorbenen Künstlers Helmut Wellschmidt mit. "Die Bilder haben mich vom Hocker gehauen", erklärte Wolfgang Jacobsa kürzlich in einem Interview. Seit mehr als 25 Jahren ist der Galerist auf Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts spezialisiert nun widmet er sich dem Nachlass dieses beeindruckenden Künstlers. Ihn faszinieren die unverkennbaren Anleihen an die Alten Meister, insbesondere an die phantastischen Bildwelten eines Hieronymus Bosch. Die gestenreichen, überlangen Gliedmaßen erinnern zugleich an die Körpersprache expressionistischer Künstler.

Veranstaltungen zum Bericht:
95. Kunst & Antiquitäten München

Quelle: © Kunst & Antiquitäten München

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an





Kunst & Antiquitäten München

English Site Kunst & Antiquitäten München

News

English Site News

Termine

English Site Termine

Highlights

English Site Highlights







Copyright © '99-'2017
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum



Zum Seitenanfang Adressen

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce