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Pietra Paesina-Kabinett, Florenz, 17. Jahrhundert

Pietra Paesina-Kabinett, Florenz, 17. Jahrhundert

Renaissance, eine Schublade bez. und dat. AD DEN 8 TAG DEZEMBER 1636 - JO TOBIAS TAIS FECIT. C..TO STUTIOL, Florenz, 17. Jh.

Holz ebonisiert sowie ausserordentlich fein eingelegt mit "Pietra Paesina"-Plaketten sowie Messing- und Zinnfilets. Rechteckiger Korpus mit markantem Volutenaufsatz und seitlichen Traghenkeln auf gerader Zarge mit gequetschten Kugelfüssen, auf späterem Konsolentisch des 19. Jh. mit 4 markanten Säulen und profilierter, bastionsförmiger Sockelplatte mit gequetschten Kugelfüssen. Architektonisch gegliederte Front mit Zentralschublade "en fausse porte" zwischen 3 Schubladen, flankiert von je 5 ungleich grossen Schubladen. Grosse, abschliessende Kranzschublade. Diverse Geheimfächer. Feine, vergoldete Bronzebeschläge und -applikationen in Form von Kapitellen, Amoren und Zierfries.

79x33x79 cm. H mit Stand 150 cm.



Provenienz:
- J. Gismondi, Antibes.
- Privatsammlung, Schweiz.

Mit Gutachten des Cabinet Etienne/Molinier, Paris 2017.

Losnummer: 1024


Ein Kabinett mit gesprengtem Giebelkranz, ursprünglich stammend aus den Sammlungen des Duca di Parma und heute Teil der Sammlungen des Quirinal in Rom, ist abgebildet in: A. Gonzalez-Palacios, I mobili italiani, Mailand 1997; S. 44f. Ein ähnliches Kabinett wurde bei Gismondi, Rue Royale Paris, angeboten und wurde in seinem Ausstellungskatalog 1988 publiziert.

In den 1620er Jahren begann die eigentliche Entwicklung der bislang wenig bekannten Steintechnik der "pietra paesina", auch "Ruinenmarmor" genannt. Sie ist in ihrer Struktur sehr auffällig und stellt, in feine Platten geschnitten, oft bergige Landschaften oder Flusstäler dar; vor allem in der Nähe von Florenz, zwischen Rignano sull'Arno und Santa Brigada. Der Kalkstein aus Albanien wurde vor allem zur Darstellung von Berglandschaften verwendet. Diese Steinplatten wurden damals mit "Pietra Dura" und teils bemalten Steinplatten zu einem ungemein lebendigen Gesamtbild kombiniert und waren in den Jahren um 1650/80 sehr beliebt. Bei diesen Gesteinen, die als Marmore bezeichnet werden, handelt es sich nicht um "echte" Marmore im gesteinskundlichen Sinn, sondern um Kalksteine oder Schluffstein, die an ruinenartige Gebilde von Gebäuden, Kirchen und Landschaften in kleinformatigen Darstellungen erinnern.

Lit.: M.T. Price, Decorative Stone, the Complete Sourcebook, London 2007 (allgemeine Hinweise und historische Erläuterungen).


Veranstaltungshinweise:

Am 28.03.2017 Auktionswoche A180: Schmuck, Silber & Porzellan, Möbel & Dekoration, Alter Meister, Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Bücher


Schätzpreis: 100.000 - 200.000  SFR

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